Meine Oma ist eine Wahnsinnsköchin, keine Frage. Sie kann aus einem Pfund Zucker und 2 Eiern ein Dessert zaubern und scheint zu spüren, wann der Braten im Ofen auf die Sekunde genau fertig ist. Doch meine Oma hat auch einige komische Anwandlungen beim Kochen, die sie aus ihrer Kindheit mit in die Moderne bringt. Beispielsweise wird bei Oma immer Salz ins Wasser gemischt, egal, was gekocht wird.

„Warum tust du das?“ fragte ich Oma. „Darum“ antwortete sie. Diese Erklärung reichte mir nicht ganz aus. Ich wollte genau wissen, ob Omas Salz im Wasser einen Sinn hat. Zum Glück gab uns der Podcast 1.000 Antworten von und mit dem Physiker Thomas Vilgis Antworten

Salz im Wasser? Hier gehört es unbedingt rein & hier nicht

  • Salz in den Kaffee: Das Salz sorgt dafür, dass der Kaffeegeschmack intensiver wird.
  • Salz in den Kuchen: Das Salz sorgt dafür, dass die Süße des Kuchens nicht mehr so „banal“ süß ist, sondern das besondere Etwas bekommt. Man sollte Salziges mit Süßen vermengen und Süßes mit Salzigem vermengen. Das nennt man auch Food Pairing.
  • Salz zu den Kartoffeln: Das kochende Wasser der Kartoffeln sollte immer mit Salz versetzt werden. Das macht die Kartoffeln schneller weich.
  • Salz zu den Eiern: Theoretisch sollte das Zugeben von Salz ins Eierwasser ebenfalls dazu beitragen, dass die Eier schneller gekocht werden. So hat es jedenfalls Oma immer gemacht. Allerdings ist das nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen wohl Blödsinn. Die Eierschale ist nämlich viel zu hart, als dass das Salz einen Einfluss auf das sich darin befindende Eidotter hätte.

Noch mehr Food-Tipps?

Nur weil du überall Salz einmischen darfst, heißt das noch lange nicht, dass du auch mit Zucker leichtfertig umgehen kannst. Denn eine Zuckersucht ist verbreiteter als du vielleicht glaubst.

Unfassbar gesund sind dagegen Bitterstoffe. Die kannst du verwenden, wann und wo auch immer du willst.

Nicht nur Salz im Kaffee ist der letzte Schrei. Warum jetzt alle Zimt in ihrem Morgenkaffee streuen.