Du möchtest wissen wie Glücksgefühle entstehen & wie du sie aus dir rauskitzeln kannst? Finde hier 3 leichte Tipps für ein glückliches Leben!

Am 20. März ist Weltglückstag. In Zeiten wie diesen völlig glücklich zu sein, ist allerdings gar nicht so leicht. Grund genug, der Frage auf den Grund zu gehen, wie Glücksgefühle eigentlich entstehen und mit welchen alltäglichen Tricks sie sich von uns rauskitzeln lassen – selbst in Zeiten einer Pandemie. 

Wie werden Glücksgefühle in uns ausgelöst?

Die Frage danach, wie Glücksgefühle entstehen, wurde bis heute nicht gänzlich von den Forscher:innen dieser Welt geklärt. Einig ist man sich darüber, dass Glück zwar im ganzen Körper gespürt wird, aber im Gehirn entstehtund zwar über die sogenannten Glückshormone. Diese fungieren als Botschafter und leiten Nervenerregungen über die Synapsen an das Gehirn weiter und sind wesentlich an unserem physischem wie auch psychischem Wohlbefinden beteiligt.

Von diesen Glückshormonen- bzw. Neurotransmittern und Botenstoffen haben wir sechs verschiedene im Körper: Dopamin, Serotonin, Endorphine, Noradrenalin, Oxytocin und Phenethylamin. Ihre Ausschüttung sorgt zumeist für eine stimulierende, entspannende oder schmerzlindernde Wirkung. So werden sie auch als körpereigene bzw. endogene Drogen bezeichnet, da sie eine vergleichbare Wirkung auf den Körper haben wie Rauschgifte.

Darüber, ob wir Glücksgefühle verspüren, entscheidet demnach die richtige Ausschüttung von Glückshormonen. Wobei diese Ausschüttung dabei nie völlig willkürlich passiert und wir im gewissen Maß auf unsere Hormonproduktion Einfluss nehmen können. Wie das geht, verraten dir unsere Tipps am Ende des Artikels.

Hinweis: Der Begriff Glückshormone ist fachlich nicht korrekt, wird allerdings gerne populärwissenschaftlich verwendet, um die Wirkung dieser Botenstoffe deutlich zu machen.

Frau glücklich
Sechs verschiedene „Glückshormone“ sorgen in unserem Körper für regelmäßige Glücksgefühle. Welche das sind und was sie außerdem können, liest du hier. IMAGO / Westend61

Glückshormone & wie sie Glücksgefühle in uns auslösen

Gleich sechs Glückshormone hat unser Körper zu bieten. Und wenn sie auch allesamt Glück in uns auslösen, so erfüllen sie doch auch ganz unterschiedliche Funktionen:

Serotonin

Serotonin ist der wohl bekannteste Botenstoff des menschlichen Körpers, der Glücksgefühle in uns wecken kann. Aber damit ist die Wirkung des Hormons, welches an zahlreichen Stoffwechselvorgängen im Gehirn beteiligt ist, noch nicht erschöpft. Es ist auch wesentlich an unserer Motivation, an unserem Gefühl der Ausgeglichenheit, unserer Stressresistenz sowie einem gesunden Herz-Kreislauf-System beteiligt.

Haben wir jedoch lang anhaltenden Stress, Vitamin-B-6-Mangel oder chronische Infektionen kann unser Serotoninspiegel darunter leiden und Symptome wie Müdigkeit, Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Schmerzempfindlichkeit, Schlafstörungen und Heißhungerattacken machen sich bemerkbar.

Übrigens: Wusstest du, dass Tryptophan als Vorstufe von Serotonin gilt und in Schokolade vorkommt? Dem Verzehr von Schokolade wird daher eine glücklich-machende Wirkung nachgesagt, wobei die nachgewiesene Menge vor allem in Vollmilchschokolade gering ist.

Dopamin

Wenn ein Hormon besonders an unseren Glücksgefühlen beteiligt ist, dann Dopamin. Es ist ein Zwischenprodukt aus der Biosynthese von L-Tyrosin oder L-Phenylalanin nach Adrenalin, wofür unser Körper mit reichlich Vitamin B6, B12 und Folsäure versorgt sein muss. Neben Glücksgefühlen kann Dopamin auch die Durchblutung unserer Organe steuern, Muskelimpulse weiterleiten, Herz- und Nierenfunktionen anregen und unsere kognitiven Funktionen anregen. Vor allem bei der Bewegung an der frischen Luft wird dieses Glückshormon freigesetzt.

Endorphine

Endorphine tragen wesentlich zu unserem Wohlfühlen und zu unserer Entspannung bei. Außerdem reguliert das Hormon unser Hungergefühl, steuert die Produktion unserer Sexualhormone (ist also auch an unserer sexuellen Lust beteiligt), hellt allgemein unsere Stimmung auf und mindert Erschöpfung. Vor allem wer Sport treibt, viel lacht und Zeit in der Sonne verbringt, regt die Produktion von Endorphinen an.

Noradrenalin

Immer dann, wenn wir Stress haben, wird Noradrenalin ausgeschüttet – ganz gleich, ob es sich hier um körperlichen, mentalen oder emotionalen Stress handelt. Damit möchte dieses Glückshormon unsere Motivation steigern und unsere geistige Leistungsbereitschaft steigern. Außerdem ist es maßgeblich an der Fettverbrennung beteiligt und steuert unsere Aufmerksamkeit.

Paar
Was besonders glücklich macht? Kuscheln! Hierbei wird nämlich das Glückshormon Oxytocin angekurbelt. Foto: IMAGO / Westend61

Oxytocin

Was könnte größere Glücksgefühle befördern als ein Stück Intimität, wie zum Beispiel beim Kuscheln? Oxytocin ist bekannt als das Kuschelhormon, da es vor allem für die Bindung von Mutter und Kind besonders wichtig ist und zum Verbundenheitsgefühl beiträgt. Mehr dazu, warum kuscheln so wichtig ist, liest du hier.

Ausgeschüttet wird es während der Geburt aber auch nach dem Sex. Aber auch eine einfache Umarmung kann Oxytocin auslösen und so Glücksgefühle aufkommen lassen. Neben dem starken Verbundenheitsgefühl fördert es auch Treue, Liebe, Empathie und regt die Libido an. Nebenher reduziert es Stress und nimmt Ängste. Unter Umständen kann es auch Wehen einleiten.

Phenethylamin

Dieses Glückshormon wird vor allem dann ausgeschüttet, wenn wir verliebt sind. Statt also zu sagen „Ich habe Schmetterlinge im Bauch“, müsste es eigentlich lauten: „Ich habe Phenethylamin im Körper“. Wenn die Begleiterscheinungen von Bauchkribbeln, Konzentrationsstörungen und Herzklopfen natürlich dennoch ausgelöst werden. Neben Glücksgefühlen befördert dieses Hormon auch unser Lust- und Glücksempfinden, steigert unseren Blutdruck und erhellt unsere Stimmung.

Übrigens: Dieses Hormon wird auch beim Ausdauertraining ausgeschüttet und sorgt für ein berauschendes Gefühl, welches auch als Runners High bekannt ist.

Du möchtest wissen, wie du Glücksgefühle herauskitzeln kannst? Auf der folgenden Seite wirst du fündig…