Die Bäume blühen, die Vögel zwitschern, die Sonne scheint und die Tage werden länger. Wir bewegen uns mit Vollgas auf den Sommer zu. Viele fühlen sich nun besonders motiviert, wieder mehr Sport zu machen. Doch willst du wirklich im stickigen Fitnessstudio stehen, wo das sonnige Wetter und die frische Luft draußen locken? Wir nämlich auch nicht! Und deswegen stellen wir dir hier fünf Outdoor-Sportarten vor, die deinen Sommer aktiver gestalten können.

Warum Outdoor-Sport auch im Sommer lohnt

Wenn es im Winter auch kalt und glatt sein kann – viele Menschen lieben es, in der dunklen Jahreszeit Outdoor-Sport zu treiben. Ich persönlich kenne nichts energetisierendes, als an einem Wintertag frische Luft zu schnappen und während der wenigen Sonnenstunden Energie bei einem Lauf zu tanken. Obendrein genieße ich es, joggen gehen zu können, ohne dass mir dabei zu warm wird.

Trotz Schweißperlen und potenziellen Sonnenbrand auf der Nase lohnt sich Outdoor-Sport aber auch im Sommer! Zwar sollte man dem Körper Zeit geben, sich an die Temperaturumstellungen zu gewöhnen, doch ist Sport auch bei hohen Temperaturen gesund und sogar wichtig. Wer nun eine Trainingspause einlegen würde, riskiert nämlich einen Leistungsabfall.

Mal ganz davon abgesehen, stärkt Sport das Herzkreislaufsystem und die Herzmuskulatur. Damit senkt Outdoor-Sport das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko nachhaltig. Auch profitiert das Immunsystem und im Frühling und Sommer wird obendrein die Vitamin-D-Produktion angekurbelt.

Weiter ist regelmäßige Bewegung auch für die mentale Gesundheit von großer Bedeutung. Verschiedene Studien konnten so beweisen, dass etwa Depressionen oder Angststörungen durch regelmäßiges Training gelindert werden können.

Weiterlesen: Finde hier zahlreiche weitere Tipps, warum du noch heute mit dem Sport anfangen solltest.

Frau Sport
Sport hält nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit. Foto: IMAGO/ Addictive Stock

Was du bei Outdoor-Sport beachten solltest

Während du beim Outdoor-Sport im Winter darauf achten musst, dick eingepackt zu sein, musst du deinen Körper im Sommer vor allem vor Überhitzung schützen. Gerade im Sommer wird viel Energie für den Temperaturausgleich aufgebracht. Die körperliche Belastung wirkt in der Folge im Sommer anstrengender.

Aus diesem Grund ist es ungemein wichtig, nicht mit 100 % im Sommer zu trainieren. Nutzt du etwa einen Fitnesstracker, solltest du deinen Trainingspuls um mindestens zehn Prozent senken. Was es außerdem zu beachten gibt:

Trinke ausreichend.

Beim Outdoor-Sport im Frühling und Sommer solltest du darauf achten, ausreichend zu trinken. Durch vermehrtes Schwitzen verlierst du nämlich auch mehr Flüssigkeit und Mineralstoffe. Das mindert mitunter sogar deine Leistungsfähigkeit. Trinke also am besten vor, während und nach dem Training moderate Mengen. Meide dabei zu kalte Getränke, sondern setze lieber auf Mineralwasser oder Saftschorlen.

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Am Tag soll man zwischen zwei und drei Liter trinken. Wer Sport treibt und das auch noch im Sommer, sollte jedoch mehr trinken. Foto: canva.com/ Artem Varnitsin

Kleide dich angemessen.

Während du im Winter vor allem deine Körpermitte beim Outdoor-Sport warmhalten solltest, ist im Sommer atmungsaktive Kleidung besonders wichtig. Diese unterstützt den natürlichen Kühleffekt des Körpers, wenn er Schweiß produziert. Eine Kopfbedeckung kann dich zudem vor einem Sonnenstich bewahren. Eine Sportbrille hilft sowohl gegen Heuschnupfen als auch gegen Kopfschmerzen aufgrund der Sonnenstrahlen.

Weiterlesen: Finde hier 5 hilfreiche Tipps, um weniger zu schwitzen.

Nutze Sonnenschutz.

Wer im Frühling und Sommer im Freien trainiert, sollte nie auf den Sonnenschutz verzichten. Auch an wolkigen Tagen. Das schützt vor einem Sonnenbrand. Welchen Sonnenschutz deine Haut braucht, liest du hier.

Achte auf die Trainingszeit.

Gerade im Sommer solltest du ein Outdoor-Training in der Mittagszeit vermeiden. Lege dein Training besser auf den frühen Morgen oder den Abend. Achte darauf, schattige Spots in dein Training einzubeziehen und die pralle Sonne zu meiden. Denke außerdem an ein Warm-up, um dich vor Verletzungen zu schützen.

Weiterlesen: Du möchtest wissen, wie man Sport bei Hitze treibt oder wie man laufen gehen kann, trotz Heuschnupfen? Wir helfen nach.

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Du möchtest Sport bei Hitze treiben? Wir geben dir Tipps, wie es ohne Abklappen gelingt. Foto: Getty Images/ MStudioImages

Diese 5 Outdoor-Sportarten solltest du ausprobieren

Du möchtest dich am Outdoor-Sport probieren, hast für dich aber noch nicht die richtige Sportart gefunden? Diese fünf sind zumindest ein Probetraining wert:

1. Joggen, Ploggen, Wandern

Joggen bringt zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich und lässt die Endorphine nur so sprudeln. Es macht also gesund und glücklich! Anfänger:innen können zunächst mit einem flotten Spaziergang starten, sich anschließend im Traben versuchen und dann mit lockeren zehn bis 15-minütigen Läufen beginnen. Weitere Gründe, warum du das Joggen anfangen solltest und welche Fehler du beim richtigen Joggen vermeiden solltest, findest du hier.

Tipp für alle Umweltbewussten: Wer die positiven Effekte des Joggings mit einer guten Tat verbinden möchte, versucht es mal mit dem Plogging. Hierbei sammelt man während eines Laufs im Park Müll. Besonders naturaffine Menschen können ihre Route zudem in die pure Natur verlegen. So bieten sich beispielsweise das Wandern oder auch das Trailrunning als ideale Outdoor-Sportarten für diesen Sommer an.

2. Inline-Skaten

Dem Inline-Skaten wird nachgesagt, dass es effizienter und gelenkschonender ist als das Jogging. Wer einmal eine schöne Strecke entlang der Natur gefunden hat, bleibt außerdem nicht nur fit, sondern kann die sommerlich blühende Natur in voller Pracht genießen.

Beim Inlinern trainierst du dein Gleichgewicht, verbesserst deine Ausdauer und kräftigst deine Bein- wie auch deine Po-Muskulatur. Um Verletzungen zu vermeiden, solltest du unbedingt auf einen Schutzhelm sowie auf Gelenkschoner setzen.

Weiterlesen: Lerne hier, welche Schoner du brauchst und welche nicht.

3. Schwimmen

Schwimmen ist nicht nur der ideale Outdoor-Sport, weil man ihn im Sommer überall ausüben kann: im See, Meer, Freibad & Co. Auch trainiert er deine Ausdauer gelenkschonend und bietet dir permanent eine kühle Erfrischung. Wer also Sport im Sommer allein aus dem Grund der lästigen Schweißperlen meidet, sollte es mal mit dem Brustschwimmen, Rückenschwimmen oder Kraulen probieren.

Das Beste an dieser Sportart? Sie kostet wenig, verlangt kaum nach Equipment (Schwimmbrille, Badekappe, Badeanzug oder Badehose) und ist ideal, um die Muskulatur des gesamten Körpers zu stärken. Vor allem Nacken und Rücken profitieren besonders.

4. Stand-up-Paddeln

Beim Stand-up-Paddeln musst du deinen ganzen Körper einsetzen, um vorwärtszukommen. Vor allem dein Bauch und dein Rumpf werden hierbei gefordert. Zudem wird dein Gleichgewichtssinn geschult. Alles in allem arbeitest du auf dem Brett an deinem Körpergefühl und kannst obendrein richtig herunterkommen, weit weg vom Trubel des Ufers und deines Alltags. Setze hierbei unbedingt auf eine Kopfbedeckung und Sonnenschutz!

5. Bouldern

Zuletzt habe ich noch eine Outdoor-Sportart für dich, die vor allem deine Arme sowie deinen Oberkörper trainiert: das Klettern. Gerne wird auch vom sogenannten Bouldern gesprochen, was übersetzt so viel wie Felsblock bedeutet.

Und genau darum geht es: Du kletterst bei diesem Outdoor-Sport an einem echten oder künstlichen Felsblock. Dabei arbeitest du mit deinem eigenen Körpergewicht und trainierst deine Finger-, Arm und Beinkraft. Diese Sportart hat es in sich, bietet daher aber vor allem Fortgeschrittenen neue Herausforderungen!

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