Für die einen kann es manchmal gar nicht scharf genug sein, die anderen vertragen es gar nicht. Dabei ist scharfes Essen tatsächlich bis zu einem gewissen Grad gesund! Was dir Chili, Jalapeño und Co. für Vorteile bringen können, erfährst du hier.

So gesund ist scharfes Essen wirklich

Immer wieder gibt es Kritiker:innen, die davor warnen, feurige Speisen zu sich zu nehmen. Dabei ist scharfes Essen sehr wohl gesund, wenn man ein paar Dinge beachtet, meint die Ernährungsexpertin Maren Zimmermann. Welche das sind, erklären wir gleich.

Zuerst wollen wir von ihr wissen, was ein Gericht überhaupt spicy macht. „Für die Schärfe in Chilis oder Cayennepfeffer ist unter anderem Capsaicin verantwortlich. Scharfstoffe wie dieser sind entzündungshemmend und können positiv auf den Blutdruck sowie die Durchblutung wirken„, so die Ökotrophologin. „Capsaicin kurbelt die Verdauung an, in dem es die Produktion von Speichel und Magensaft fördert und die Darmtätigkeit anregt.“

Chilischoten
Chilischoten regen durch ihre Hitze sogar die Fettverbrennung an. Foto: Unsplash /

Diese Menschen sollten mit scharfem Essen vorsichtig sein

Doch die Expertin sagt auch ganz klar: Es kommt auf die Menge an. „Wenn man scharfe Speisen nicht gewohnt ist, sollte man damit zurückhaltend sein, vor allem mit Lebensmitteln wie sehr scharfen Chilisaucen, und den Körper langsam daran gewöhnen.“ Kinder sollten ihrer Meinung komplett auf scharfes Essen verzichten.

Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte ebenfalls vorsichtig sein. Denn: „Scharfes Essen kann zu Magenschmerzen oder Durchfall führen. Eher mild würzen sollte auch, wer zu Sodbrennen neigt.“

Doch was tun, wenn trotzdem zu scharf gewürzt wurde? Laut der Expertin gibt es ein absolutes No-Go bei der Neutralisation der Schärfe. „Capsaicin ist nicht wasserlöslich. Wenn es auf der Zunge brennt, lieber zu einem Löffel Joghurt oder einem Stück Brot mit Butter greifen.

Übrigens: Wusstest du, dass scharfes Essen nicht nur gesund ist, sondern auch deinen Heißhunger stoppen kann? Nein? Dann erfahre in diesem Video mehr darüber:

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Scharf kochen: Das solltest du beachten

Da nicht jeder dieselbe Schärfe verträgt, musst du beim Kochen unbedingt aufpassen. Gerade Kinder vertragen die Schärfe oft nicht. Taste dich lieber mit deiner eignen Portion langsam an die Schärfe heran. Achte auf die Scoville-Scala beim Einkaufen von Saucen und Chilis und suche dir erstmal die milderen Optionen heraus.

Fazit: Scharfes Essen ist gesund, wenn man die Höchstdosis nicht überschreitet

Wir haben also gelernt, dass scharfes Essen durchaus gesund ist, wenn man es mit Chili & Co. nicht übertreibt. Wann die Höchstdosis erreicht ist, damit hat sich bereits 2011 das Amt für Risikobewertung (ja, das gibt es wirklich) beschäftigt. Demnach kann ein Erwachsener fünf Milligramm Capsaicin pro Kilogramm Körpergewicht bei einer Mahlzeit vertragen. Wenn du zum Beispiel 60 Kilogramm wiegst, darfst du nicht mehr als 300 Milligramm Capsaicin in einer Mahlzeit essen.

Wer übermäßig viel von dem Scharfstoff verzehrt, dem drohen laut dem BfR „ernsthafte gesundheitliche Beeinträchtigungen“. Darunter Schleimhautreizungen, Übelkeit, Erbrechen oder Bluthochdruck. Also, würzen ist okay, aber alles in Maßen!

Du willst noch mehr über scharfes Essen lesen? Hier gibt’s weiteren Input:

*Maren Zimmermann arbeitet als Ernährungsberaterin & Food-Journalistin. Hier gibt’s mehr Informationen: www.genuesslichkeiten.com