Seitdem ich mit beiden Beinen im Berufsleben stehe, bin ich im Dauerstress. Und damit bin ich nicht allein. So zeigt die Stressstudie der Techniker Krankenkasse „Entspann dich, Deutschland!“ aus dem Jahr 2021, dass ganze 26 % der Menschen sich ebenfalls permanent gestresst fühlen. Das große Problem dabei ist, dass Dauerstress krank machen kann. Daher sollten wir unserer eigenen Gesundheit zuliebe ein Stressmanagement entwickeln, welches uns schützt. In diesem Artikel findest du gleich 30 Möglichkeiten dafür.

Was ist Stress? Positiv vs. Negativ

1936 prägte der österreichisch-kanadische Biochemiker H. Selye den Stress-Begriff. Gemeint ist damit eine erhöhte Belastung körperlicher oder mentaler Art. Allgemein wird Stress als etwas Negatives verstanden. Tatsächlich ist Stress aber nicht gleich Stress. So muss zwischen dem positiven und dem negativen Stress unterschieden werden.

Evolutionär betrachtet ist Stress lebenswichtig. Begegneten unsere Vorfahren etwa einem Raubtier, reagierte ihr Körper mit Stress. In der Folge wurden die drei Stresshormone Cortison, Adrenalin und Noradrenalin ausgestoßen. Diese versetzen unseren Körper bis heute in einen Kampf-oder-Flucht-Modus. Unsere Vorfahren konnten aufgrund der durch den Stress schnell bereitgestellten Energie also entweder um ihr Leben kämpfen oder rennen.

Positiver Stress

Heute kommen wir eher selten in solche extremen Stresssituationen. Positiven Stress, auch Eustress genannt, verspüren wir vor allem in Prüfungen. Hier hilft uns Stress sogar, da er belebend und konzentrationsfördernd wirkt. Positiv bleibt Stress dabei immer so lange, wie wir uns einer Situation gewachsen fühlen. Sitzen wir vor einer Prüfung, für die wir gelernt haben und fühlen uns bereit für diese Herausforderung, strömt positiver Stress durch unsere Adern.

Negativer Stress

Sitzen wir jedoch vor einer Prüfung, für die wir nicht gelernt haben und durch die wir mit Sicherheit durchfallen, verspüren wir negativen Stress. Dieser tritt immer dann zutage, wenn wir uns einer Herausforderung nicht gewachsen fühlen.

Das erklärt auch, warum Stress eine subjektive Angelegenheit ist. Negativen Stress können wir aber auch auf der Arbeit verspüren, wenn die Arbeitslast zu hoch ist und wir auf einer permanenten Stresswelle reiten. Wer im Dauerstress ist, verspürt demnach auch negativen Stress. Und der kann richtig gefährlich werden.

Weiterlesen: Das Stressmodell von Lazarus erklärt dir anschaulich, warum nicht jeder Mensch in ein und derselben Situation gleich gestresst ist.

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Das Lazarus-Stressmodell erklärt, warum du gestresst bist, wenn andere es nicht sind. Foto: Getty Images/ Malte Mueller

Warum ist Stress schlecht & ein Stressmanagement so wichtig?

Negativer Stress, auch Disstress genannt, ist ohne Frage eine Volkskrankheit und laut Weltgesundheitsorganisation „einer der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts“. Wer dauerhaft im Stress ist, hat nämlich auch einen dauerhaft erhöhten Cortisolspiegel – und das zieht zahlreiche Erkrankungen nach sich.

So ist auch der Blutzucker sowie der Blutdruck permanent erhöht. Auf Dauer kann Stress das Immunsystem sowie das Herz schwächen. Man wird anfälliger für Diabetes sowie für Herzinfarkte. Zudem kann es zu einem Stressbauch kommen und das Risiko für Stoffwechselerkrankungen erhöht sich.

Mental macht sich negativer Stress durch Erschöpfung, Angstzustände, Depressionen und Burn-out bemerkbar. Alle Stresssymptome findest du hier auf einen Blick.

Stressmanagement: 30 Methoden, um negativen Stress zu reduzieren

Es wird deutlich, dass wir negativen Stress, wo wir nur können, reduzieren sollten. Oftmals ist das aber gar nicht so leicht. Daher gebe ich dir nun gleich 30 Texte an die Hand. Sie alle zeigen, wie vielseitig man Stress reduzieren kann:

Ernährung & Zusatzmittel

Stress ist eine Frage des Lebensstils. Zwar kann eine gesunde Ernährung allein den Stress nicht reduzieren. Dennoch gibt es einige Lebensmittel, die bei der Stressreduktion unterstützen können. Ebenso gibt es pflanzliche Mittel, die Stress lindern können. Diese zwei Texte stellen sie dir vor:

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Fühlst du dich häufiger gestresst? Mithilfe deiner Ernährung kannst du gegensteuern. Finde hier drei stresslindernde Lebensmittel. Foto: canva.com/ Hirurg

Eine positive Lebenseinstellung

Stress ist eine Frage der eigenen Einstellung. Negativ wird Stress, sobald wir uns einer Situation nicht mehr gewachsen fühlen. Wer positiv denkt und an Aufgaben gelassener rangeht, profitiert also nur. Folgende Texte können dir bei deinem Stressmanagement helfen:

Pure Entspannung

Das oberste Ziel muss sein, Stress zu reduzieren und den Cortisolspiegel zu senken. Das gelingt, indem man sich Entspannung genehmigt – und zwar regelmäßig. Wir haben einige Texte für dich gesammelt, die dir genau das bieten. Von Entspannungsbädern über Aromatherapie bis hin zur beruhigenden Inneneinrichtung ist alles dabei:

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Wer Stress reduzieren möchte, muss sich regelmäßig Möglichkeiten zum Durchatmen geben. Foto: imago images/Addictive Stock

Bewegung

Sport und Bewegung helfen nachweislich dabei, Stress zu reduzieren. Denn dabei werden Glückshormone freigesetzt, welche dem Stress entgegenwirken. Für ein gelungenes Stressmanagement sollte man sich also unbedingt regelmäßig bewegen. Das kann beim Yoga, Pilates oder auch beim Laufen gelingen. Inspiration findest du hier:

Stressfreies Arbeiten

Ein gelungenes Stressmanagement muss immer auch die Arbeit miteinbeziehen. Denn die Arbeit und die eigenen hohen Ansprüche sind laut der TK-Stressstudie Hauptursachen für negativen Stress. Folgende Texte können dir helfen, Stress auch auf der Arbeit zu reduzieren und deine eigenen Ansprüche runterzuschrauben: