Ich habe in meinem Leben schon die eine oder andere Kopfnuss beim Sex verteilt, ein paar fast-Nasenbrüche mit meinem Knie verursacht und mir erst kürzlich ein Sextoy dermaßen gegen die Schneidezähne gedonnert, dass ich es kurz knacken hörte. Zum Glück benutze ich keine härteren Toys, sodass ich mir den peinlichen Zahnarztbesuch sparen konnte. 

Es ist wie beim Sport: Je mehr Körperkontakt, desto größer die Verletzungsgefahr. Sexunfälle passieren ständig. Manche sind schnell mit einem Kühlakku gepflegt, für andere wird ein Besuch in der Notaufnahme nötig. Wir verraten dir, welche Sexunfällen am häufigsten sind und zeigen dir, bei welchen Stellungen sich etwas mehr Vorsicht lohnen kann…

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Sexunfälle – von lustig bist lebensgefährlich

Das Internet ist voll von den kuriosesten Stories und passenden Videos dazu: Frauen, die sich einen nackten Hamster in die Vagina einführen oder Männer, die sich ein Glas in den Anus stecken – welches, oh Wunder, zerbricht. 

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Sexunfälle können aus Versehen passieren, sind manchmal aber auch aus purer Unüberlegtheit geschehen.(Photo: shutterstock/ Roseti Bruno)

Wir sagen es noch einmal mit aller Deutlichkeit: Steckt euch nie, nie, niemals Gläser oder Glasflaschen in eure Vagina oder euren After. Eure Muskeln können das Glas brechen lassen und das kann lebensbedrohliche Folgen haben. 

Es gibt auf dem Markt genügend Sexspielzeuge für Frauen und auch Spielzeuge für Männer, die sich erstens besser anfühlen und zweitens sicher konzipiert sind, sodass sie nicht stecken bleiben. Viele Sexunfälle können vermieden werden, wenn beide (Sex-)Partner behutsam miteinander umgehen und keine unnötigen Risiken eingehen. 

Spoiler: Zu rammeln wie in Pornos mag ein gutes Beckenbodentraining sein, ist aber kein Orgasmusgarant für die Frau und erst Recht keine Praktik, die vor Verletzungen bewahrt.

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Sex ist die schönste Sache der Welt, jedenfalls bis zum ersten Sexunfall. Das sind die häufigsten!(Photo: imago images/Panthermedia)

Diese 5 Sexunfälle passieren schneller, als uns lieb ist

Bei richtig gutem Sex befinden wir uns in einem ekstatischen Höhenflug. Was sich anfühlt, wie auf Wolken zum Orgasmus zu schweben, kann sich allerdings auch schnell in Luft auflösen und zwar dann, wenn es zu einem Sexunfall kommt. Und die müssen nicht immer mit einem Hamster oder einem Einmachglas zusammenhängen:

1. Der Penisbruch

Allein der Name dieses Sexunfalls lässt es einem schon kalt den Rücken runterlaufen. Bei einer sogenannten Schwellkörperruptur knickt der erigierte Penis ein, wenn er beispielsweise aus der Vagina rutscht. Das kann mit einem knackenden Geräusch einhergehen und wird gefolgt von einer starken Schwellung, die violett gefärbt ist.

Hier wird das Kühlakku in der Regel nicht ausreichen: Denn es besteht die Gefahr einer Verkrümmung des Penis, einer Verengung der Harnröhre oder der erektilen Dysfunktion. Der Penisbruch sollte, so schnell es geht, operabel behoben werden, um diese Folgeschäden zu vermeiden.

Statt den wilden Rammler zu geben, kann es sich auch lohnen, auf Slow Sex zu setzen. Hier wird das Verletzungsrisiko verringert und die Orgasmen werden dafür umso intensiver.

2. Riss des Vorhautbändchens

Dieser Sexunfall hängt meist mit zu wenig Lubrikation und heftiger Reibung zusammen: Treffen beide Faktoren aufeinander, kann das Vorhautbändchen, welches beim Sex besonders unter Spannung steht, reißen. In der Folge kommt es zu einer starken Blutung, die umgehend gestoppt werden sollte. Kann die Blutung nicht gestoppt werden, ist auch hier der Weg in die Notaufnahme unumgänglich.

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Vor allem die Hoden des Mannes können beim Sex ordentlich in Mitleidenschaft gezogen werden.(Photo: shutterstock/ Viktor Hejna (Collage wmn.de))

3. Hodentorsion- oder Ruptur

Auch bei dem dritten Sexunfall wird vor allem der Mann bzw. der Hodenhabende in der Beziehung in Mitleidenschaft gezogen. Bei einer sogenannten Hodentorsion verdreht sich der Hoden um den Samenstrang und klemmt die Blutgefäße ab. In der Folge kommt es zur Mangeldurchblutung, die wird sie nicht binnen Stunden behandelt, zum Absterben vom Hoden führen kann.

Bei einer Hodenruptur handelt es sich um einen Unfall, bei dem der Hoden dermaßen eingequetscht wird, dass er platzt. Dieser Sexunfall erfordert in jedem Fall eine Operation.

4. Schürfwunden

Mit den Knien auf dem Teppich in Doggy Stellung ist auch so eine Sache, die man einmal und nie wieder macht. Aber auch an anderen abenteurlichen Sexorten können wir uns Schürfwunden zuziehen, die in jedem Fall danach ausgespült, desinfiziert und mindestens mit einem Pflaster behandelt werden sollten. 

Wer jetzt meint, dieser Sexunfall wäre harmlos, wurde wohl noch nie über den Teppich gebumst. Denn die Schürfwunden können auf manchen Polstern auch zu echten Brandwunden werden. 

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Beim Vaginismus verkrampft die Vagina sich so sehr, dass selbst der Penis nicht mehr herausgezogen werden kann.(Photo: shutterstock/ Andrii Zastrozhnov)

5. Vaginismus

Der letzte Sexunfall betrifft vor allem Frauen bzw. alle mit einer Vagina. Die Vagina der Frau ist ein Muskel, der sich stark zusammenziehen kann, wie es zum Beispiel beim Orgasmus der Fall ist. Aber in manchen Fällen verkrampft der Muskel auch ungewollt und lässt nicht mehr los. 

Dieser Umstand lässt manche Frauen überhaupt keinen Sex haben und andere lassen ihre Partner deswegen gar nicht mehr los. Im wahrsten Sinne des Wortes, kann der Penis aufgrund des Vaginalkrampfes stecken bleiben. Hier braucht es im worst case ein krampflösendes Mittel. 

No risk, no fun? Nicht, wenn es um Sexunfälle geht

Gerade wer auf schmutzigen Sex abfährt und es gern etwas gröber mag, sollte besonders vorsichtig sein, um sich nicht bald in der Notaufnahme aufgrund eines Sexunfalls wiederzufinden. Aber vorsichtig zu sein, bedeutet keineswegs, den Spaß rauszunehmen! 

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