Wir alle kennen sie, die kleinen orangen Kugeln, die ihr eigenes Häuschen haben und immer etwas klebrig sind: Physalis. Das Obst, das vor allem bei Kindern besonders beliebt ist, hat eine Menge gesunder Eigenschaften, die auch für Erwachsene von Vorteil sind. Was die Physalis so gesund macht, erfährst du jetzt.

Physalis: So baust du die gesunde Frucht in deinen Alltag ein!

Wenn du bisher dachtest, dass sich Physalis nur als kleiner Snack für zwischendurch eignen, hast du einiges verpasst. Denn die gesunde Frucht gibt es in allen möglichen Variationen und somit Möglichkeiten, wie du sie in deine Ernährung einbauen kannst. Besonders gesund ist die Physalis roh, da sie so keinen zusätzlichen Zucker enthält. Du kannst sie aber auch getrocknet, als Marmelade oder als Chutney kaufen. Du solltest lediglich darauf achten, dass sich der zugesetzte Zucker in Grenzen hält, damit die gesunden Benefits nicht verloren gehen.

Am gesündesten ist es natürlich, wenn du deine Marmelade und Chutney selbst herstellst. So kannst du nur so viel Zucker dazugeben, wie du es möchtest und brauchst.

1. Beta-Carotin

Die Farbe der Physalis verrät es schon: Sie enthält unglaublich viel Beta-Carotin. Der Stoff, der vor allem auch in Karotten drin ist, stärkt nachweislich das Sehvermögen. Wenn du zu wenig Beta-Carotinoide zu dir nimmst, wird zu wenig Vitamin A in deinem Körper produziert und das wiederum wirkt sich negativ Augen aus. Besonders Kinder sollten genügend Vitamin A produzieren, weshalb sich Physalis als Snack für zwischendurch eignet.

Physalis
Der orange Farbstoff in der Physalis ist gut für das Sehvermögen. Foto: Yana Gayvoronskaya via Canva

2. Eiweiß

Viele Lebensmittel kann man anhand ihres Eiweiß-Gehalts in „gesund“ oder „ungesund“ einordnen. Bei Obst ist dies oft nicht besonders aussagekräftig, da kaum eine Frucht viel Eiweiß enthält. Aber aus diesem Grund ist Physalis so gesund. Denn während beispielsweise eine Birne nur 0,4 g Eiweiß enthält, kann eine Physalis immerhin mit 1,9 g auf 100 g aufwarten. Damit ist sie zwar keine Eiweißbombe, aber ein geeignetes Obst, wenn du auf deine Proteinzufuhr achtest.

3. Vitamine

So sauer wie die kleine Frucht ist, bildet man sich ein, man könne die Vitamine förmlich schmecken. Ganz abwegig ist dieser Gedanke auch nicht, denn die Physalis ist wirklich randvoll mit wertvollen Vitaminen. Neben dem bereits erwähnten Vitamin A, das neben den Augen auch gut für Magen-Darm-Trakt ist, enthält die Physalis auch Vitamin C. Dieses Vitamin schützt den Körper vor Erkältungen, indem das Immunsystem gestärkt wird.

Übrigens: Eine Physalis hat mehr als doppelt so viel Vitamin C auf 100 g als ein Apfel. Es lohnt sich also definitiv, die Frucht in deine Ernährung einzubauen.

Apfel in der Hand
An apple a day, keeps the docotr away. Oder einfach eine handvoll Physalis. Foto: Unsplash /

4. Eisen

Des Weiteren ist die Physalis ein toller Eisenlieferant. Eisen braucht der Körper für die Produktion des roten Blutfarbstoffs, die Energieversorgung und Stärkung des Immunsystems. Da der Körper Eisen nicht selbst herstellen kann, ist es wichtig über den Tag ausreichend zu sich zu nehmen. Zwar kannst du auch mit einer handvoll Physalis nicht deinen täglichen Bedarf von 10 bis 15 Milligramm erreichen, jedoch sind die kleinen Früchte ein guter Lieferant für zwischendurch.

Übrigens: Solltest du unter Eisenmangel leiden, nimm besonders viele Gojibeeren, Maracujas und Aprikosen zu dir. Solltest du diesen Mangel nicht durch deine Ernährung in den Griff bekommen, suche einen Arzt oder eine Ärztin auf!

5. Phosphor

Last but not least liefert die kleine Frucht deinem Körper auch noch eine gute Portion Phosphor. Was zunächst sehr chemisch klingt, ist ungemein wichtig für deinen Körper. Denn Phosphor wirkt sich positiv auf den Knochenbau, die Muskelfunktion und deine hormonelle Balance aus. Alles wichtige Benefits, die du mit ein paar Physalis am Tag erreichen kannst.

Bauchmuskeln
Phosphor ist gut für Muskeln und Knochen. Foto: Shutterstock/ WAYHOME studio

Fazit: Physalis ist sehr gesund, wenn sie aus Europa kommt

Eines steht fest: Physalis sind super gesund! Jedoch geht es uns auch immer darum, wie „gesund“ ein Lebensmittel für die Umwelt ist, sprich wie nachhaltig ein Produkt ist. Der größte Teil der Frucht wird in Südamerika angebaut. Damit die Frucht dann nach Deutschland kommen kann, braucht es viele Wochen und noch mehr CO₂. Wenn du also auf Nachhaltigkeit achten möchtest, solltest du lieber auf Physalis aus Südfrankreich zurückgreifen. Die schmecken genauso gut und haben einen kürzeren Transportweg. Besonders nachhaltig ist es natürlich, wenn du deine Physalis selbst anbaust. Das kannst du im Frühling an einem sonnigen Standort machen.

Dir hat der Artikel gefallen? Dann schau gerne auch mal hier vorbei!