Wer vor dem Jahr 2000 geboren ist und sich derzeit auf den Straßen deutscher Metropolen umschaut, hat das Gefühl, wieder 13 zu sein. Und zwar nicht auf die gute Art. Hüftjeans, bauchfreie Tops, sogar die Juicy-Jogginghosen werden wieder gesichtet. Wir haben uns in der 2000er-Mode umgesehen und mit Erschrecken festgestellt: Da kommt noch einiges auf uns zu!

2000er Mode: Was nicht ist, kann noch werden

Es ist natürlich logisch und nur folgerichtig, dass nach dem großen Retro-Trend und dem 90er-Comeback nun die 2000er-Mode dran ist. War ja auch ’ne super Zeit: Die No Angels haben Popstars gewonnen, wir haben uns das Nokia 3210 zum Geburtstag gewünscht, Paris Hilton war unser Style-Vorbild und der Filmklassiker Girls Club – Vorsicht bissig! kam in die Kinos. Statt What’s App war Knuddels und statt Netflix dachte man kurz, Blue-ray sei jetzt der heiße Scheiß. Na ja. Nicht der einzige Irrtum, wie ein Blick auf alte Fotos und die 2000er-Mode beweist. Hüftjeans und Fischerhut sind längst zurück. Es bleibt spannend, was als nächstes kommt.

1. Absolut unnötig breite Gürtel

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Paris Hilton mit Mega-Grütel, 2006. Foto: via www.imago-images.de

An diesen Mega-Gürteln war wirklich alles unnötig. Weder waren sie dazu gut, Hosen oben zu halten, noch verliehen sie unseren Figuren auch nur ansatzweise so etwas wie eine Taille. Auch wie wir damit sitzen konnten, ist uns heute ein Rätsel. Aber sie waren ein riesen Ding in der 2000er-Mode. Hoffen wir, dass dieses Comeback ausbleibt.

2. Peinliche T-Shirt Prints

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Christina Aguilera mit T-Shirt-Aufdruck „Super Sexy Girl“, 2005. Foto: imago stock&people

„Super sexy Girl“ – ernsthaft? In der 2000er Mode waren Klamotten mit „Aussage“ ein Ding. Warum auch immer. Das Männer Shirt- Pendant dazu war übrigens die Aufschrift „Dort Mund“ mit Pfeil nach unten. Klar, wir sind ja auch das Land der Dichter und Denker.

3. Viel (!!!) zu kurze Röcke

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Den „Mean Girls“ verdankten wir unsere unangemessen kurzen Röcke in der Schule, 2004. (Foto: imago stock&people

Mean Girls (2004) ist ein absoluter Highschool-Filmklassiker und natürlich lieben wir ihn heute noch genau so sehr wie damals. Was wir aber nicht mehr lieben sind die viel zu kurzen Röcke, mit denen wir früher ernsthaft zur Schule gegangen sind (sofern uns unsere Eltern nicht aufgehalten haben). 

Dann doch lieber midi-Länge, oder? Hier findest du die schönsten Wickelröcke für den Sommer.

4. Der pseudo Punkrock-Stil

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Avril Lavigne liebten wir trotz Krawatte, 2002. Foto: PHOTOlink/Courtesy Everett Collection via www.imago-images.de

He was a skater boy, she said ’see you later, boy‚“ – keine Frage, Avril Lavigne war die Coolste! Aber sie animierte uns leider dazu, mit Krawatten und Totenkopf-Gürteln einen seltsamen pseudo Punkrock-Stil zu entwickeln, der alles andere als cool war.

5. Der seltsame Federboa-Schal

2000er-Jahre
Christina Applegate war genauso Fan dieser komischen Federdinger wie wir. Foto: Getty Images/ Donato Sardella/ Kontributor

Ist es ein Schal, eine Federboa oder übriggebliebener Christbaumschmuck? Man weiß es nicht. Aber jedes Kind 90er erinnert sich an die Zeit, als wir alle diese flauschig aussehenden, aber tatsächlich ziemlich kratzigen Schals um den Hals trugen – am liebsten mit eingearbeitet metallic-Fäden. Ein klassisches 2000er-Mode-Piece.

6. Der fragwürdige Mehrlagen-Look

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Jamie Lynn Spears, 2005. Foto: imago/UPI Photo

Ja, wo soll man da anfangen? Shirt über Top, Gürtel über Shirt, Shirt über Hose … Hilfe! So süß Britneys kleine Schwester 2005 auch war, sie sah in diesem seltsamen Mehrlagen-Look auch nicht besser aus als wir. 

Gehört der Unterhosen-Trend aus den 2000ern eigentlich auch in die Rubrik Mehrlagenlook? Entscheide selbst.

7. Block-Strähnen aus der Hölle

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Christina Aguileras Kult-Strähnen, 2002. Foto: Photo: imago stock&people

Wer wollte nicht sein wie Christina Aguilera 2002? Wir dachten, wenn wir uns ebenfalls dicke, schwarze Blocksträhnen färben lassen, sind wir genau so cool wie sie – leider nein, leider gar nicht. 

Wenn du gerade feststellst, dass du immer noch mit Blocksträhnen rumläufst, haben wir hier ein paar alternative 2000er Frisuren für dich, die wieder in sind.

8. Unnötig hässliche Kopfbedeckungen

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Lindsay Lohan mit Basecap, 2003 Foto: PHOTOlink/Courtesy Everett Collection via www.imago-images.de

Die 2000er-Mode brachte wirklich jedes Übel an Kopfbedeckungen hervor, das die Welt bisher ertragen musste. Fischerhüte á la Spice Girls natürlich, aber auch die Basecap kam in den seltsamsten Ausführungen daher: meist zu groß, bunt und mit Print. Wer sich in den letzten Jahren mal auf Festivals und Schlauchbooten umgeschaut hat, wird festgestellt haben: der Fischerhut ist längst schon wieder zurück. Sieht zwar bescheuert aus, ist aber zugegebener Maßen sehr praktisch.

9. Guess who’s back: Die Hüfthose

Britneys Outfit lenkt fast erfolgreich davon ab, wie tief ihre Hüfthose sitzt, 2001. Foto: Getty Images/ SGranitz/WireImage

Was wäre die 2000er-Mode ohne Hüfthosen mit Strasssteinchen von Pimkie gewesen? Britney Spears jedenfalls war offensichtlich Fan der tiefen Einblicke. Und was sollen wir sagen? Die Hüftjeans gehört zu den größten Trends 2022. Ob das nun eine gute Nachricht ist, lassen wir dich selbst entscheiden. 🙂

Alles kommt irgendwann wieder. Leider auch die 2000er-Mode

Hätten wir mal unsere Glitzer-Hüftjeans und Printshirts behalten, dann wären wir heute perfekt ausgestattet. Vielleicht ist es aber gar keine so schlechte Idee, die Trends der 2000er-Mode der Gen Z zu überlassen. Die macht diese Übel immerhin zum ersten Mal durch und kann behaupten, sie hätte es nicht besser gewusst.

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