Kochen ohne Gewürze ist wie Malen ohne Farben – zumindest nach meiner Empfindung. Nichts ist immerhin schlimmer als fades Essen. Tatsächlich ist Salz sogar lebensnotwendig. Es reguliert unseren Wasserhaushalt, versorgt uns mit Nährstoffen, leitet Nervenimpulse weiter und ist wichtig für unser Herz, unsere Knochen sowie für unsere Muskeln.

Allerdings kann man es mit dem beliebten Würzmittel, welches zu Römerzeiten sogar als Bezahlmittel diente, auch übertreiben. Denn zu viel Salz kann auch negative Auswirkungen auf unseren Körper haben. Woran du merkst, dass du zu häufig zum Salzstreuer greifst, liest du hier.

Salz
Salz kommt in verschiedensten Farben und Fromen daher. Dennoch: Zu viel ist ungesund.(Photo: istock, 4kodiak)

Salz muss dem Körper zugeführt werden

Ähnlich wie Apfelessig und Ingwer hat Salz nicht nur Vor-, sondern vor allem jede Menge Nachteile. Fakt ist jedoch: Wir müssen es dem Körper extra zuführen, da er es nicht selbst bilden kann. Wie viel Salz unser Körper dann braucht, hängt zum einen vom Geschlecht und zum anderen von unserer Lebensweise ab. 

Ungefähr 1,4 Gramm Salz müssen dem Körper in jedem Fall zugeführt werden, um Verluste über beispielsweise den Urin auszugleichen. Frauen sollten nicht mehr als drei Gramm Salz am Tag essen, die Höchstmenge bei Männern beträgt gute fünf Gramm. Wer Sport treibt, viel schwitzt und dementsprechend viel trinkt, kann allerdings mehr Salz zu sich nehmen.

Salz & Rosmarin
Weder zu wenig, noch zu viel Salz sind empfehlenswert.(Photo: 5PH)

Zu viel Salz hat negative gesundheitliche Folgen

Viele nehmen allerdings mehr Salz zu sich, als ihnen überhaupt bewusst ist. Der Feind der Niere steckt nämlich nicht nur in Fertigprodukten, sondern auch in Brot, Wurst und Käse, ach, eigentlich überall drin. Das überflüssige Salz wird über die Nieren ausgeschieden, die durch den enormen Wasserverlust des Körpers zunehmend geschädigt werden. 

Dieser Wasserverlust ist es auch, der zu Gefäßverengungen führen kann, welche letztlich den Blutdruck ansteigen lassen und allgemein das Herz-Kreislauf-System belasten. Damit nicht genug, können exorbitante Mengen Salz selbst zum Tod führen und zwar in Folge einer sogenannten Osmose, die allerdings erst bei einem Salzkonsum von 10 Esslöffeln Salz am Tag ausgelöst würde. 

Was sich in den letzten Zeilen nun so dramatisch liest, sollte jedoch nicht dazu verleiten, den Salzgebrauch zu weit herunterzuschrauben. Denn auch eine zu salzarme Ernährung bringt viele Nachteile mit sich.

6 Anzeichen, dass du zu viel Salz isst

Du befürchtest nun, selbst öfter mal zu tief in den Salztopf zu greifen? Diese Anzeichen werden es dir verraten:

1. Ständiger Durst

Zwei bis drei Liter Wasser sollen wir am Tag trinken. Manchen fällt das schwer, weil sie vergessen zu trinken. Bei dir ist das anders, denn du bist ständig durstig, ganz besonders am Morgen? Das kann daran liegen, dass du zu große Mengen Salz zu dir nimmst. Immerhin entzieht das Natrium deinem Körper Wasser, was wiederum zu einer Dehydration führt. Nicht selten verspürst du dann auch Bauch- und Kopfschmerzen.

2. Ständiger Harndrang

Wer zu viel Salz isst, muss häufiger auf die Toilette. Wie eine japanische Studie zeigt, ist das vor allem bei älteren Menschen der Fall. 200 Proband:innen wurden hier gebeten, ihren Salzkonsum runterzufahren. In der Folge mussten sie nachts statt zwei Mal nur noch ein Mal auf die Toilette. Das liegt zum einen daran, dass Salz Wasser braucht, um aufgelöst zu werden und zum anderen, weil wir, wie oben erwähnt, aufgrund von zu viel Salz auch mehr trinken.

3. Ständiger Kopfschmerz

Wie bereits erläutert, verändert ein zu hoher Salzkonsum deine Gefäße. In Folge dessen können heftige Kopfschmerzen oder auch Migräne auftreten. Nicht immer braucht es demnach Schmerzmittel, um deinem Leiden entgegenzuwirken. Eine gesunde Ernährung mit einer angemessenen Salzmenge ist das A und O. Hast du es zum Beispiel schon mal mit Clean Eating probiert?

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Im Zweifel besser mal zur Sojasoße, statt zum Salzstreuer greifen.(Photo: Plateresca)

4. Ständiges Nachsalzen

Selbst im feinsten Restaurant würdest du nach dem Salzstreuer fragen? Klar, Salz hebt die Aromen deines Essens erst hervor. Doch immer mehr davon zu nehmen, überreizt deine Geschmacksnerven unnötig. Vielleicht versuchst du es stattdessen mal mit Soja-Soße als Salzersatz?

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Ungesunde Ernährung geht nicht spurlos am menschlichen Körper vorbei. Vor allem in Fast Food sind nämlich Unmengen an Salz enthalten.(Photo: imago images/Westend61)

5. Ständiger Drang nach Fertiggerichten

Bei dir muss es immer schnell gehen beim Kochen? Daher setzt du auf Fertiggerichte, Fertigsoßen und auch Fastfood verleibst du dir nicht gerade selten ein? Die Chancen, dass du zu viel Salz zu dir nimmst stehen mit diesen Voraussetzungen verdammt gut. 

Immerhin sind Fertiggerichte derart salzhaltig, um nach irgendetwas zu schmecken. Schön und gut, aber selber frisch zu kochen, könnte dein Leben um ein paar Jahre verlängern. Vielleicht dürfen es in Zukunft eher ein paar heimische Superfoods oder gesunde Snacks sein?

Was tun gegen Bläbauch?
Ein Blähbauch kann Anzeichen von zu viel Salz sein.(Photo: istock.com/ twinsterphoto)

6. Ständiger Blähbauch

Was verrät dein Bauchfett eigentlich über dich? So viel vorweg: Ein Blähbauch kann anzeigen, dass du übermäßig viel Salz im System hast. Dein Organismus weist dann einen Überschuss an Natrium auf und dein Flüssigkeitshaushalt gerät durcheinander. Die Folge? Du siehst aufgedunsen aus und fühlst dich aufgebläht. Wie man den Blähbauch wegmassieren kann, liest du hier.

Salzreduktion beginnt bereits beim Einkauf!

Achte beim nächsten Einkauf auf die Etiketten deiner Lebensmittel, hier müssen alle Nährstoffe inklusive Salzgehalt detailliert aufgelistet werden. Stelle den Salzstreuer zukünftig etwas weiter weg und versuche auch auf andere Gewürze wie Sojasoße als nur auf das geliebte Salz zu setzen. Denn zu große Mengen Salz nimmt dir dein höchstes Gut: deine Gesundheit.

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