Heilpflanzen zählen zu den Ursprüngen der Medizin. Die Essenzen wurden bereits von den alten Ägyptern extrahiert und genutzt. Die verschiedenen Düfte sollen eine Wirkung auf das Wohlbefinden, die Stimmung und den Körper haben. Heute werden diese Wirkungen mit Hilfe von Aromatherapie gezielt entfacht.

Aber auch du hast gewollt oder ungewollt bestimmt schon einmal eine Art der Aromatherapie miterlebt. Zum Beispiel durch das Anzünden einer Duftkerze oder indem du ein Erkältungsbad genommen hast.

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Glücklicher durch Gerüche? Das hat es damit auf sich. Foto: shutterstock/Maria Markevich / Credit: shutterstock/Maria Markevich /

Was ist eine Aromatherapie?

Die Aromatherapie ist Teil der Pflanzenheilkunde. Ihre Grundlage ist ein sogenannter „holistischer“ Blick auf den Menschen. Es bedeutet, dass Körper, Geist und Seele als Einheit betrachtet werden und durch die Düfte wieder in Einklang gebracht werden sollen. So sollen Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Das heißt, nicht nur die Stimmung verbessert sich, auch das Hautbild soll reiner werden.

Wahnsinnig vertrauenserweckend ist diese Beschreibung schonmal nicht. Der etwas esoterische Ansatz ist auch nicht wissenschaftlich bewiesen. Die Annahme, dass diese dennoch wirken, stammt aus Erfahrungen und Überlieferungen von Heilkundler:innen – und dir selbst, wenn du dich durch Erkältungsbäder besser fühlst oder dich Duftkerzen entspannen.

Wie funktioniert eine Aromatherapie?

Die Basis ist seit Jahrhunderten dieselbe: Der Duft eines ätherischen Öls, gewonnen aus einer Heilpflanze. Die entstehenden ätherischen Öle enthalten die hochkonzentrierte Pflanzenessenz.

Riechst du an diesem Duft, nimmt ihn das limbische System des Gehirns wahr. Dieser Bereich verarbeitet Emotionen. Verbindest du mit dem Geruch eine positive Stimmung, beeinflusst das auch deine wahre Stimmung in positiver Art und Weise. Immerhin diese Wirkungen sind beispielsweise für Lavendel sogar nachgewiesen.

Um eine richtige Aromatherapie durchzuführen, solltest du dich von Ärzt:innen oder Heilpraktiker:innen beraten lassen. Sie sind die Einzigen, die Aromatherapien anbieten dürfen. Dabei geht es unter anderem um die Fragen, welches Öl zu dir passt und wie du es anwendest.

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Lavendel wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt. Aus diesem Grund hilft er auch perfekt bei Schlafstörungen. Foto: shutterstock/Alena Ozerova /

Worauf solltest du achten?

Ätherische Öle sind aber auch in allen möglichen Bioläden und Apotheken erhältlich. Du könntest also auch einfach eines kaufen und es selbst anwenden. Wichtig ist dabei, dass du das richtige Öl erwischst. Die Auswahl und die Qualitätsspanne sind groß. Es gibt naturreine, synthetische, verdünnte, unverdünnte und solche aus konventionellem und Bio-Anbau.

Beim Kauf solltest du darauf achten, dass das Öl naturrein und zu 100 Prozent aus Bio-Anbau stammt. Solche naturreinen Öle solltest du außerdem nur verdünnt anwenden, da diese meist hochkonzentriert sind.

Welche Aromen gibt es?

Die folgenden fünf Aromen kennst du bestimmt und auch von ihren Wirkungen hast du vielleicht schon einmal gehört. Welches Öl am besten zu dir passt, kommt auf deine derzeitige Stimmung an.

  • Pfefferminze erfrischt – ideal für den Sommer
  • Orange sorgt für eine gute Stimmung und soll die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung steigern
  • Rose soll angstlösend wirken
  • Lavendel entspannt dich und eignet sich besonders gut vor dem Schlafen gehen
  • Tanne soll Stress reduzieren und ebenfalls entspannen

Vorsicht: Bei ein paar Ölen solltest du die Wirkung nicht unterschätzen. Öle wie Eisenkraut sollen beispielsweise Wehen auslösen können.

Mehr zu Duftnoten findest du in diesem Video:

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