Besonders im Winter leiden viele Menschen unter trockener Haut im Gesicht und greifen deshalb zu Cremes, die dem entgegenwirken sollen. Aber nicht jede Creme für trockene Haut ist auch gut im Winter. Eine Hautpflegeexpertin erklärt dir, worauf du beim Kauf einer Creme achten solltest.

Deshalb brauchen wir im Winter überhaupt eine Creme für trockene Haut

Wir haben Apothekerin und Hautpflegeexpertin Leonie Poppe von Junglück gefragt, wieso wir uns im Winter überhaupt mit trockener Haut herumschlagen müssen. Laut ihr gibt es zwei Hauptgründe: die frostigen Außentemperaturen und die trockene Heizungsluft in den Räumen. Sie erklärt:
„Heizungsluft, aber auch die kalte Luft im Freien enthalten sehr wenig Luftfeuchtigkeit. Dies führt dazu, dass unsere Haut dehydriert. 

Gleichzeitig wird die Haut weniger durchfettet, weil die Talgdrüsen ab 8 Grad Celsius weniger Sebum produzieren. Es fehlt ihr also an Feuchtigkeit und Fett. Beides sind jedoch wichtige Bestandteile des Hydrolipidfilms und somit der Barriere-Funktion unserer Haut. Ohne diese kommt es zu trockener, rissiger Haut, die spannen, schuppen und auch Ekzeme begünstigen kann.

Und als wäre das nicht schon genug sorgt die Kälte dafür, dass sich die feinen Blutgefäße der Haut zusammenziehen und die Haut weniger durchblutet wird. Reizungen, Rötungen und Spannungsgefühle können so leichter auftreten.“, erklärt sie.

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Trockene Haut betrifft viele Menschen im Winter.(Photo: pexels/ andrea piacquadio)

Wer leidet unter trockener Haut?

Leonie Poppe erklärt, dass viele Menschen unter trockener Haut leiden können, aber „besonders die Menschen, die schon genetisch bedingt eher trockene Haut haben. Denn bei manchen Menschen ist die Talgproduktion von Grund auf schon geringer eingestellt als bei anderen.“ Der Winter verschlimmert das Problem dann zusätzlich.

Aber auch Diabetes-Patienten, Menschen mit Schilddrüsenproblemen, ältere Menschen und auch Kinder sind besonders häufig von trockener Haut betroffen und sollten ihre Haut im Winter schützen und unterstützen.

Welche Creme für trockene Haut ist also empfehlenswert?

Wir haben nachgehakt, ob es bestimmte Inhaltsstoffe gibt, auf die wir bei der Suche nach der perfekten Creme für trockene Haut achten sollten. Hierzu stellt Leonie Poppe einfache Regeln auf, die uns bei der Suche unterstützen sollten:

  1. Möglichst wenig Wasser in der Pflege. Zumindest, wenn du weißt, dass es draußen sehr kalt ist und du dich auch draußen aufhältst. Denn das Wasser in der Gesichtscreme kann gefrieren und somit die Haut stark reizen.
  2. Reizende Inhaltsstoffe vermeiden. Dazu gehören austrocknende Alkohole, Duftstoffe, Konservierungsmittel und starke Tenside oder Seife. Denn die Haut ist meist so schon angegriffen und wir sollten die Haut unterstützen und nicht zusätzlich belasten.
  3. Nutze Inhaltsstoffe, die die Hautbarriere stärken und die Haut beruhigen. Dazu gehören  beispielsweise natürliche Pflanzenöle wie Mandelöl, Arganöl oder Jojobaöl. Aber auch Produkte, die Ceramide, Squalane oder Urea enthalten eignen sich wunderbar zur Pflege von trockener Haut.

In diesem Artikel haben wir dir drei Cold Creams vorgestellt, die du tragen solltest, wenn du dich länger draußen aufhältst im Winter.

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Wer besonders viel draußen ist am Winter, sollte sich besonders gut pflegen.(Photo: shutterstock/ javi_indy)

Wohin gehört die Creme für trockene Haut in der Pflegeroutine?

Wir haben bisher gelernt, was die perfekte Creme haben sollte, die unsere Haut schützt, aber wann und wie oft sollen wir sie nutzen? Die Junglück-Hautexpertin gibt uns dazu folgende Tipps:

  • Das Gesicht morgens kurz mit lauwarmen Wasser waschen. Verwende dafür keine oder nur milde Reinigungsprodukte. Denn sonst kann das die Haut zu stark belasten.
  • Bei der Pflege für den Tag sollte eher um eine Öl-in-Wasser-Emulsion genutzt werden. Also weniger Wasser, dafür mehr Öl enthalten. Sonnenschutz an sehr sonnigen Tagen nicht vergessen.
  • Abends das Gesicht mit einer pH-hautneutralen Lotion oder Reinigungsöl reinigen. Beruhigende feuchtigkeitsspendende Produkte mit Aloe Vera oder Hyaluronsäure eignen sich für die Nacht besonders gut. Auch andere aktive Wirkstoffe wie Retinol oder Fruchtsäuren können verwendet werden, wenn die Haut es
    gut verträgt.

Wichtig: Die Haut nicht ausschließlich und einseitig mit Ölen pflegen. Das kann auf Dauer austrocknend wirken. Das Öl kann mit der Zeit fettlösliche Bestandteile aus der Haut herauslösen. Deswegen ist es so bedeutend über Nacht auch andere Inhaltsstoffe auf die Haut aufzutragen. Die Dosis ist wie immer entscheidend.

Denn auch im Winter gilt: Eine milde, natürliche und ausgewogene Pflege ist das A und O. Nimm dir die Zeit für dich selbst. Sehe es als etwas, das du für dich tust! Schenke dir selbst, deinem Körper und deiner Haut die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.

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Die Kombi-Lösung von Junglück gibt es auch in unserem Adventskalender.(Photo: junglück, OneyWhyStudio [M])

Junglück bietet eine Kombi-Lösung für trockene Winterhaut

Junglück bietet natürlich eine perfekte Kombination für trockene Winterhaut an. Hier empfiehlt sich die Hyalurontagescreme (Feuchtigkeit), sowie das Jojobaöl (Fett & Pflege), um die Haut tagsüber vor der Kälte zu schützen. Am Abend wird der Regenerationsprozess mit Hyaluronkonzentrat (Feuchtigkeit) und der Hyaluronnachtcreme (Feuchtigkeit) unterstützt und wieder Feuchtigkeit in der Haut aufgebaut.

Du bist neugierig auf die Junglück-Produkte geworden? In unserem wmn-Adventskalender verlosen wir ein Pflegeset für den Winter aus den oben genannten Produkten. Gehe auf unsere Instagramseite, um teilzunehmen.

Unsere besten Beauty-Tipps gibt’s hier.

Wie du deine Haut im Winter noch unterstützen kannst

Laut der Beauty-Expertin gibt es noch weitere Punkte, die wir beachten können, um unsere Haut im Winter optimal zu schützen. So beugst du trockene Haut vor:

  • Nicht zu oft Baden: Maximal 1-2 Mal pro Woche, längstens 15 Minuten und bei maximal 32- 35 Grad Celsius Wassertemperatur. Auch zu heißes Duschen sollte vermieden werden, da dies die Haut zusätzlich austrocknet.
  • Viel trinken! Denn oft vergessen wir bei den kalten Temperaturen ausreichend zu trinken, auch das kann die Haut von innen heraus austrocknen. Reichlich Flüssigkeit ist also auch hier wichtig.
  • Wenn du dich im Freien befindest, bedecke deine Haut so gut es geht mit warmer Kleidung.
  • Ihr letzter Tipp: Erwarte keine Wunder. Denn es ist und bleibt Winter. Aber kleine Gewohnheiten und eine passende Pflegeroutine können nicht nur die Haut stärken, sondern auch das Gemüt in den Tagen erleuchten, an denen die Sonne viel zu schnell wieder untergeht.

Fazit: Mit einer starken Kombi gegen trockene Winterhaut

Hören wir auf den Rat von Leonie Poppe, braucht unsere trockene Haut im Winter nicht nur eine Creme, sondern am besten eine Kombination aus feuchtigkeitsspendenden und schützenden Cremes oder Seren. Je länger du draußen in der Kälte bist, desto reichhaltiger sollte deine Tagescreme sein.