Hast du dich schon mal gefragt, warum es dir eigentlich so dreckig geht nach einer spaßigen Nacht voller Alkohol? Vor allem aber bei Bier scheinen die Wirkungen irgendwie noch viel stärker zu sein, als bei anderen Spirituosen.

Alkohol tut selten gut – am aller wenigsten am nächsten Tag. Wenn der Bierkater einsetzt, dann wissen wir alle, was das heißt: Kopf-, Glieder- und Bauchschmerzen vom Allerfeinsten. Für viele Menschen kommt zu den Bauchschmerzen auch noch ein ganz perfider Bierdurchfall hinzu. Das ist überhaupt nicht ungewöhnlich, aber wahnsinnig nervig.

Was ist Bierdurchfall überhaupt?

Bierdurchfall ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf zu viel Bier. Wie viel zu viel ist, ist von Körper zu Körper unterschiedlich. Meistens bekommst du einen Bierdurchfall am nächsten Morgen nach einer durchzechten Nacht mit. In manchen Fällen ist es aber auch möglich, nur einige Stunden nach übermäßigem Bierkonsum bereits flüssigen Stuhl zu bekommen – Dann heißt es: Raus aus dem Bett und rauf auf die Toilette. Was sind die Merkmale von Bierdurchfall im Überblick: Der Stuhlgang ist:

  • häufiger als normalerweise.
  • flüssiger als normalerweise.
  • schmerzhaft, da er Krämpfe hervorruft.
  • von kurzer Dauer. Wenn alles raus ist, ist alles raus.
  • Blähungen und Flatulenzen
  • Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Sodbrennen sind häufig und können deinen Bierkater noch verschlimmern.

Durchfall oder Bierdurchfall? Die Frage, ob dein Durchfall durch Bier kommt ist durchaus gerechtfertigt. Denn flüssiger Stuhl kann auch ganz einfach durch eine bakterielle Infektion ausgelöst werden.

Prost
Forscher der Uni Mainz haben herausgefunden, dass ein spezielles Kater Mittel tatsächlich positiven Einfluss auf den Kater hat! Credit: Foto: imago images / Westend61 /

Bierdurchfall: Das sind die Ursachen

Du hast es wahrscheinlich bereits geahnt: Der Alkohol ist für die meisten Menschen der große Übeltäter und löst den Durchfall nach übermäßigem Bierkonsum aus. Es sind zwei Hauptursachen für deinen Bierdurchfall zu erkennen. Auf der einen Seite ist es der Alkohol, auf der anderen Seite ist es die Hefe des Bieres.

Alkohol als Grund für Bierdurchfall

Alkohol löst deswegen Darmbeschwerden aus, da er – schlicht und ergreifend – ein Gift ist. Aber das ist ja wahrscheinlich nichts Neues für dich. Er wirkt somit nicht nur reizend auf dein Gehirn, sondern auch auf deine Magen- und Darmschleimhäute. Direkt nach dem Konsum von Alkohol wirkt er durchblutungsfördernd. Mit steigendem Konsum wird aber auch die Salzsäureproduktion angeregt und Verdauungsenzyme brechen sich bahn. Wenn du allzu regelmäßig zu Alkohol greifst, kann er zu Magenschleimhautentzündungen und zu Darmentzündungen führen.

Übrigens: Wenn du einen Kater hast, solltest du besonders auf dich Acht geben. Dein Körper wird dir ein gutes und feistes Katerfrühstück danken.

Bierhefe als Grund für Bierdurchfall

Das deutsche Reinheitsgebot sagt: Wasser, Hopfen, Malz und Hefe sind die einzigen Zutaten, die in ein echtes deutsches Bier hineindürfen. Doch auch alle anderen Biere brauchen Hefe, um den einmaligen Biergeschmack zu erhalten. Selbst ein alkoholfreies Bier kann somit zu dem benannten Bierdurchfall führen. Noch schlimmer ist es aber in Verbindung mit Alkohol, denn durch die alkoholische Gärung werden Gase freigesetzt, die in deinem Magen-Darm-Trakt spannen und Unruhe stiften können.

Was ist Hefe überhaupt? Hefe besteht aus winzig kleinen Lebewesen – eine Art Pilz. Dieser Pilz ist im Bier unter anderem dafür zuständig, aus dem Malzzucker Alkohol entstehen zu lassen. Doch auch ohne Alkohol ist Hefe für manche besser und manche schlechter zu vertragen. Es kommt auf die Biersorte an, welcher Pilz darin verwendet wird.

Nicht jeder Mensch bekommt also gleich schnell einen Bierdurchfall. Es kommt auf das Bier und auf deine persönliche Konstitution an.

​​​​​​​Durchfall durch Bier aktiv entgegenwirken

Du kannst einige Maßnahmen treffen, um dem Durchfall durch Bier entgegenzuwirken. Die einfachste und effizienteste Methode hierfür ist natürlich den Alkohol wegzulassen und auf alkoholfreies Bier umzusatteln. Durch die Hefe, die auch im alkoholfreien Bier vorhanden ist, kannst du aber – wie oben erklärt – trotzdem Bierdurchfall davon bekommen. Allerdings bist du von alkoholfreiem Bier nicht so so sehr gewillt „einen über den Durst“ zu trinken. Der Alkohol, der unsere Zellen austrocknet, macht uns noch viel durstiger. Und mit unserem Gehirn macht der Alkohol das den Rest. Wir werden willenlos und mit steigendem Pegel noch willenloser – und durstiger. Doch wenn du die Finger aber einfach nicht vom Bier lassen kannst, dann solltest du wenigstens diese Tipps beherzigen:

Tipp 1: Keine schwer verdaulichen Lebensmittel

Lass lieber die Finger von richtig schwer Verdaulichem, denn durch den Konsum von Bier und Alkohol wird dein Magen ohnehin schon sehr beansprucht. Sehr fetthaltiges und scharfes Essen verlangt dem Magen und dem Darm noch mehr ab.

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Wie viel Alkohol trinkst du? Foto: merla/ shutterstock /

Tipp 2: Das richtige Essen essen

Während fetthaltiges und scharfes Essen den Magen und den Darm noch mehr angreift, gibt es Lebensmittel, die genau das Gegenteil bewirken. Bestimmte Obst- und Gemüsesorten sind ideal, da sie besonders schonend für den Körper sind. Stopfe dich vor einem ausgiebigen Bierabend also lieber mit Bananen, Äpfeln, Möhren, Hafer und Reis voll – Mit diesen Lebensmitteln sind die meisten Menschen vor Bierdurchfall geschützt.

Tipp 3: Bauch- und Magenwellness

Nach einem richtig schmerzhaften Bierdurchfall solltest du dich um dich und deinen Magen kümmern. Bauchschmerzen kannst du mit einer Wärmflasche den Garaus machen, denn sie wirkt krampflösend und schmerzlindernd. Außerdem solltest du vor allem warme Getränke trinken – Vor allem Kräutertees beruhigen den Magen.

Verzweifle nicht: Bierdurchfall währt nicht ewig

Du kannst dich darauf verlassen, dass der Bierdurchfall nicht sonderlich lange anhalten wird. Nachdem sich deine Darmflora wieder eingerenkt hat, wirst du sehr schnell wieder eine normale Verdauung haben.