Gerade jetzt während des Lockdowns, ist die Gelegenheit Yoga auszuprobieren groß. Schon 15 Minuten täglich reichen völlig aus und entspannen dich merklich! Aber was gibt es überhaupt für Yoga-Arten? Was ist Anfänger-tauglich und was eher für Fortgeschrittene? Wir klären auf!

Alle Yoga-Arten im Überblick

Es gibt unzählige Yoga-Arten. Das liegt daran, dass jeder Yoga-Meister im Laufe der Zeit eigene Übungen, Flows und Schwerpunkte setzt und damit etwas Neues schafft. Sobald er Schüler hat, die dieser Lehre folgen, ist eine neue Yoga-Variation entstanden.

Dabei kann man sich Yoga und die Variationen wie einen verzweigten Baum vorstellen. Am Anfang waren Yoga Wege, also bestimmte Ansätze, nach denen Yoga unterrichtet wurde. Darauf bauen Yoga-Arten auf, die sich in alte und neue Yoga-Stile aufzweigen. 

Wir geben dir einen Überblick über die bekanntesten Yoga-Arten, -Stile und -Wege.

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Yoga verbindet und hält gemeinsam fit!(Photo: shutterstock/Mariia Korneeva)

Yoga Art         

Beschreibung

Acro Yoga     

Ist eine Mischung aus Akrobatik und Yoga. Die Übungen werden meistens zusammen mit Partnern gemacht und erfordern Balance und Körperspannung. Viele unserer Yoga-Pärchen-Übungen sind aus dem Acro Yoga.

Anusara Yoga

Ist ein Stil aus dem Hatha-Yoga und wird langsam und präzise ausgeführt. Wichtig ist die richtige Haltung, so beugt es Verletzungen vor und ist auch für ältere Anfänger gut geeignet.

Ashtanga / Vinyasa Yoga

Ashtanga Yoga besteht aus festen Yogaflows (Vinyasas), die man perfektionieren muss, bevor man zum nächsten fortgeschrittenen Flow übergehen kann. Dabei gehen Übungen fließend ineinander über und man bleibt ständig in Bewegung.

Ashtanga ist die Grundlage vieler moderner Yoga-Stile.

Bikram Yoga

Bikram basiert auf Hatha-Yoga und wird in einem 40 Grad heißen Raum mit 40 % Luftfeuchtigkeit praktiziert. Dabei werden Bänder besonders gut gedehnt. Alle Übungen werden in einem Flow durchgeführt.

Bikram ist besonders gut zum Entgiften geeignet. 

Chakra Yoga

Chakra Yoga soll die Chakren öffnen und dafür sorgen, dass alle im Flow sind. Das wird mit einzelnen Übungen, Meditationen, aber auch äußeren Stimuli wie Düften und Farben erreicht.

Dru Yoga

Dru Yoga versucht, einen Ruhepol zu bilden, den man während der Flows finden soll. Dieser Ruhepol soll auch im normalen Leben Ruhe, Kraft und Energie spenden.

Hatha Yoga

Hatha Yoga ist eine Yoga-Art, die langsame und präzise Übungen hat. Anstatt sich in einem ständigen Flow zu bewegen, wie beim Ashtanga Yoga, verweilt man länger in den Figuren.

Deshalb ist Hatha besonders gut für Yoga-Einsteiger geeignet.

Hormon Yoga

Hormon Yoga umfasst 14 Übungen, die im Flow ausgeführt werden und gezielt Eierstöcke, Nieren und Schilddrüse stimulieren. Das soll Frauen in den Wechseljahren helfen, ihren Körper besser zu unterstützen oder auch wenn man unter PMS leidet. 

Hot Yoga

Hot Yoga hat keine vorgeschriebenen Folgen, sondern beschreibt nur, dass es an einem warmen Ort (40 Grad) durchgeführt wird. Es kann zum Beispiel Hot Hatha Yoga sein oder Hot Yin Yoga.

Iyengar Yoga

Ist ein Teil des Ashtanga Yogas, allerdings werden Übungen langsamer und mit Hilfsmitteln ausgeführt. Der Yoga-Stil verzichtet auf den spirituellen Apsekt und widmet sich ganz der korrekten Haltung und Atmung während der Übungen.

Kriya Yoga

Kriya Yoga ist sehr spirituell und eine Kombination aus verschiedenen Asanas, Atemtechniken und Meditation

Kundalin Yoga

Diese Yoga-Art ist sehr spirituell und konzentriert sich auf die Öffnung der Chakren. Ziel ist, die eigene spirituelle Kraft zu wecken. Kundalin Yoga arbeitet auch viel mit Mantren und ist eher langsam und präzise.

Lach Yoga

Diese neue Form des Yoga verbindet Lach-Übungen mit bekannten Asanas und soll besonders entspannen und Stress abbauen. Es werden auch kleine Theaterübungen eingebaut.

Nidra Yoga

Nidra ist der höchste Bewusstseinszustand im Yoga. Im Nidra Yoga soll völlige Entspannung des Körpers hergestellt werden, während der Geist wach bleibt. Es werden also viele Entspannungs- und Meditationsübungen durchgeführt. Jede Nidra-Stunde geht nur 30 Minuten und soll so effektiv sein wie 2 Stunden Schlaf.

Stand-up Paddle Yoga

Hier werden die Yoga-Übungen auf einem Stand-up Paddleboard durchgeführt. Nichts für Einsteiger, denn besondere Balance ist gefragt. Ins Wasser fallen ist Teil der Übung und eine tolle Erfrischung.

Jivamukti Yoga

Basiert auf dem Ashtanga Yoga und kombiniert sehr schnelle Flows mit tänzerischen Elementen, Gesängen und Musik. Da die Übungen sehr schnell ausgeführt werden, ist diese Yoga-Art nur etwas für Fortgeschrittene oder fitte Leute.

Luna Yoga

Richtet sich speziell an Frauen und soll die Körpermitte, also das Becken stärken. Zudem soll es Blockaden lösen und die Sexualität erwecken. Besonders ist es, den eigenen Körper bewusst zu spüren und wahrzunehmen.

Power-Yoga/ Yogilates

Diese moderne Form kombiniert Pilates-Übungen mit Yoga-Elementen. Diese werden oft sehr schnell ausgeführt, um die Ausdauer zu fördern.

Tao Yoga

Dieser Yoga-Stil kommt aus dem Taoismus und hat auch Einflüsse aus dem Qigong. Es werden schnelle und präzise Übungsserien durchgeführt, abgelöst von Meditationen.

TriYoga

TriYoga wird auch Flowyoga genannt und wird in einem Fluss ausgeführt. Dabei ist auch die Position der Hände und Finger wichtig, um die Energien fließen zu lassen.

Viniyoga

Ist therapeutisches Yoga und wird speziell auf den Yogi angepasst. Die Übungen sollen Beschwerden lindern und Heilungsprozesse anstoßen.

Yesudian Yoga

Yesudian Yoga besteht aus einzelnen Elementen der Versenkung, Vorträgen, Atemübungen, Übungen, umgekehrten Übungen, Meditation und Entspannung. 

Yin Yoga

Im Yin Yoga werden Hatha-Übungen bis zu zehn Minuten lang gehalten. Deshalb sind viele Übungen darin sitzend oder liegend.

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Yoga hat viel mit Konzentration zu tun.(Photo: fizkes)

War die richtige Yoga-Art für dich dabei?

Wir hoffen, du bist jetzt nicht verwirrter als vorher und konntest dir vielleicht zwei oder drei interessante Yoga-Arten ankreuzen, die du einmal ausprobieren möchtest. Yoga ist übrigens auch für Schwangere gut geeignet.

Wir haben die 30-Tage-Yoga-Challenge gemacht. Was dabei raus kam, erfährst du hier.

Wir empfehlen dir, vorher mal in die speziellen Online-Yoga Kurse reinzuschnuppern, bevor du im nächsten Gym einen Monatskurs buchst. Die besten Anfängerübungen für Pärchenyoga oder Hatha Yoga gibt es hier. Wenn du dich sexuell neu entdecken willst, dann empfehlen wir dir Yoni Yoga

Hast du schonmal Bier-Yoga ausprobiert? Nein? Dann wird’s höchste Zeit!

Unsere Redakteure haben sich im Bieryoga versucht, warum du das auch tun solltest, erfährst du im Video.