Psychologie

Wenn dein Körper diese Stresssymptome zeigt, ist es 5 vor 12

Stress ist dir nicht fremd? An sich ist das heutzutage normal. Bedenklich wird es aber, wenn deine Stresssymptome dauerhaft auftreten. Erfahre hier mehr.

Frau & Goldfisch
Stress haben wir alle. Manche Stresssymptome sind allerdings nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. (Credit: Unsplash)

Du liebst den Rausch, wenn du so richtig viel zu tun hast und alles wie am Fließband wegarbeitest? Was aber, wenn der positive Stress in negativen umkippt? Dann ist der Schreibtisch voll, dein Stresshormonlevel kurz vor dem überlaufen und dein Immunsystem ordentlich geschwächt. Um diesen Umschwung zu vermeiden, solltest du auf die Stresssymptome deines Körpers hören, um schwerwiegende gesundheitliche Folgen zu vermeiden.

Wie sich Stress auf kurze Sicht bemerkbar macht

Du bist dir nicht sicher, ob dein Stresslevel noch im grünen Bereich liegt? Immerhin haben wir alle über kurz oder lang mit stressigen Phasen in unserem Alltag zu kämpfen. Bedenklich wird’s, sobald aus der Phase eine Dauerbelastung wird, der keine ausreichende Erholungsphase zugestanden wird. Denn dann wird aus dem Versuch des Körpers, sich an das Pensum anzupassen, ein ernsthaftes, gesundheitliches Problem, welches mit einer chronischen Anspannung einhergeht.

Frau hält sich Kopf
Chronische Kopfschmerzen sind nicht selten ein Hinweis auf chronischen Stress.

Akute Auswirkungen auf den Körper sind:

Auf kurze Sicht wird dir dein Körper folgende typische, akute Reaktionen zeigen:

  1. Hautveränderungen: Akute Stresssymptome können sich durch Rötungen, Ausschläge, Ekzemen oder Schuppenflechten äußern.
  2. Herz- und Kreislaufprobleme: Kreislaufprobleme, aber auch Herzrasen sowie ein Stechen in der Brust können Anzeichen sein.
  3. Muskelzuckungen: Ein zuckendes Auge oder andere Ticks können die Überforderung des Körpers ebenfalls anzeigen.
  4. Kopfschmerzen: Ein anhaltender Kopfschmerz tritt besonders häufig bei stressgeplagten Menschen auf. Daneben sind häufig auch der Nacken und die Gelenke betroffen. 
  5. Atembeschwerden: Nicht selten sorgt der Stress dafür, dass wir das Gefühl bekommen, nicht richtig atmen zu können.
  6. Verdauungsbeschwerden: Stress greift auf unser vegetatives Nervensystem ein und kann uns Übelkeit, Durchfall oder das andere Extrem der Verstopfung sowie Magenschleimhaut- oder Dickdarmentzündungen bescheren. 
Frau surreal
Mentale Stressreaktionen offenbaren sich nicht selten mit Konzentrations- oder Schlafstörungen.

Akute Auswirkungen auf die Psyche:

Neben den körperlichen Reaktionen, werden auch mentale Reaktionen deutlich: 

  1. Konzentrationsschwierigkeiten: Nicht nur beschwert uns der Instagram-Effekt eine völlig verschobene Wahrnehmung der heutigen Welt, auch unsere Konzentration büßt ordentlich ein. Wer nebenher viel Stress hat, wird besonders Probleme mit Vergesslichkeit haben und oft unter Denkblockaden leiden.
  2. Schlafstörungen: Wer dem Stress und dem damit einhergehenden Gedankenkarussell nicht mehr entfliehen kann, wird nicht selten auch unter Einschlaf- oder Schlafstörungen leiden.
  3. Erschöpfung: Wer ständig müde und erschöpft ist, leidet vielleicht unter zu viel Stress. Wer nicht in der Lage ist, richtig abzuschalten, bei dem ist es dann 5 vor 12.
  4. Sexuelle Unlust: Stress ist der Libidokiller schlechthin. Soll Sex uns doch eigentlich von unserem Stress befreien, sind besonders stressgeplagte Menschen dann nicht mehr in der Lage, richtig abzuschalten
Frau auf Bett
Wer zusätzlich in emotionale Extreme verfällt wie Gereiztheit vs. Antriebslosigkeit, sollte schleunigst entschleunigen.

Aktute Auswirkungen auf die Gefühlswelt & das Verhalten

Natürlich gehen diese akuten Stresssymptome nicht spurlos an dir vorbei. Solltest du einige der Symptome bei dir entdeckt haben und folgende Gefühls- und Verhaltensweisen bei dir auftauchen, ist es an der Zeit, etwas zu ändern:

  • Gereiztheit, Ärger
  • Lustlosigkeit, Unzufriedenheit
  • Gefühl der Überforderung
  • Gefühl der Hilflosigkeit
  • Gefühl der Fremdbestimmtheit 
  • Rastlosigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Neigung dazu, aus Frust zu essen, Alkohol zu trinken oder bis zur Sucht zu shoppen
  • Sozialer Rückzug
Frau auf Boden
Neben Burnout und Depressionen entwickeln sich aus den akuten Stresssymptomen häufig auch Angststörungen und Panikattacken.

Die Auswirkungen von Dauerstress

Nun gilt es, die Notbremse zu ziehen. Wer sich weiterhin Stress aussetzt, wird ansonsten mit diesen dauerhaften Folgen zu rechnen haben:

  1. Burnout: Hier haben wir dir bereits gezeigt, welche Burnout Phasen man durchläuft und mit welchen Tipps du Burnout vorbeugst.
  2. Depressionen: Hier haben wir dir bereits gezeigt, wie man Depressionen im Studium umgeht.
  3. Angststörungen: Besonders Panikattacken spiegeln dann deinen Stress in körperlichen Symptomen. Wie du Panikattacken loswirst, haben wir dir hier verraten.
  4. Zwangsstörungen: Den Ofen drei Mal überprüfen wirst du vor allem dann, wenn du dem dauerhaften Stress nicht standhalten kannst.
  5. Suchterkrankungen: Aus dem Glas Wein zum Runterkommen kann sich schneller eine Alkoholsucht entwickeln, als du Riesling sagen kannst. 
  6. Essstörungen: Mit der richtigen Ernährung kannst du deinem Körper nur Gutes tun. Verhindert Stress allerdings eine gesunde Ernährung, kannst du in einen Teufelskreis geraten, aus dem du dich allein nur schwerlich befreien kannst.
Slow Down
Jeder Mensch verfügt über ein eigenes Stress-Fass, welches im besten Fall nicht überlaufen sollte. Also: Einfach mal durchatmen und kürzer treten, bevor gar nichts mehr geht.

Nur keine Panik, einfach mal runter kommen.

Jeder Mensch ist anders beschaffen. Du hast momentan eigentlich eine entspannte Phase und findest dich dennoch völlig erschöpft vor diesem Artikel wieder? Egal, wie viel du momentan leistest. Zeigt dir dein Körper anhaltend Stresssymptome, dann solltest du sie immer ernst nehmen. Nichts ist so wichtig wie deine Gesundheit. 

Also, nimm dir ausreichend Zeit für dich. Nur für dich. Auch soziale Kontakte zu pflegen, kann Stress bedeuten. Eine regelmäßige Badewanne, ein Spa-Aufenthalt, kleine Übungen zur Entschleunigung im Alltag und allgemein mehr Achtsamkeit werden Wunder bewirken. 

Aber auch Meditieren zu lernen oder einfach mal mehr Sport zu machen können dich wieder erden. Beim Sport schlägst du dann gleich zwei Klappen: Entweder betreibst du Sportarten zum Abnehmen oder aber, du pusht dein Selbstwertgefühl mit Kampfsportarten zusätzlich.