Früher bist du mehrmals in der Woche um die Häuser gezogen, hast dir ein Bier nach dem nächsten reingekippt und heute reichen schon zwei Gläser, um am nächsten Tag todmüde zu sein? Dann geht es dir so wie vielen Menschen. Denn je älter wir werden, desto weniger Alkohol verträgt unser Körper. Mit verheerenden Folgen. wmn erklärt, welche konkreten Alkoholschäden du in welchem Alter erwarten darfst.

Alkoholschäden: Warum wir im Alter immer weniger Alkohol vertragen

Bevor wir aber die konkreten Alkoholschäden aufzählen, die bei regelmäßigem Alkoholkonsum drohen, erklären wir dir, warum unser Alter Einfluss darauf hat, wie gut wir einen Partyabend wegstecken:

  • Unsere Zellen speichern das Wasser nicht mehr so gut, wodurch der Wasseranteil im Körper sinkt. Die Folge: Die gleiche Menge Alkohol verteilt sich weniger gut auf die Körperflüssigkeit und die Alkoholkonzentration im Blut ist höher.
  • Wenn wir älter werden, altert unsere Leber mit. Und damit braucht sie länger für den Abbau von Alkohol.

Alkoholschäden in den 30ern

Ein regelmäßiger Alkoholkonsum wirkt sich vor allem in den Dreißigern das erste Mal spürbar auf unseren Körper aus, weil wir das Gift nicht mehr so gut wegstecken wie vor ein paar Jahren. Der Autor, Internist und Gastroenterologe Niket Sonpal erklärt in well and good auch. welche Alkoholschäden drohen: „Regelmäßiges Trinken führt zu Dehydrierung und mehr Entzündungen. Und diese wiederum zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen und Krankheiten. Deshalb merken Menschen in ihren Dreißigern nach einer Nacht mit Alkohol mehr Schmerzen und Kopfschmerzen. Das ist auf die Dehydrierung zurückzuführen.“

Frau Wein
Alkohol wird nicht nur auf Parties getrunken, sondern auch auf Veranstaltungen und oder abends auf der Couch. Foto: PeopleImages, i stock / PeopleImages, i stock

Alkoholschäden in den 40ern

In den Vierzigern hingegen merken viele die Alkoholschäden im Gesicht. Laut Sonpal bekommen diejenigen nämlich, die regelmäßig trinken schneller Falten als diejenigen, die das nicht tun. Und das bemerken wir vor allem in unseren Vierzigern, also in der Zeit, in der die Spannkraft unserer Haut sowieso schon nachlässt.

Übrigens: Auch Entzündungen, Flecken und Rötungen nehmen zu, wenn du regelmäßig Alkohol trinkst.

Alkoholschäden in den 50ern

In den Fünfzigern bekommen viele Menschen Schlafstörungen, weil ihr Östrogenspiegel sinkt und Alterungsprozesse in den Zellen die innere Uhr beeinflussen. Eine Entwicklung, die auch der Konsum von Alkohol befeuert: „Alkohol verstärkt auch die Schlafstörungen, die in den fünfziger Jahren und danach häufig auftreten“, weiß Dr. Sonpal. „Viele Menschen glauben, dass das Trinken von Alkohol beim Schlafen hilft, aber in Wirklichkeit verhindert es, dass wir tief schlafen. Du kannst also einschlafen, aber du wirst keinen erholsamen Schlaf bekommen. Deshalb fühlen sich Kater in diesem Alter noch schlimmer an.“

Alkoholschäden in den 60ern

In deinen 60ern drohen weitere Alkoholschäden! Denn dein Körper wird nicht mehr so gut durchblutet. Heißt: Wichtige Entgiftungsprozesse verlangsamen sich. Problematisch ist das vor allem auch deshalb, weil im Alter auch mehr Krankheiten bekommen, die wir mit Medikamenten behandeln. Dadurch muss die Leber nicht nur den Alkohol, sondern auch die Aspirin, Betablocker oder Antihistaminika abbauen. Eine Doppelbelastung! Und als wäre das nicht schon genug, kommt es auch zu unerwünschten Wechselwirkungen.

Fazit zu Alkoholschäden

Auch in den Sechzigern, Siebzigern und Achtzigern wirkt sich der Alkoholkonsum negativ auf auf den Körper aus. Denn mit steigendem Alter, erhöht sich auch das Risiko, irgendwann einmal Medikamente einzunehmen, die sich nicht gut mit Alkohol vertragen und zu unerwünschten Nebenwirkungen führen oder Koordinationsproblemen begünstigen. Insbesondere mit steigendem Alter gilt deshalb: Lieber weniger trinken als zu viel – zumindest, wenn man fit und gesund bleiben will und keine Lust auf Alkoholschäden hat.

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