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Schlafstörungen als Corona-Spätfolge: Das kannst du tun

Viele leiden unter Schlafstörungen als Folge von Corona. Was du gegen die ständige Erschöpfung tun kannst, erfährst du hier.

Frau Schlafstörungen schlaflos
Schlafstörungen können für Betroffene sehr belastend sein. Foto: Getty Images/PonyWang

Ständig wird man nachts wach, wälzt sich im Bett, kann nicht mehr einschlafen. Am Tag darauf ist man wie gerädert, fühlt sich kraftlos und erschöpft. Schlafprobleme können sehr belastend sein. Dabei betreffen sie immer mehr Menschen. Denn Schlafstörungen können auch eine Folge von Corona sein. Was du tun kannst, um aus der Spirale von Schlaflosigkeit und Erschöpfung zu kommen, erfährst du hier.

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Wer nachts nicht gut schläft, ist tagsüber nicht leistungsfähig. Foto: imago images/Addictive Stock

Schlafstörungen: Sind sie eine Spätfolge von Corona?

Schlaflosigkeit ist eines der häufigsten Symptome von Long Covid. Auch wenn die Infektion mit dem Virus schon lange überstanden ist, berichten Genesene von anhaltenden Schlafstörungen als Folge von Corona. Die Insomnie, wie der medizinische Fachbegriff lautet, beinhalten Ein- und Durchschlafstörungen sowie eine schlechte Schlafqualität. Betroffene empfinden ihren Schlaf nicht als erholsam, sondern sind am nächsten Tag so müde und erschöpft, dass das ihre kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigt.

Da die Schlafstörungen als Folge von Corona immer mehr Leute betreffen, sprechen Wissenschaftler:innen von „Coronasomnia„. Wie eine Studie zeigt, leiden 36 bis 88 Prozent der Erkrankten an Schlafproblemen.

Die Autor:innen erklären, dass die Spätfolgen auch noch nach der Pandemie bestehen könnten: „Erste wissenschaftliche Hinweise deuten darauf hin, dass durch die Pandemie entstandene Insomniebeschwerden sich nach dem Ende der Pandemie chronifizieren und somit die schlafmedizinische Gemeinschaft weiterhin beschäftigen werden.“ Umso wichtiger sei es, Betroffene frühzeitig zu behandeln.

Schlafstörungen als Ursache weiterer Beschwerden

Oft bleibt es jedoch nicht bei der Insomnie. Wie die Forscher:innen erklären, können langanhaltender Schlafmangel und Schlafprobleme andere psychiatrische Störungen begünstigen. Hinzu kommen andere Long-Covid-Symptome wie Verwirrtheit, depressive Zustände, Angstzustände, chronische Erschöpfung und Gedächtnisstörungen.

Doch nicht nur Genesene sind betroffen. Wie die Studie zeigt, sind Einschlaf- und Durchschlafstörungen nicht nur eine Folge der Erkrankung, sondern können auch durch psychischen Stress aufgrund des Lockdowns und sozialer Isolation verursacht werden.

Schlafstörungen nach Corona? Das solltest du tun

Wer von den Corona-Spätfolgen betroffen ist und sich seit Wochen durch den Halbschlaf quält, sollte dringend seinen Hausarzt bzw. seine Hausärztin aufsuchen. Da bei vielen Patient:innen bereits vor einer Corona-Infektion Schlafstörungen bestanden, ist es wichtig, Schlafgewohnheiten zu untersuchen und andere Erkrankungen auszuschließen.

Wichtig ist, eine gute Schlafhygiene zu entwickeln. Was alles dazugehört, liest du in diesem Artikel. Notfalls können Mediziner:innen für einen kurzen Zeitraum schlafanstoßende Medikamente verschreiben. Studien empfehlen außerdem den Einsatz von Melatonin. Das Schlafhormon gibt es z. B. als Spray fürs Kopfkissen.

Wenn du nur gelegentliche Einschlafprobleme hast, kannst es mit diesen Einschlaf-Tricks probieren. Auch Moonbreathing, Einschlaftees oder diese Militärtechnik sollen dabei helfen, vor dem Schlafengehen runterzukommen.