Der Winter stellt unsere Haut hart auf die Probe: klirrende Kälte, trockenee Heizungsluft und das in extremen Wechseln. Gerade um Gesicht schuppt sich die Haut dann, wird rot und rau. Deshalb müssen wir im Winter unsere Gesichtspflegeroutine anpassen und unsere Haut besonders schützen. 

In trockenen, warmen Räumen braucht sie mehr Feuchtigkeit und in der frostigen Winterluft viel Schutz und Pflege. Und genau da kommt die Cold Cream ins Spiel. Wir verraten dir, was hinter dem neuen Hype darum steckt und welche die ausprobieren solltest.

Was ist eine Cold Cream?

Schon die alten Griechen kannten die beste Rezeptur gegen trockene Haut. Der Arzt Galeon mischte dazu Bienenwachs, Rosenextrakt, Wasser und Olivenöl zusammen. Später ging diese Mischung als Cold Cream in die Beauty-Geschichte ein und wurde stetig weiterentwickelt und verbessert. Ein großer Fan der Cold Cream war auch Kaiserin Sissi, die bekannt für ihre exzessiven Schönheitsrituale war. 

Auch wenn die Cold Cream für alle Körperstellen einsetzbar ist, eignet sie sich am besten in kalten Jahreszeiten (wie der Name schon sagt) und zwar im Gesicht. Denn im Winter sind wie einem ständigen Wechseln aus Kälte und trockener Heizungsluft ausgesetzt, die zu Rötungen, Schüppchen und trockener Haut führt. Die Cold Cream ist sozusagen ein Schutzschild vor Austrocknung und ein Schub Pflege für die Zeit in der Kälte.

Übrigens: Wer in sehr kalten Regionen wohnt und viel Ski- oder Snowboard fährt, sollte seine Haut immer vor der Kälte schützen. (Und vor der Sonne in Schneegebieten übrigens auch, denn Schnee reflektiert UV-Strahlen viel stärker als Wasser.)

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Die Cold Cream ist ein MUSS im Winter.(Photo: Javier Sánchez Mingorance / EyeEm/Getty)

Wer braucht eine Cold Cream?

Jeder! Gut gehen wir mal systematisch durch, denn es gibt sicherlich auch Menschen mit einer so fettigen Lederhaut, dass sie Wind und Wetter trotzen, aber davon dürften es in unseren gemäßigten Breitengraden nicht viele sein. 

Besonders wichtig ist die Cold Cream für Babys und Kinder, denn bei ihnen ist du Haut besonders zart, weshalb spezielle Cremes für sie oft sehr ölig sind. Frauen neigen auch zu zarterer und weniger fettiger Haut als Männer, weshalb auch sie diese schützen sollten. Und selbst Männer brauchen in extremer Kälte ein bisschen Unterstützung. Also ja, alle können von einer Cold Cream profitieren.

Solltest du zu sehr trockener Haut neigen, kannst du sie auch als tägliche Pflege nutzen in der gesamten Winterzeit. Wer ölige Haut hat, sollte zu einer leichten Textur greifen.

 

Unsere besten Beauty-Tipps findest du in den Videos.

Unsere Cold Cream Lieblinge für jedes Budget

Wir haben für dich vier Cold Creams rausgesucht, die mit natürlichen Inhaltsstoffen glänzen und alle ohne Tierversuche entwickelt wurden. Außerdem sind sie alle frei von Mikroplastik und für Allergiker haben wir auch eine parfümfreie, sowie zwei vegane Varianten.

Unser Tipp: Solltest du dich für eine andere Option entscheiden, solltest du darauf achten, dass die Cold Cream pflegende Fette und Öle enthält und möglichst kein Alkohol, denn das trocknet die Haut zusätzlich aus im Winter. Am besten ist übrigens eine Kombination von Cold Cream und Lichtschutzfaktor, denn auch im Winter und besonders in den Bergen solltest du deine Haut schützen.

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Diese Cold Cream hat zusätzlich einen Lichtschutzfaktor.(Photo: Peadiprotect, Collage:wmn)

1. Wind & Wettercreme von Paediprotect 

Die Marke mit dem süßen Pinguin habt ihr sicher schon mal in den Drogerie-Regalen entdeckt. Paediprotect hat viele mineralische Sonnencremes im Sortiment, aber auch viel Babypflege und eben auch eine Cold Cream.

Die ist natürlich nicht nur für Kinder, sondern auch Erwachsene geeignet. Besonders gut ist der enthaltene Lichtschutzfaktor, denn auch im Winter braucht deine Haut Schutz.

  • Preis: 4,95 € für 30 ml (16,50 €/ 100 ml)
  • Hauttypen: alle Hauttypen
  • Merkmale: Clean Kosmetik, tierversuchsfrei, vegan, ohne Mikroplastik, Parabene, Farbstoffe, Mineralöle, parfumfrei, LSF 15
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Die Cold Cream von Weleda ist ein echter Klassiker.(Photo: weleda, Collage:wmn)

2. Cold Cream von Weleda

Die Cold Cream von Weleda haben viele von uns als Kinder ins Gesicht geschmiert bekommen, wenn es in den Skiurlaub ging. Und das völlig zurecht, denn sie ist ein echter Oldie unter den Cold Creams und besonders reichhaltig durch das Bienenwachs.

Das macht sie zum perfekten Begleiter bei Minusgraden oder wenn man zu einer eher trockenen Haut neigt. Aber für Veganer ist sie nichts.

  • Preis: 9,95 € für 30 ml (33,16 €/ 100 ml)
  • Hauttypen: eher trockene Haut
  • Merkmale: Naturkosmetik, tierversuchsfrei, ohne Mikroplastik, Parabene, Farbstoffe, Mineralöle oder Palmöl, Parfum enthalten
  • Kaufen: Hier geht es zur Cold Cream 🛒
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Du willst etwas Luxus & Schutz für deine Haut im Winter? Studio Botanic könnte dir gefallen.(Photo: studio botanic, Collage:wmn)

3. Cold Cream Studio Botanic

Eine etwas leichtere und vegane Alternative zur Weleda Cold Cream ist die von Studio Botanic. Ihre Formel basiert auf der Grundformel von Galeon. Natürlich wurde das Bienenwachs durch veganes Wachs ersetzt.

Außerdem stecken noch ein paar moderne Wirkstoffe wie Avocado oder Sheabutter drin, die der gute Galeon wohl noch nicht kannte. Das zusätzliche Glycerin sorgt für einen Schub Feuchtigkeit. Du kannst sie nicht nur als Cold Cream, sondern als Pflege für den ganzen Körper verwenden.

  • Preis: 18 € für 50 ml (36 €/ 100 ml)
  • Hauttypen: alle Hauttypen
  • Merkmale: Naturkosmetik, vegan, tierversuchsfrei, ohne Parabene & Mikroplastik, Parfum enthalten
  • Kaufen: Hier geht es zur Cold Cream 🛒

Psst: Unsere Redakteurin Lisa hat die Produkte von Studio Botanic getestet. Hier ist hier Erfahrungsbericht.

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Auch die Cold Cream von Avril versorgt deine trockene Winterhaut.(Photo: Avril, utah778/Getty, OneyWhyStudio via Canva [M])

4. Cold Cream von Avril

Die Cold Cream von Avril ist die preiswerteste Option aus unseren Top-Picks und basiert ebenfalls auf dem Cold Cream Grundrezept und enthält Bio-Süßmandelöl, Sheabutter, Bienenwachs und Kamillenwasser. Passend zum Winter riecht sie lecker nach Lebkuchen.

  • Preis: 9 € für 200 ml (4 €/ 100 ml)
  • Hauttypen: alle Hauttypen
  • Merkmale: Naturkosmetik, tierversuchsfrei, ohne Parabene & Mikroplastik, Parfum enthalten
  • Kaufen: Hier geht es zur Cold Cream 🛒

Psst: Du kannst die Cold Cream auch als Bodylotion für trockene Haut im Winter nutzen.

Gibt es Alternativen zur Cold Cream?

Wer nur einmal im Jahr in wirklich kalten Regionen ist und ansonsten im Winter nicht von trockener Haut betroffen ist, muss sich keine ganze Cold Cream leisten. Oft hat man schon eine sehr reichhaltige Creme daheim. Gut eignen sich Cremes mit hohem Fettanteil und Wachsen. Alternativ teilt man sich einfach eine Cold Cream mit dem:r Partner:in oder der Urlaubsbegleitung.

DIY-Bastler können sie sich aber selbst nach Galeons Rezptur zusammen mischen. Wir haben uns ein Basic-Rezept geschnappt. Dafür brauchst du:

  • 3g Bienenwachs oder veganes Wachs wie Candelillawachs
  • 3g Sheabutter
  • 24 ml reichhaltiges Öl wie Mandelöl, Traubenkernöl oder Avocadoöl
  • 20 ml Rosenwasser oder ein anderes Hydrolat wie Kamille

Schmelze zuerst Wachs und Öl zusammen, gib danach die Sheabutter zu. Erwärme das Hydrolat und gebe es dann hinzu. Wer mag kann nun noch einen Spritzer Parfüm beigeben. Dann kann es in deine Creme-Form gegossen werden. Fertig.

Fazit: Die Cold Cream ist im Winter ein Beauty-Basic!

Und das nicht nur für Menschen mit trockener, zarter oder sensibler Haut, sondern für alle. Ob du dir als Schutzschild eine Cold Cream holst oder zu einer anderen dicken Creme greifst, ist dir dabei komplett selbst überlassen. Hauptsache sie kämpft nicht allein gegen die Minusgrade.

Du willst noch mehr über die perfekte Gesichtspflege-Routine wissen oder welche Vitamine im Winter wichtig für deine Haare sind? Dann lies hier.