Rund 25% aller Frauen leiden am Prämenstruellen Syndrom, kurz: PMS. Viele greifen in diesem Fall zu Schmerztabletten und anderen Chemiekeulen um ihr PMS zu lindern. Auf Dauer ist das allerdings nicht gut für den Körper. Aus diesem Grund haben wir dir 5 Hausmittel zusammengestellt, die die Tage vor den Tagen erträglicher machen.

Was ist überhaupt PMS?

PMS oder auch das Prämenstruelle Syndrom ist ein Phänomen, das etwa 2 Wochen bis wenige Tage vor der Regelblutung auftaucht. Laut frauenärzte-im-netz leiden etwa 75% aller Frauen unter den ungeliebten Symptomen wie Übelkeit, Stimmungsschwankungen oder Kopfschmerzen. Davon haben etwa zwei bis fünf Prozent so schwere Symptome, dass ihre Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist. Auch wenn die Ursachen nicht vollständig geklärt sind, musst du PMS nicht einfach über dich ergehen lassen: Wir schaffen Abhilfe!

Frau Magenschmerzen Bett
Bauchschmerzen und Übelkeit bestimmen bei vielen Frauen regelmäßig den Alltag.(Photo: goffkein.pro/Shutterstock)

1. Vitamin B6

Um deine PMS-Symptome zu lindern, solltest du auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung achten. Besonders Lebensmittel mit einem hohen Vitamin B-Gehalt sollen sich Studien zufolge positiv auf Körper und Geist auswirken. Aber warum ist das so? Unser Körper benötigt Vitamin B, um Serotonin herzustellen. 

Da Vitamin B nicht vom Körper gespeichert werden kann, ist eine tägliche Aufnahme dringend erforderlich, um Serotonin, das “Glückshormon”, herzustellen. Zu den Lebensmitteln, die für ihren hohen Vitamin B-Anteil bekannt sind, zählen: Wildreis, grünes Blattgemüse, Nüsse, Samen, Haferflocken  und Fisch. Wenn du dich also in der Zeit vor deinen Tagen traurig und abgeschlagen fühlst, solltest du vielleicht mal ein neues Rezept mit diesen Zutaten ausprobieren

2. Mönchspfeffer

Unser zweites Hausmittelchen soll besonders gut gegen jegliche Art von Schmerzen helfen. Egal, ob Brust-, Bauch-, Rücken-, oder Kopfschmerzen: Mönchspfeffer könnte der Weg zur Besserung sein. Mönchspfeffer greift regulierend und natürlich in den Hormonhaushalt ein, was zur Folge hat, dass Hormonschwankungen abgeschwächt und somit unsere PMS-Symptome gelindert werden. 

Auch wenn es bisher kaum repräsentative Studien über die Wirkung von Mönchspfeffer gibt, schwören viele Frauen seit Jahren auf die Einnahme dieser Pflanze während und vor der Regelblutung. Erhältlich ist Mönchspfeffer in Kapsel-, Tabletten- und Pulverform.

Du bist auf der Suche nach Mönchspfeffer? Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Mönchspfeffer-Kapseln bekommst du hier.

Frauenärztin Dr. med. Cornelia Hösemann im Interview

wmn konnte ein schriftliches Interview mit der Frauenärztin Dr. med. Cornelia Hösemann, Mitglied im Vorstand des Berufsverbandes der Frauenärzte ergattern. Sie erklärt euch alles zum Thema Mönchspfeffer! (Anm. d. R.: Die Hervorhebungen sind durch wmn erfolgt.)

wmn: Gibt es wissenschaftliche Belege dafür, dass Mönchspfeffer bei PMS hilft?

Frau Dr. Hösemann: Nein, es gibt keine wissenschaftlichen Belege, und die Wirkung von Mönchspfeffer ist auch nicht zuverlässig.

Außerdem würde man Mönchspfeffer vor allem bei der depressiven Verstimmung, schmerzhafter Brust, Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen verwenden. Wenn eine verstärkte Gereiztheit im Vordergrund steht, ist Mönchspfeffer meistens nicht erfolgversprechend.

wmn: Aus Ihrer Erfahrung: Greifen viele Frauen zu diesem Naturheilmittel?

Frau Dr. Hösemann: Ich empfehle es manchmal Patientinnen, die ausdrücklich nach pflanzlichen Präparaten fragen. Aber die Empfehlungs- und Verkaufszahlen der Apotheken sind mir nicht bekannt.

wmn: Gibt es Nebenwirkungen, die die Einnahme von Mönchspfeffer mit sich bringt?

Frau Dr. Hösemann: Mönchspfeffer greift in die hormonellen Regelkreise ein.  Außerdem können Zyklusunregelmäßigkeiten auftreten, Akne, Unverträglichkeitsreaktionen, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Probleme.

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Deine PMS-Beschwerden belasten dich jedes Mal aufs neue. Versuche dich zu entspannen und nimm dir eine Auszeit.(Photo: getty/Delmaine Donson)

wmn: Worauf schwören sie als Ärztin bei Mitteln gegen PMS wenn es nicht die „Chemie-Keule“ sein soll?

Frau Dr. Hösemann: Das Wichtigste ist beim PMS, dass die Frauen überhaupt selbst einen Zusammenhang mit der Menstruation herstellen(…). Wenn die Frauen diese Phasen selbst einordnen können, hilft das sehr, weil dann klar ist, dass sie auch bald – nämlich mit dem Beginn der Menstruation selbst – wieder aufhören wird. 

PMS ist im Übrigen auch eine Frage der Einstellung zu sich selbst, aber manchmal ist es ein weiter Weg bis zu dieser Erkenntnis.

Hilfreich sind möglichst viel Schlaf, viel Bewegung, den Konsum von Alkohol, Kaffee und Schokolade begrenzen, möglichst Sport treiben, soweit frau sich dazu aufraffen kann, weil durch Sport Endorphine, also Glückshormone, freigesetzt werden.

Frau Dr. Hösemanns Tipp: „Nicht auf die Waage steigen“

Nicht auf die Waage steigen, um sich nicht über die Gewichtszunahme zu ärgern, die am Ende des Zyklus nur eine Folge von Wassereinlagerungen ist und nach Beginn der Menstruation wieder verschwindet.

Bei der Ernährung ist es empfehlenswert, sich fett- und salzarm zu ernähren, Ingwer als Gewürz und als Tee zu verwenden und die Frau kann auch in dieser Zeit verstärkt Sojaprodukte in ihrer Ernährung verwenden, weil Soja pflanzliche Östrogene enthält.

Weiter sind empfehlenswert: Entspannung, Wellness und warme Bäder, Spaziergänge, Mediation, Stressabbau. Wichtig ist es, den Partner mit einzubeziehen, denn der bekommt die Veränderung in Stimmung und Befinden sowieso mit.

Ingwer
Die scharfe Knolle ist ein echter Alleskönner!(Photo: shutterstock.com/Dani Vincek)

3. Ingwer

Dass Ingwer eine absolute Vitaminbombe und Fitmacher ist, ist schon lange bekannt. Neueste Forschungen beweisen nun aber auch: Ingwer kann das Prämenstruelle Syndrom lindern. Wer schon einmal einen Ingwer-Shot getrunken hat, weiß um die wärmende Wirkung der gelben Knolle. 

Diese mag im ersten Moment unangenehm sein, hilft dem Körper aber, sich zu entspannen. Zum Anderen enthält eine Ingwerknolle Scharfmacher, die etwaige Entzündungen und Schmerzen im Körper hemmen soll. Wie ihr den Ingwer zu euch nehmt, ist ganz euch überlassen. Ob aufgebrüht als Tee oder klein gehexelt im Smoothie: die Knolle wird euch mit Sicherheit umhauen.

4. Wasser trinken

Klingt so easy, ist aber essentiell, um ungeliebten PMS-Symptomen vorzubeugen. Eine ausreichende Wasseraufnahme hält uns nicht nur fit und wach, sondern versorgt uns auch mit jeder Menge Magnesium. Da auch Magnesium von unserem Körper nicht eigenständig produziert werden kann, ist es wichtig, dass wir ihm dabei helfen! Eine tägliche Wasseraufnahme von 2-3 Litern ist optimal. Also Mädels, egal ob im Büro, im Homeoffice oder unterwegs: immer eine große Wasserflasche dabei haben!

Psst: Dir fällt es schwer jeden Tag genügend Wasser zu trinken? Hier geben wir dir unsere besten Tipps, wie du es schaffst.

Apfelessig
Dass Apfelessig ein echtes Wundermittel ist, ist lange bekannt. Jetzt soll er auch PMS lindern können…(Photo: Gayvoronskaya_Yana/ shutterstock)

5. Apfelessig

Viele schreckt der Gedanke Essig einzunehmen erstmal ab. Aber vielleicht sollte man diese Einstellung nochmal überdenken, wenn man von all den Vorteilen des Apfelessigs hört. Dass sich Apfelessig beispielsweise positiv auf den Blutzuckerspiegel und Fettabbau auswirkt, haben wir euch schon in unserem Artikel über Apfelessig erzählt. 

Allerdings kann Apfelessig auch PMS-Beschwerden lindern! Wie das? Er hilft den pH-Wert des Körpers zu neutralisieren und somit Blähungen, Krämpfe und Kopfschmerzen zu bekämpfen. Empfohlen wird, 1 EL des Essigs in ein Glas Wasser rühren und am besten gleich nach dem Aufstehen trinken. Los gehts: Überwindet euch und gebt diesem Wundermittel eine Chance!

Fazit: Du kannst PMS leichter lindern als gedacht, mit Sachen, die du schon zuhause hast.

PMS wird uns nie ganz erspart bleiben, aber um diese Zeit des Monats angenehmer zu gestalten, hast du jetzt ein paar Hausmittel an der Hand, die dein PMS lindern können!

Du willst nicht mehr von PMS oder deinen Tagen überrascht werden? Hier zeigen wir dir die besten Zyklus-Tracker!

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