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Tiny Habits: Warum du nach der Toilette immer ein Glas Wasser trinken solltest

Willst du mehr Wasser trinken oder hast du andere gute Vorsätze, aber die Umsetzung fällt dir schwer? Dann probier’s doch mal mit Tiny Habits. Wir verraten dir, wie es geht.

Nimmst du dir auch vor, mehr Wasser zu trinken? Oder würdest du gern mehr Sport in deinen Alltag integrieren? Gute Vorsätze sind super – nur leider scheitern sie oft an der Umsetzung. Tiny Habits können dir dabei helfen, dein Verhalten nachhaltig zu ändern. Entwickelt hat die Methode der Verhaltensforscher B. J. Fogg. Wie das Prinzip funktioniert und warum du nach der Toilette ein Glas Wasser trinken solltest, erfährst du im Artikel.

Wie du mit Tiny Habits Gewohnheiten ändern kannst

Wir alle wollen uns ständig verbessern: Mehr Sport, mehr Gemüse, mehr Achtsamkeit. Doch allzu oft scheitern wir an unseren guten Vorsätzen. Das ist völlig normal. Denn nachhaltige Gewohnheiten zu entwickeln, ist gar nicht so einfach. Unser Gehirn macht es sich zu gern bequem. Das bedeutet: Wir fallen in alte Muster zurück. Nach Schema F zu verfahren ist nämlich viel leichter, als neue Routinen zu entwickeln.

Tiny Habits sollen helfen, neue Gewohnheiten zu etablieren. Was das konkret bedeutet? Du integrierst Mini-Schritte in deinen Alltag, die mit einer bestimmten Tätigkeit verknüpft sind. Auf Dauer soll diese Verknüpfung zur Angewohnheit werden.

Wie funktioniert die Tiny-Habits-Methode?

In dem Buch Die Tiny Habits Methode: Kleine Gewohnheiten, große Wirkung🛒 hat der Verhaltensforscher B. J. Fogg von der Stanford University in Kalifornien seine Strategie festgehalten. Er ist der Ansicht, Gewohnheiten lassen sich leichter manifestieren, wenn man in kleinen Schritten, also Tiny Habits, vorgeht. Seine Theorie basiert auf einem Wenn-Dann-Prinzip: Immer, wenn eine bestimmte Aktion ausgeführt wird, dann folgt eine bestimmte andere Tätigkeit.

Warum du nach der Toilette ein Glas Wasser trinken solltest

Vielleicht ist es dein Vorsatz, mehr Wasser zu trinken. Am besten 2 Liter pro Tag. Ganz schön ambitioniert für jemanden, der es normalerweise auf gerade mal einen halben Liter Flüssigkeit bringt. Einfacher wäre es also, dir vorzunehmen, mehrmals am Tag ein Glas Wasser zu trinken. Diese Tiny Habit verbindest du mit einer bestimmten Tätigkeit, beispielsweise zur Toilette gehen.

Dein Ziel lautet also nicht: Ab sofort trinke ich jeden Tag 2 Liter Wasser. Sondern: Jedes Mal, wenn ich zur Toilette gehe, trinke ich danach ein Glas Wasser. Mit der Zeit wird dein Gehirn beide Aktivitäten miteinander verknüpfen – es entsteht eine Gewohnheit.

Der Vorteil im Vergleich zu anderen Strategien: Es braucht nur wenig Zeit und Aufwand, um langfristig neue Gewohnheiten in unserem Alltag zu etablieren. Noch dazu wirken Tiny Habits wie „Ich trinke ein Glas Wasser“ motivierender, als groß formulierte Ziele wie: „Ich trinke jeden Tag 2 Liter Wasser.“

4 weitere Gewohnheiten, die dir zu einem gesünderen Leben verhelfen

Wie du im Beispiel mit dem Wasser trinken gesehen hast, ist das Prinzip total einfach anzuwenden. Du willst die Tiny-Habits-Methode selbst ausprobieren und dir so ein gesünderes Verhalten aneignen? Du kannst direkt loslegen! Hier sind 4 weitere kleine Gewohnheiten, die dir helfen, deinen Alltag gesünder, achtsamer und sportlicher zu gestalten:

  • Immer, wenn du die Kaffeemaschine angemacht hast, machst du 10 Minuten Yoga.
  • Wenn du mit dem Mittagessen fertig bist, gehst du 20 Minuten spazieren.
  • Immer, wenn du von der Arbeit nach Hause kommst, isst du einen Apfel.
  • Immer, wenn du dir abends die Zähne geputzt hast, schreibst du 2 Seiten in dein Dankbarkeitstagebuch.

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