Jede Woche testen wir bei wmn in unserer sexperience eine andere Sexstellung des Kamasutra – und davon gibt es einige! Immerhin besteht DAS Lehrwerk der Erotik aus dem Jahr 300 vor Christus aus sieben Büchern! Diese Woche habe ich mich jedoch an einen etwas anderen Versuch gewagt. Und zwar habe ich meinen Partner gebeten, einen Penisring zu tragen. Wie sich der Sex damit angefühlt hat und warum ich dieses Lovetoy nur wärmstens weiterempfehlen kann, liest du hier.

Kennst du schon den Wein & Weiber Podcast vom wmn-Magazin? In dieser Folge sprechen Mona und Lisa bereits das dritte Mal über Sexmythen.

Was ist ein Penisring?

Ein Penisring, auch Cockring genannt, ist meist ein elastischer Silikonring, den man über den Penis zieht. Manchmal kann man ihn zusätzlich auch über den Hodensack ziehen, dann spricht man von einem Hoden-Penis-Ring. Und manche Modelle fahren zusätzlich mit einem Butt-Plug auf, sodass zugleich die Prostata des Mannes stimuliert werden kann.

Und warum das Ganze? Ganz einfach, damit der Penis praller wird und der Mann länger kann. Der Ring verringert nämlich den Rückfluss des Blutes im Penis. In der Folge bleibt die Erektion des Mannes länger erhalten und er hält länger beim Sex oder auch bei der Selbstbefriedigung durch. Das ist aber längst nicht alles, denn der Penisring verspricht theoretisch noch sehr viel mehr…

  • Mit einem Penisring soll sich der Sex deutlich intensiver anfühlen.
  • Die rausgezögerten Orgasmen sollen sich regelrecht explosiv anfühlen.
  • Der Penis sieht mit einem Penisring deutlich praller aus und steht wie eine eins.
  • Ein Penisring verbessert bei regelmäßiger Anwendung die Standhaftigkeit und wird daher nicht selten als Hilfsmittel bei erektiler Dysfunktion genutzt.

Weiterlesen: Darum kann es sich lohnen, regelmäßig den Penis zu trainieren. Und lies hier auch, ob ein Penis zu hart werden kann.

Das solltest du bei der Nutzung eines Penisrings unbedingt beachten

(Online-)Sexshops bieten zahlreiche Modelle von Penisringen an – aus Silikon, aus Metall, vibrierend, mit oder ohne Butt-Plug, flexibel oder etwas zäher. Ganz gleich, welches Modell es wird, ein paar Dinge sollte man dabei beachten…

1. Die Tragedauer

Ein Penisring sollte nie länger als 30 Minuten getragen werden. Andernfalls kann sein bestes Stück darunter leiden. Neben blauen Flecken können dann auch Schmerzen und Schädigungen des Bindegewebes entstehen. Im worst case kommt es zu einer Dauererektion, die ohne Behandlung eine erektile Dysfunktion zur Folge haben kann. Am besten wird der Ring also erst aufgesetzt, wenn es zur Sache geht.

2. Das Material

Vor allem Penisringe aus Metall bergen die Gefahr, dass man sie nicht mehr runterziehen kann. Ein Besuch beim Arzt oder der Ärztin ist dann unumgänglich. Die Verletzungsgefahr bei Penisringen aus Silikon oder Gummi ist weitaus geringer.

Weiterlesen: Das sind die häufigsten Sexunfälle und diese Sexstellung ist am gefährlichsten.

Vor allem Einsteiger:innen sollten einen möglichst flexiblen Ring wählen, der lässt sich auch leichter aufziehen. Oder aber ihr wählt einen flexibel einstellbaren Penisring, der jederzeit justiert werden kann.

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3. Mit oder ohne Vibration?

Manche Modelle werden mit extra Vibrationsmodus angeboten. Sie versprechen beim Sex auch die Klitoris der Frau oder aber die Hoden des Mannes zu stimulieren. Dabei muss man aber auch beachten, dass die Vibrations-Penisringe mehr Platz einnehmen. Der Penis kann mit ihnen also nicht so tief eindringen.

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Penisringe mit Vibration versprechen extra aufregend zu sein, nehmen aber auch mehr Platz ein. Credit: atlasstudio via canva.com

4. Das An- und Ablegen

Am einfachsten lässt sich ein Penisring anbringen, wenn der Penis noch nicht vollständig erigiert ist. Weiter kann man auf eine Portion Gleitgel setzen, um den Ring problemlos auf- und auch wieder abzusetzen. Zweites kann sich die ersten Male etwas knifflig gestalten. Das oberste Gebot lautet hier: Keine Panik. Sobald der Penis etwas abschwillt, lässt sich der Ring leicht entfernen.

5. Die Größe

Es gibt Sets von Penisringen, die mit verschiedenen Durchmessern aufwarten. Vor allem Einsteiger:innen sind hiermit gut beraten. Man kann zuvor aber auch die richtige Größe mit einem Maßband ermitteln. Der Ring sollte straff sitzen, aber auch nicht zu sehr einschnüren. Als Faustregel kannst du dir merken, dass ein gut sitzender Penisring keine Schmerzen verursacht.

Psst! Ein Penisring kann problemlos mit einem Kondom kombiniert werden. Dafür wird er am besten über dem Kondom getragen. Aber Vorsicht: Der Penisring sollte keine scharfen Kanten haben, die das Kondom zum Reißen bringen.

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So fühlt sich der Penisring in der Praxis an

So viel zur Theorie. Doch wie fühlt sich so ein Penisring in der Praxis an? Mein Partner und ich nutzen den Ring relativ häufig. Vor allem, wenn es ihm nach dem gewissen Extrakick verlangt, greift er zu einem der vielen Silikonringe, die unter unserem Bett auf ihren Einsatz warten. Mal mit Plug, mal ohne.

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Nach eigener Aussage genießt er es, binnen Sekunden prall zu sein und ohne große Anstrengungen, lange durchzuhalten. Mal ganz abgesehen von den Orgasmen! Denn die sind ihm zufolge das Allerbeste am Penisring. Sie fühlen sich intensiver sowie explosiver an und halten obendrein länger an. Ich kann das unterschreiben. Zuvor habe ich noch nie derart langatmige männliche Orgasmen miterleben dürfen.

Frau Orgasmus
Tatsächlich werden auch meine Orgasmen besser, wenn mein Partner einen Penisring trägt… Credit: Foto: Getty Images/ GeorgePeters /

Tatsächlich profitiere aber auch ich als Frau von diesem doch recht unscheinbaren kleinen Sexspielzeug für den Mann. Was mir zuerst ins Auge stach als mein Partner den Ring das erste Mal anlegte: wie unglaublich prall und aufrecht sein Penis damit aussah. Ich bekam sogar etwas Angst, ob dieser Prügel – anders kann man es nicht nennen – überhaupt in mich reinpasst.

Weiterlesen: Diese Erfahrungen haben Frauen mit sehr großen Penissen gemacht.

Als er dann in mich eindrang, brachte mich das fast völlig um den Verstand. Er fühlte sich wahnsinnig potent an und legte eine ganz andere Stoßtechnik an den Tag, mit der ich ihn zunächst gar nicht wiedererkannte. Das Beste an der Erfahrung mit dem Penisring war und ist aber bis heute auch für mich sein Orgasmus. Dabei spüre ich nämlich regelrecht, wie sein Penis pulsiert – und dieses Gefühl bringt mich fast zu multiplen Orgasmen.  

Die wmn sexperience: Kleines Produkt mit großer Wirkung

Vorbei sind die Tage der 30 Zentimeter Dildos. Der Penisring beweist, dass selbst ein kleines Sexspielzeug zu phänomenalen Orgasmen verhelfen kann. Vor allem Paare, die gerade erst beginnen, Erfahrungen mit Paarsexspielzeug zu machen, würde ich daher empfehlen, es mal mit einem Penisring zu probieren. Die Investition ist klein, der Nutzen aber enorm hoch! In diesem Sinne: Viel Spaß bei eurer ganz persönlichen sexperience!

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