Wusstest du, dass es guten und schlechten Stress gibt? Beim sogenannten Eustress schwimmt man auf einer Stresswelle, die einen produktiv voranbringt und die das Gehirn stimuliert. Sogenannter Disstress lässt dieses berauschende Gefühl jedoch kippen. Das Stresshormonlevel ist dann kurz vor dem Überlaufen und das Immunsystem wird immer mehr geschwächt. Doch woran kann man diesen negativen Stress, der auch gesundheitliche Folgen haben kann, eigentlich erkennen? Wir zeigen dir, auf welche Stresssymptome du künftig achten solltest und was dir blüht, wenn du dennoch weiter auf der Stresswelle surfst…

Kennst du schon den Wein & Weiber Podcast vom wmn-Magazin? In dieser Folge sprechen Mona und Lisa über Narzissmus und wie man ihn erkennen kann.

Stresssymptome machen sich körperlich, mental & anhand deines Verhaltens bemerkbar

Du bist dir nicht sicher, ob dein Stresslevel noch im grünen Bereich liegt? Immerhin haben wir alle über kurz oder lang mit stressigen Phasen in unserem Alltag zu kämpfen. Bedenklich wird es, sobald aus der Phase eine Dauerbelastung wird, der keine ausreichende Erholungsphase zugestanden wird.

Dann wird aus dem Versuch des Körpers, sich an das Pensum anzupassen, ein ernsthaftes, gesundheitliches Problem, welches mit einer chronischen Anspannung einhergeht. Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, solltest du auf diese akuten körperlichen wie psychischen Stresssymptome achten:

Akute Auswirkungen auf den Körper

Diese körperlichen Symptome können dir anzeigen, dass du zu gestresst bist:

  1. Hautveränderungen: Akute Stresssymptome können sich durch Rötungen, Ausschläge, Ekzemen oder Schuppenflechten äußern.
  2. Herz- und Kreislaufprobleme: Kreislaufprobleme, aber auch Herzrasen sowie ein Stechen in der Brust können Anzeichen sein.
  3. Muskelzuckungen: Ein zuckendes Auge oder andere Ticks können die Überforderung des Körpers ebenfalls anzeigen.
  4. Kopfschmerzen: Ein anhaltender Kopfschmerz tritt besonders häufig bei stressgeplagten Menschen auf. Daneben sind häufig auch der Nacken und die Gelenke betroffen. Was der Unterschied zwischen Kopfschmerz und Migräne ist, liest du hier.
  5. Atembeschwerden: Nicht selten sorgt der Stress dafür, dass wir das Gefühl bekommen, nicht richtig atmen zu können.
  6. Verdauungsbeschwerden: Stress greift auf unser vegetatives Nervensystem ein und kann uns Übelkeit, Durchfall oder das andere Extrem der Verstopfung sowie Magenschleimhaut- oder Dickdarmentzündungen bescheren. 
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Einfach mal nichts tun und faul sein ist wichtig für die eigene Gesundheit. Denn wir stehen heute ständig unter Stress. Credit: IMAGO / Westend61

Akute Auswirkungen auf die Psyche

Diese mentalen Symptome können dir anzeige, dass du zu gestresst bist:

  1. Konzentrationsschwierigkeiten: Nicht nur beschwert uns der Instagram-Effekt eine völlig verschobene Wahrnehmung der heutigen Welt, auch unsere Konzentration büßt ordentlich ein. Wer nebenher viel Stress hat, wird besonders Probleme mit Vergesslichkeit haben und oft unter Denkblockaden leiden.
  2. Schlafstörungen: Wer dem Stress und dem damit einhergehenden Gedankenkarussell nicht mehr entfliehen kann, wird nicht selten auch unter Einschlaf- oder Schlafstörungen leiden. Diese Ursachen haben Schlafstörungen außerdem.
  3. Erschöpfung: Wer ständig müde und erschöpft ist, leidet vielleicht unter zu viel Stress. Wer nicht in der Lage ist, richtig abzuschalten, bei dem ist es 5 vor 12.
  4. Sexuelle Unlust: Stress ist der Libidokiller schlechthin. Soll Sex uns doch eigentlich von unserem Stress befreien, sind besonders stressgeplagte Menschen dann nicht mehr in der Lage, richtig abzuschalten

Aktute Auswirkungen auf deine Gefühlswelt & dein Verhalten

Natürlich gehen diese akuten Stresssymptome nicht spurlos an dir vorbei. Solltest du einige der Symptome bei dir entdeckt haben und folgende Gefühls- und Verhaltensweisen bei dir auftauchen, ist es an der Zeit, etwas zu ändern:

  • Gereiztheit
  • Ärger und Wut (So kannst du deine Wut in den Griff bekommen)
  • Lustlosigkeit, Unzufriedenheit
  • Gefühl der Überforderung & der Hilflosigkeit
  • Gefühl der Fremdbestimmtheit 
  • Rastlosigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Neigung dazu, aus Frust zu essen, Alkohol zu trinken oder bis zur Sucht zu shoppen
  • Sozialer Rückzug
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Wer unter Dauerstress steht, riskiert ernsthafte gesundheitliche Folgen… Credit: Foto: imago images/Westend61 /

Ziehe dir Notbremse, bevor dir folgendes blüht…

Nun gilt es, die Notbremse zu ziehen. Wer sich weiterhin Stress aussetzt, wird ansonsten mit diesen dauerhaften Folgen zu rechnen haben:

  1. Burnout: Hier haben wir dir bereits gezeigt, welche Burnout Phasen man durchläuft und mit welchen Tipps du Burnout vorbeugst.
  2. Depressionen: Hier haben wir dir bereits gezeigt, wie man Depressionen im Studium umgeht.
  3. Angststörungen: Besonders Panikattacken spiegeln dann deinen Stress in körperlichen Symptomen. Wie du Panikattacken loswirst, haben wir dir hier verraten.
  4. Zwangsstörungen: Den Ofen drei Mal überprüfen wirst du vor allem dann, wenn du dem dauerhaften Stress nicht standhalten kannst. Alles zum Thema Zwangsstörungen liest du hier.
  5. Suchterkrankungen: Aus dem Glas Wein zum Runterkommen kann sich schneller eine Alkoholsucht entwickeln, als du Riesling sagen kannst. 
  6. Essstörungen: Mit der richtigen Ernährung kannst du deinem Körper nur Gutes tun. Verhindert Stress allerdings eine gesunde Ernährung, kannst du in einen Teufelskreis geraten, aus dem du dich allein nur schwerlich befreien kannst.

Setze deinen Stresssymptomen ein Ende

Jeder Mensch ist anders beschaffen. Du hast momentan eigentlich eine entspannte Phase und findest dich dennoch völlig erschöpft vor diesem Artikel wieder? Egal, wie viel du momentan leistest. Zeigt dir dein Körper anhaltende Stresssymptome, dann solltest du sie immer ernst nehmen. Denn nichts wirklich nichts ist so wichtig wie deine Gesundheit. 

Also, nimm dir ausreichend Zeit für dich. Nur für dich. Auch soziale Kontakte zu pflegen, kann Stress bedeuten. Eine regelmäßiges Entspannungsbad, ein Spa-Aufenthalt, kleine Übungen zur Entschleunigung im Alltag und allgemein mehr Achtsamkeit werden Wunder bewirken. 

Aber auch Meditieren zu lernen oder einfach mal mehr Sport zu machen können dich wieder erden. Weitere Tipps wie du Stress abbauen und Stress reduzieren kannst, findest du ebenfalls bei uns.

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