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Das passiert im Körper, wenn du 7 Tage lang zu wenig Wasser trinkst

Wasser ist unser Lebenselixier. Umso schlimmer, wenn wir zu wenig Wasser trinken. Was dann mit deinem Körper passiert, erfährst du hier.

Hand aufs Herz: Wie viel Wasser hast du heute schon getrunken? Ich selber komme gerade mal auf ein Glas. Das ist zu wenig! Mindestens 1,5 Liter pro Tag sollten es sein. Zu wenig Wasser trinken kann schlimme Auswirkungen haben. Wir verraten dir, was passiert, wenn du über längere Zeit zu wenig Wasser zu dir nimmst.

Zu wenig Wasser: Diese Symptome treten auf

Unser Körper besteht zur Hälfte aus Wasser. Klar, dass wir jeden Tag Wasser zu uns nehmen müssen, um zu funktionieren. Wir brauchen es, um Nährstoffe zu transportieren und die Körpertemperatur zu regulieren. Es ist Bestandteil von Zellen und Körperflüssigkeiten. Nur mit genügend Wasser können Abbauprodukte ausgeschieden werden. Einen Großteil des Wassers verlieren wir auch durch die Atmung.

Zu wenig Flüssigkeit trinken kann unserer Gesundheit schaden. Doch wie viel ist zu wenig? „Weniger als 1,0 Liter Wasser pro Tag reicht nicht aus, um den Körper ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen“, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Woran du erkennst, dass du zu wenig Wasser trinkst, erfährst du hier.

1. Das Gehirn kann nicht mehr richtig arbeiten

Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit und Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden, die bei einem Flüssigkeitsmangel auftreten. Grund dafür ist zu wenig Wasser im Gehirn. Sitzt du in einer Vorlesung oder einem Meeting und kannst nicht folgen? Dann solltest du dich fragen, wie viel du heute schon getrunken hast. Vermutlich zu wenig.

Wenn du eine Woche lang zu wenig trinkst, wirst du dich schlapp und krank fühlen, mit Kopfschmerzen aufwachen und dich kaum konzentrieren können. Denn das Gehirn besteht zu 80 Prozent aus Wasser. Schon ein kleiner Mangel kann verheerende Folgen haben und beispielsweise deine Fahrtüchtigkeit einschränken, wie eine britische Studie zeigen konnte.

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frau trinkt wasser
Vor allem, wenn man Sport macht, muss man viel trinken. Foto: Oliver Rossi via Getty

2. Die Verdauung stagniert

Wasser ist wichtig, um die Abbauprodukte aus dem Körper loszuwerden. Trinkst du zu wenig, so spülen die Nieren zu wenig Wasser aus und Giftstoffe bleiben im Körper zurück. Dass du zu wenig trinkst, erkennst du daher zuerst an der Farbe deines Urins. Je dunkler, desto konzentrierter. Normal ist eine hellgelbe Farbe.

Auch Verstopfung kann auf Wassermangel hindeuten. Trinkst du dauerhaft zu wenig, kann die Verstopfung chronisch werden. Denn für eine funktionierende Verdauung ist Wasser essenziell.

3. Die Haut wird trocken und spröde

Trinkst du über längere Zeit zu wenig, trocknet dein Körper aus. Eine sogenannte Exsikkose zeigt sich vor allem an der Haut. Auch trockene, spröde Lippen weisen auf Wassermangel hin. Ist die Haut zu Beginn „nur“ trocken und spröde, kommt es bei anhaltendem Wassermangel zu stehenden Hautfalten. Woran du das erkennen kannst? Kneife die Haut auf deinem Handrücken zusammen. Bleibt sie stehen und glättet sich nicht sofort wieder, ist es höchste Zeit, deinen Wasserhaushalt zu regulieren.

Auch die Schleimhäute trocknen aus. Das kann Erkrankungen der Atemwege begünstigen. Wunden heilen langsamer, wenn Flüssigkeit im Körper fehlt.

Frau Lippenpfle
Auch spröde Lippen sind ein Hinweis für zu wenig Wasser. Foto: Getty Images / Prostock-Studio

4. Es fließt weniger Blut durch den Körper

Befindet sich zu wenig Wasser im Körper, kann nicht genug Blut gebildet werden. Der Blutdruck sinkt. Blutgerinnsel (Thromben) können sich bilden und der Blutfluss kann behindert oder blockiert (Thrombose, Thromboembolie) werden.

Im schlimmsten Fall kommt es zu Bewusstseinsstörungen oder Bewusstlosigkeit. Nimmt die Körperflüssigkeit noch weiter ab, kommt es zum Kreislaufzusammenbruch.

Fazit: Zu wenig Wasser ist lebensgefährlich

Sinkt die Wassermenge im Körper um 10 Prozent, kann man in ein Delirium verfallen. Es kommt zu Bewusstseinsstörungen und Halluzinationen. Ab 12 Prozent ist sogar ein hypovolämischer Schock (Volumenmangelschock) möglich. Dann hat das Blutvolumen so weit abgenommen, dass Gehirn und Extremitäten nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden können. Das zeigt sich an blassen, kalten Händen und Füßen. Nimmt die Körperflüssigkeit noch weiter ab, bricht der Kreislauf vollends zusammen und man fällt ins Koma.