Wenn uns die Füße durch die Stadt tragen, wir die schweren Hanteln in die Luft reißen oder eine Yogastunde mitmachen, rinnt uns der Schweiß herunter. Die Klamotten werden nass, unsere Stirn glänzt und unser Körper fährt auf Hochtouren. Doch: Wieso schwitzen manche beim Sport so viel, dass sie danach ihre Kleidung auswringen können, während andere nur ein paar Schweißperlen auf der Stirn haben? Hat es etwas mit unserer Fitness zu tun? wmn hat sich die Sache einmal genauer angesehen.

Warum wir beim Sport schwitzen

Wenn wir Sport treiben, produziert unser Körper Wärme. Aber damit wir innerlich nicht überhitzen, brauchen wir ein Kühlsystem. Und da kommen unsere Schweißdrüsen ins Spiel. Sie produzieren Schweiß, der über unsere Haut nach außen abgegeben wird. Während er an der frischen Luft verdunstet, entsteht ein Kühleffekt.

Interessant: Wir besitzen wirklich drei Millionen Schweißdrüsen!

Schweiß Sport
Schweiß beim Sport? Ist eine ganz normale Sache(Photo: mihailomilovanovic/ shutterstock)

Wer schwitzt beim Sport mehr? Sportler:innen oder Untrainierte?

Tatsächlich zeigen Studien, dass Sportler:innen im Gegensatz zu Couch-Potatoes bei derselben Belastung weniger Wärme produzieren. Und dementsprechend auch weniger schwitzen. Woran liegt das? Trainierte sind schon einen Schritt weiter und müssen sich bei der gleichen Belastung weniger anstrengen, wodurch weniger metabolische Prozesse stattfinden und weniger Wärme gebildet wird.

Mehr Ausdauer = Mehr Schweiß

Aber es gibt noch einen weiteren interessanten Unterschied zwischen Profis und Anfänger:innen. Denn je mehr Ausdauer ein Mensch hat, desto schneller beginnt er auch zu schwitzen. Damit reagiert der trainierte Körper auf das Training und aktiviert das Abkühlungssystem sehr viel schneller. 

Durch den regelmäßigen Sport werden die Schweißdrüsen also gleich mittrainiert. Darüber hinaus haushaltet der Körper von Sportler:innen aber auch besser. Denn beim Sport verlieren Fortgeschrittene nicht so viele wichtige Nährstoffe über den Schweiß wie Untrainierte. 

Wer also fit ist, schwitzt zwar schneller – aber nicht so viel wie diejenigen, die gerade erst mit dem Training beginnen. Bei unsportlichen Personen entstehen oftmals große Tropfen, die nicht so gut verdunsten, sondern zu Boden fallen. Bei  denjenigen, die länger dabei sind, ist der Schweiß hingegen gleichmäßig verteilt.

Unser Redaktionstipp: Über den Schweiß verliert der Körper auch Magnesium. Wie wichtig es ist, einem Magnesiummangel vorzubeugen, erfährst du hier.

Sport schwitzen
Wer trainiert ist, schwitzt gleichmäßiger(Photo: Ridofranz/ istock)

Ist Schweiß ein Indikator dafür, wie effektiv ein Training war?

Können wir an der Menge unseres Schweißes erkennen, wie effektiv ein Training ist? Ganz so einfach ist es dann leider doch nicht. Ob wir viel Schwitzen oder nicht, hängt nicht nur davon ab, ob wir uns gerade anstrengen oder nicht. Sondern auch davon, in welcher Umgebung wir uns aufhalten.                    
Es gilt: Je wärmer und feuchter die Luft ist, desto mehr schwitzen wir auch. 

Zudem ist es höchst individuell, wie stark wir schwitzen. Wir sollten uns also niemals mit anderen vergleichen, sondern nur mit uns selbst. Sorgen um die Schweißmenge müssen wir uns in der Regel auch nur dann machen, wenn wir wirklich gar nicht schwitzen oder dies übermäßig tun. 

Unser Redaktionstipp: Nach einem anstrengenden Workout wollen viele Sportler:innen ihre Elektrolyte wieder auffüllen. Doch dafür muss niemand teure Getränke kaufen. Denn hier verraten wir, wie man Elektrolyte-Drinks selber herstellen kann.

Beim Sport schwitzen: Das ist das Fazit

Sportler:innen schwitzen also wesentlich effektiver. Wenn du bei dir selbst bemerkst, dass du immer besser wirst und schneller sowie gleichmäßiger schwitzt als noch vor einigen Monaten, kannst du davon ausgehen, dass sich dein Körper dem Training besser angepasst hat.

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