Ab 25 heißt es: Erste Anti Aging Maßnahmen ergreifen. Zumindest sagt das die Beauty-Industrie. Der beste Weg ist die Nutzung von täglichem Sunblocker, denn Sonne ist Grund Numero Uno für Fältchen, Pigmentstörungen und trockene Haut. Doch wer will sich schon täglich mit chemischen Filtern einschmieren?

Eben. Wir stellen dir deshalb die besten Naturkosmetiksonnencremes ohne Nanopartikel vor.

Warum Naturkosmetik Sonnencremes?

In herkömmlichen Sonnencremes gibt es zwei Probleme: Chemische Filter, die hormonell wirken können und Nanopartikel. Chemische Filter sind nicht grundsätzlich schlecht, viele wirken allerdings hormonell wie zum Beispiel Octocrylen. Und noch mehr hormonelles Chaos braucht man ja nun wirklich nicht, von Langzeitfolgen mal abgesehen.

Nanopartikel per se sind nicht schlecht:So lange Nanopartikel auf der Haut bleiben, sind sie ungefährlich. Sobald sie in unseren Körper gelangen, können sie Schaden anrichten. Und genau da liegt das Problem, denn obwohl gesunde Haut die Miniteilchen abwehren kann, sorgen schon kleinste Verletzungen und Wunden dafür, dass die Nanopartikel eindringen können. Dort werden sie angelagert, ähnlich wie bei Mikroplastik aus Kosmetika.

Die Folgen sind noch nicht absehbar, denn sie Forschung auf diesem Gebiet ist noch nicht abgeschlossen. Zarte Haut ist aber besonders gefährdet. Bei Babys und Verletzungen sollten also niemals Nanopartikel genutzt werden.

Tipp: Nanopartikel erkennst du immer klar an den Inhaltsstoffen, denn sie sind mit NANO gekennzeichnet.

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Mineralische Filter werden nicht nur von „Öko“-Kosmetik genutzt.(Photo: imago images / Westend61)

Good News: Es gibt Alternativen zu chemischen Filtern!

Die Antwort sind mineralische Filter. Sie bestehen aus Titanium Dioxid oder Zink Oxid und reflektieren die UV-Strahlen. Sie sind nachgewiesen verträglich, nicht allergen und haben keine Nebenwirkungen. Auch für sensible Babyhaut, sind sie geeignet. Allerdings können auch mineralische Filter in Form von Nanopartikeln in Sonnencremes verwendet werden. Hier schützt auch kein Naturkosmetiksiegel, sondern nur der Blick auf die Inhaltsstoffe.

Warum also nutzen nicht alle Sonnencremes mineralische Sonnenfilter? Weil sie nicht ganz so nutzerfreundlich sind. Denn die Teilchen in mineralischen Filtern sind viel größer als Nanopartikel und somit optisch sichtbar und neigen zum Weißeln, also einem weißen Film auf der Haut.

Preiswerte Naturkosmetik Sonnencremes haben deshalb den typischen Weißel-Effekt. Für Kinder sind diese sehr gut geeignet. Wer nicht wie ein Schneemann durch die braun gebrannten Körper am Ostseestrand laufen möchte, der kann zu etwas hochklassigeren Naturkosmetik Sonnencremes greifen, die kaum bis gar nicht weißeln und sich gut verteilen lassen.

Sind Naturkosmetik Sonnencremes Korallenfreundlich?

Doch gesundheitlich unbedenklich reicht nicht aus, denn wer auch in 20 Jahren noch auf Bali mit Mantarochen tauchen und die Korallen bewundern will, der sollte auch noch auf einen zweiten Punkt achten: Zerstört meine Sonnencreme Korallenriffs?

Nein, wir sind keine kleinen Hypochonder. Es ist nachgewiesen, dass bestimmte Inhaltsstoffe in Sonnencremes tödlich für die natürliche Korallenfauna ist. Auf Hawaii sind die schädlichsten Inhaltsstoffe: Octybenzone und Octonoxate sogar deshalb verboten.

Wer Naturkosmetik Sonnencremes benutzt, ist auf der sicheren Seite, denn sowohl Titanium Oxide, als auch Zink Oxid haben keinen negativen Einfluss auf die Korallen.

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Mit mineralischer Sonnencreme schützt du auch die Korallenwelt.

Die besten Naturkosmetik Sonnencremes

Naturkosmetik Sonnencreme ist also nicht nur gut für deine Haut und Gesundheit, sondern auch für die Unterwasserwelt. Um den Weißel-Effekt zu umgehen, solltest du die Sonnencreme vor dem Kauf einfach einmal auf der Hand probieren und schauen, wie sie sich verteilen lässt und ob sie einen noch akzeptablen Film hinterlässt.

Diese Naturkosmetik Sonnencremes können wir empfehlen:

  • Eco Cosmetics hat sich auf mineralische Sonnencremes spezialisiert und bietet eine riesige Auswahl für Winter- und Sommersonne von LSF 20 bis 50. Darunter auch Linien für sensible Haut und getönte Tagescremes. Sie sind in allen Biomärkten erhältlich und kosten zwischen 12 und 30 €.
  • Biosolis bietet ebenfalls viele verschiedene Sonnencremes zwischen LSF 15 und 50 an und liegt preislich bei 15 bis 23 €. Die Cremes sind etwas dicker als bei herkömmlichen Lotions, aber weißeln nicht, wenn man sie gut verteilt. Du kannst sie in den meisten Bio-Läden finden.
  • DadoSens ist auf sensitive Kosmetik spezialisiert und hat Sonnencremes von LSF 20 bis 50 im Angebot. Mit Preisen zwischen 18 und 20 € liegen die natürlichen Sonnenblocker in der Mittelklasse.
  • Annemarie Börlind gehört zu den alteingesessenen Marken in der Naturkosmetik und bietet Cremes von LSF 20 bis von ab 18 € an.
  • I+m ist ein junges Berliner Naturkosmetik-Unternehmen. Endlich haben sie auch eine Sonnencreme mit LSF 30 im Sortiment und das kann sich sehen lassen, denn von einem Weißfilm ist keine Spur. Die Cremes mit LSF 30 gibt es ab 13 €.
  • Madára gehört zu den Luxusmarken in der Naturkosmetik, dafür weiß man, dass Qualität dahinter steckt. Von LSF 15 bis 30 gibt es die Sonnencremes ab 22 €. 
  • Ringana Fresh Sunscreen LSF 20 arbeitet mit Zinkoxid und ist online erhältlich ab 39 €.

Fazit: Sommer, Sonne, Sonnenschein können kommen

Wie du siehst, hat gute Naturkosmetik Sonnencreme ein kleines Manko: Sie ist etwas teurer. Dafür belastet sie die Umwelt nicht und schützt dich sicher vor UV-Strahlen. Wer es sich leisten kann, der sollte das also auch tun,

Weitere tolle Tipps zu Naturkosmetik Make-Up oder tierversuchsfreier Kosmetik haben wir hier für dich. Achte bei Marken immer auf Siegel, denn viele Marken versuchen auf den grünen Zug aufzuspringen, sind dabei aber das beste Beispiel für Greenwashing. Übrigens sind Selbstbräuner keine gute Alternative zum Sonnenbanden wie Ökotest jetzt gezeigt hat.