Bei Männern ist sie ein mal mehr, mal weniger gern gesehener, aber oft unvermeidlich: Nicht jeder, aber doch viele Morgen beginnen bei ihnen mit einem Zelt, Zipfelmütze oder wie man die Morgenlatte sonst noch nennen möchte. Das ist ganz normal und ein Zeichen dafür, dass der Mann einen funktionierenden Körper hat. Aber wie ist das eigentlich bei der Frau?

Die Morgenlatten bei Frauen gibt es tatsächlich auch . Wir erklären, was hinter dem Phänomen steckt.

Morgenlatte bei Frauen: Was passiert denn da?

Männer wachen morgens regelmäßig mit einer Erektion auf – der sogenannten Morgenlatte. Lange Zeit galt das in der Wissenschaft als ein Ausdruck dafür, dass die Harnblase der Männer gefüllt war – der Typ musste einfach auf die Toilette. Doch diese Annahme ist längst überholt. Tatsächlich haben Männer nämlich mehrere Erektionen in der Nacht. Je nachdem wie tief sie schlafen und wie viel Sauerstoff in den Organismus kommt, haben sie in der Nacht immer wieder Erektionen, die wieder abklingen. Die Morgenlatte bei Männern ist schlicht die letzte Erektion der Nacht.

Wir wissen also nun: Die Morgenlatte ist ein unbewusster und nicht unterdrückbarer Bestandteil des Schlafzyklus und muss nicht einmal bedeuten, dass der Mann einen sexy Traum hatte. Aber eine Morgenlatte bei Frauen? Wie soll das denn gehen?

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Die Klitoris ist – wie der Penis – ein Schwellkörper. Und das ist schon der ganze Zauber. (Photo: istock.com/ilbusca)

Die Morgenlatte bei Frauen entsteht im Schlaf

Ja, die Morgenlatte bei Frauen gibt es tatsächlich. Das funktioniert so: Während wir schlafen, ist unsere Vagina hellwach und arbeitet – so wie der Rest des Körpers. Während der REM-Phase, also der Phase, in der unser Hirn am aktivsten ist und wir träumen, kann der Blutfluss untenrum steigen. Unsere Klitoris ist, wie der Penis beim Mann, ein Schwellkörper – nur dass sie es nicht zu einer sichtbaren „Latte“ bringt.

Aber die Klitoris ist wesentlich größer, als man es von außen erkennen kann. Sie schwillt also genau wie der Penis an, aber eben in unserem Inneren. Während der REM-Phase wird sauerstoffreiches Blut in das Gewebe gepumpt und – genau wie bei sexueller Erregung – werden die Klitoris und die Schamlippen größer und die Vagina feucht.

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Morgenlatte bei Frauen darf gern genutzt werden

Ebenso wenig wie beim Mann hat die Morgenlatte bei Frauen irgendetwas mit „feuchten Träumen“ zu tun. Dass unsere Schamlippen anschwellen, muss nicht bedeuten, dass wir sexuell erregt sind. Dennoch spricht nichts dagegen, die – sagen wir – günstige Ausgangslage für eine Nummer am Morgen zu nutzen. Diese regt nämlich den Kreislauf an und und sorgt für einen entspannten Start in den Tag.

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