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4 Ayurveda-Tipps, die dich gut durch den Herbst bringen

Ayurveda-Tipps für den Herbst stärken dein Immunsystem und beugen einem Energieverlust vor. Das musst du tun, um gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen.

Ayurveda Öl Winter
Die Verwendung von wärmendem Öl hat im Ayurveda Tradition. Foto: Getty Images/ Vanessa Nunes

Die indische Heilkunst ist schon viele tausend Jahre alt. Doch viele Ayurveda-Tipps können wir noch heute anwenden. Denn der Ayurveda lehrt den Menschen, im Einklang mit der Natur und den Jahreszeiten zu leben. Welche nützlichen Ratschläge du im Herbst befolgen solltest, um gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen, erfährst du in diesem Artikel.

Ayurveda-Tipps im Herbst: So bleibst du gesund und fit

Der Herbst ist die Zeit der Vata-Energie. Es zeichnet sich durch die Eigenschaften trocken, kalt, rau, leicht und klar aus. Um die Energien (im Ayurveda „Doshas“ genannt) im Gleichgewicht zu halten, muss das Vata gesenkt werden. Laut Ayurveda-Lehre hat Vata seinen Hauptsitz im Dickdarm und Becken. Typische Vata-Beschwerden sind daher Verdauungsprobleme, Gliederschmerz, ständig kalte Hände und Füße, ein schwaches Immunsystem, Energieverlust und Unruhe.

Ayurveda-Tipps im Herbst zielen vor allem darauf ab, den typischen Erscheinungen vorzubeugen und das Immunsystem zu stärken. Diese 4 Tipps solltest du im Herbst befolgen.

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1. Bereite dir warme Mahlzeiten zu

Es klingt simpel, ist aber besonders wirkungsvoll: Warme Mahlzeiten schenken deinem Körper buchstäblich Wärme von innen.

Ein warmes Frühstück ist nicht nur leichter verdaulich, als ein Brötchen mit Marmelade, sondern spendet dir schon morgens Energie. Wie wäre es mit einem Porridge mit gedünsteten Früchten, z. B. Apfelkompott? Ein leichtes Mittagessen aus gedünstetem Gemüse liegt nicht schwer im Magene und beugt dem Nachmittagstief vor. Eine warme Suppe am Abend füllt den Magen und sorgt für ein wohliges Gefühl im Bauch. Besonders gut geeignet ist dafür Wurzelgemüse, wie Pastinaken, da ihm eine erdende und stabilisierende Wirkung zugeschrieben wird.

Du kannst auch wärmende Gewürze verwenden, um dein Immunsystem zu stärken. Diese Lebensmittel bringen deinen Stoffwechsel auf Touren. Rohkost, trockene und kalte Lebensmittel solltest du im Herbst laut Ayurveda besser vermeiden.

Weiterlesen: 3 Gründe, warum du im Herbst mehr essen musst als sonst

Frau Badewanne
Ruhige Minuten in der Badewanne stimmen dich auf die Nacht ein. Foto: Getty Images/Von MART PRODUCTION von Pexels via canva.com

2. Achte auf eine gute Schlafhygiene

Dunkelheit und Kälte können sich auch negativ auf unser seelisches Gleichgewicht auswirken. Wenn dann noch Stress und private Probleme hinzukommen, sind schlaflose Nächte programmiert. Deshalb ist es im Herbst ganz besonders wichtig, auf eine gesunde Schlafroutine zu achten.

Ein warmes Bad stimmt dich auf die ruhigen Abenstunden ein. Nimm dir einen Moment Zeit und lege das Smartphone weg. Ein paar Zeile zu lesen, selbst Tagebuch zu schreiben oder ein paar Minuten zu meditieren, leert deinen Kopf und lässt dem Gedankenkarussell keine Chance. Noch mehr Tipps, wie du deine Schlafhygiene verbessern kannst, findest du hier.

Nice to know: Mit einer Goldenen Milch gönnst du deinem Körper einen leckeren Schlummertrunk und vermeidest, noch einmal Hunger zu bekommen.

3. Trage eine Mütze

Im Herbst sind ausgedehnte Spaziergänge am schönsten. Auf was du dabei unbedingt achten solltest: Halte deinen Kopf und deine Ohren warm, indem du eine Mütze trägst. Die im Herbst vorherrschende Vata-Energie hat eine enge Verbindung zu den Ohren und dem Gehör. Deshalb solltest du diese unbedingt vor Wind und Luftzug schützen. Außerdem gehört der Kopf im Ayurveda zu den wichtigsten Vitalbereichen. Mit einer warmen Wollmütze schützt du ihn vor Kälte.

Nice to know: Wusstest du, dass du sogar dein Workout beim spazieren gehen erledigen kannst? Hier erfährst du, wie es geht.

Beine Wassereinlagerungen
Eine anregende Massage wärmt und fördert den Lymphfluss. Foto: Getty Images / Maria Korneeva

4. Schenke dir selbst eine Massage

Wie heilend Selbstmassagen sein können, spürst du am eigenen Leib, wenn du es einmal ausprobierst. So kann eine Massage mit Öl deine Körpertemperatur beeinflussen. Öle haben im Ayurveda eine ganz besondere Bedeutung. Als besonders erwärmend gilt Mandelöl. Es versorgt deine Haut außerdem mit Feuchtigkeit und schützt sie so vor dem Austrocknen in der kalten Jahreszeit.

Trockenbürsten regt deine Durchblutung an und soll so das Immunsystem unterstützen. Wichtig: Massiere dich immer in Richtung deines Herzens. So unterstützt du den Lymphfluss, sodass Giftstoffe leichter abtransportiert werden können.

Fazit: Wandle die Ayurveda-Tipps für dich ab

Das Gute am Ayurveda: Alle Empfehlungen sind als Angebote und nicht als Vorschriften zu verstehen. Du kannst alle Ayurveda-Tipps so abwandeln, dass sie gut in deinen Alltag passen. Du magst kein Wurzelgemüse? Dann lass es weg! Hauptsache, du isst mehr Suppe als Salat. Noch mehr über die ayurvedische Ernährung erfährst du hier.