Der Bananentest auf Instagram soll genau sagen können, ob du hungrig bist oder einfach nur Appetit hast. Er soll dir dabei helfen deine Ernährungsziele einzuhalten. Gehe aber nicht unvoreingenommen auf den Bananentest ein, denn der kann auch genau das Gegenteil bewirken.

Was ist der Bananentest eigentlich?

Der Bananentest ist ein auf Social Media Plattformen immer wieder angepriesener Selbsttest, der deine Essgewohnheiten ändern soll. Es geht hierbei darum, Angewohnheiten wie das Snacken ungesunder Süßigkeiten zu erkennen und an der Wurzel auszumerzen. Das ist schwieriger getan als gesagt.

Gewohnheiten zu ändern gehört zu einem der schwierigsten Unterfangen, die der Mensch so kennt. Doch es ist möglich. wmn erklärt im Experteninterview, welche Tricks und Kniffe man anwenden kann, um schlechten Angewohnheiten zu entsagen.

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Der Bananentest: Hast du wirklich Hunger? Credit: gettyimages/ Marko Geber

Der Bananentest: So wird er angewendet

Der Bananentest erfolgt in 3 Schritten. Er beginnt mit einem aufkommenden Hungergefühl.

  1. Du möchtest etwas essen, weißt aber nicht, ob wirklicher Hunger hinter deinen Food Cravings steckt, oder ob es einfach nur Appetit ist. 
  2. Anstatt zu einer Süßigkeit oder einem ungesunden Snack zu greifen, gönnst du dir eine Banane. Wenn du nach dieser Banane noch immer Hunger auf etwas Süßes hast, dann hat dein Körper nur Appetit. Wenn du nach der Banane befriedigt bist, dann war es bloß ein kleiner Hunger. 
  3. Wenn du diesen Test immer bei einem kleinen Hunger durchführst, verspricht er, dass du deinen Körper besser kennenlernst und deinen Hunger besser einschätzen lernst. 

Probleme mit dem Bananentest

Internationale Kritiker:innen behaupten, dass der Bananentest einfach nur dazu beiträgt, die Diätkultur weiter zu befeuern und unsere Selbstzweifel zu erhöhen. Das wollen und können wir von wmn.de an dieser Stelle nicht beurteilen. Wir finden: Wer sich mit seinen Cravings auseinandersetzen möchte und verstehen lernen will, warum und wann er oder sie besonders großen Hunger bekommt, ist das das gute Recht eines jeden Menschen. 

Der Bananentest hat aber dennoch ein Problem, das ihn unbrauchbar machen kann. Der gesamte Test beruht auf der Voraussetzung, dass eine Banane direkt satt macht. Wer Hunger hat, isst eine Banane und ist dann satt. Wer Appetit hat, der isst eine Bananen und hat weiterhin Appetit. Doch stimmt das auch immer? 

Bananen
Bananen enthalten übrigens fast kein Fett! Credit: iStock, nerudol /

Warum eigentlich die Banane?

Eine Banane ist der Snack Nummer eins für viele Menschen, denn sie besteht zu bis zu 90 % aus Kohlenhydraten. Damit liefert sie direkt Energie an den Körper. Allerdings besteht die Banane auch – je nachdem wie reif sie ist – zu einem großen Teil aus Zucker. Der Reifegrad der Banane ist besonders wichtig: Wenn sie noch grün ist, ist sie voller Stärke und weniger süß. Je gelber und brauner sie wird, desto mehr Süße hat sich in Stärke verwandelt. Die Banane wird immer zuckriger. 

Das ist das große Problem des Bananentests. Zucker ist nämlich einer der großen Süchtigmacher in unseren Nahrungsmitteln. Zwar ist das Fructosezucker und kein raffinierter Zucker, doch die direkten körperlichen Auswirkungen sind ähnlich.
Zucker kann schnell abhängig machen und zu Overeatung führen.

Food Cravings sind wichtig

Eine Studie hat herausgefunden, dass Heißhungerattacken nicht nur auf „Bock auf Süßes“ hinweisen, sondern eine echte Aussage des Körpers zeigen. So steckt hinter jedem Craving ein Grund. Was dein Körper braucht, wenn du beispielsweise ein Zucker-, Salz- oder Fettcraving hast, kannst du hier nachlesen.

Fazit des Bananentests

Beim Bananentest geht es darum, seine Bedürfnisse zu erkennen und zu erfahren, wo eigentlich dein Hunger herkommt, oder ob es am Ende gar kein Hunger ist. Das ist sehr sinnvoll. Man sollte sich aber nur unbedingt auf eine Banane versteifen, da die Süße dich zum Weiteressen triggern kann. Vielleicht versuchst du es lieber mit einer Kartoffel, eine Möhre oder einer Paprika.

Welche Lebensmittel sonst noch süchtig machen? Bestimmte Käsesorten machen beispielsweise abhängig.