Du kommst gerade vom Sport oder hast einen heißen Tag am Strand verbracht und deine Kleidung riecht muffig nach Schweiß? Die meisten Menschen empfinden diesen Geruch als unangenehm und wollen ihn schnell wieder loswerden. Allerdings ist das oftmals gar nicht so einfach. Wir geben dir drei Tipps und stellen dir ein Hausmittel vor, wie du Schweißgeruch schnell wieder aus der Kleidung bekommst.

Schweißgeruch in Kleidung: So entsteht Schweiß

Schweißproduktion und Schweißgeruch sind sehr individuelle Dinge und hängen von vielen Faktoren ab. Grundsätzlich geben Millionen von Schweißdrüsen, die wir unter der Haut tragen, eine wasserähnliche Flüssigkeit ab. Diese Flüssigkeit riecht zunächst nach gar nichts. Der Geruch, den wir als unangenehm empfinden, entsteht erst, wenn man sich nicht direkt duscht oder die Kleidung wechselt, denn dann machen sich Bakterien breit und zersetzen die Flüssigkeit in Säuren wie Ameisen- und Buttersäure.

Übrigens: Babys und Kinder riechen nie nach Schweiß, da sich die Produktion der Schweißdrüsen erst in der Pubertät einschaltet. Dann sind die hormonellen Schwankungen oft so stark, dass sogar die eigentlich neutrale Flüssigkeit schon unangenehm riecht. Wir wissen alle noch, wie 16-Jährige riechen …

Schweißgeruch Kleidung schwitzen Frau
Schweiß ist wichtig, um den Körper abzukühlen. Foto: gettyimage/ Hans Neleman

So wäschst du schwitzige Kleidung richtig

Viele kennen das Problem, dass selbst nach dem Waschen durchgeschwitzte Kleidung noch einen Schweißgeruch hat. Wie du dies verhinderst und deine Kleidung wieder frisch bekommst, erfährst du jetzt.

1. Kleidung schonend waschen

Schweißgeruch nistet sich besonders in Sportkleidung ein. Diese besteht nur noch selten aus Baumwolle, sondern fast immer aus atmungsaktiven Materialien wie Polyester. Diese Kunstfasern müssen schonend behandelt werden, weshalb du dir genau das Pflegeetikett anschauen solltest. Grundsätzlich solltest du deine schwitzige Kleidung nicht heißer als 40 Grad waschen und nicht mehr als 800 Umdrehungen einstellen. Des Weiteren solltest du Kunstfaser-Kleidung und Baumwoll-Kleidung nicht zusammen waschen, da sich Baumwollfasern lösen und die Atmungsaktivität der Sportkleidung beeinflussen können.

2. Kleidung regelmäßig waschen

Oft hat man das Gefühl, dass verschwitzte Kleidung ihren Schweißgeruch selbst nach dem Waschen nicht wirklich verliert. Das kann daran liegen, dass du deine verschwitzten Klamotten zu lange nicht gewaschen hast und sich deshalb die Bakterien festgesetzt haben. Um das zu verhindern, solltest du deine Kleidung nach jeder schweißtreibenden Benutzung mindestens auslüften oder trockenen, im besten Fall aber sogar waschen. So nistet sich der beißende Geruch gar nicht erst in die Fasern ein.

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Du solltest deine verschwitze Wäsche regelmäßig waschen, um Schweißgeruch vorzubeugen. Foto: getty images/ SimonSkafar

3. Kleidung richtig waschen

Sportwaschmittel, Vollwaschmittel, Weichspüler – es gibt unzählige Möglichkeiten seine Wäsche zu waschen. Am besten eignet sich für verschwitzte Sportkleidung ein ganz normales Colorwaschmittel. Ein spezielle Sportwaschmittel ist nicht nötig, da dies keine besonderen Eigenschaften mit sich bringt. Verschwitzte Alltagskleidung kannst du auch ganz normal waschen.

Um stark verschwitzte Kleidung wie duftend und frisch zu bekommen, kannst du zu einem allseits bekannten Hausmittel greifen. Es handelt sich um den gute, alten Speiseessig. Dieser desinfiziert und neutralisiert den Schweißgeruch in der Kleidung. Keine Angst, die Klamotten riechen danach auch nicht nach Essig. Der Essig hilft außerdem hervorragend, wenn du gelbe Schweißflecken an deiner Kleidung hast. Um die zu entfernen, musst du den Essig im Verhältnis 1:4 mit Wasser mischen und die entstandene Paste dann auf den Fleck auftragen. Wenn du diese Mischung über Nacht einwirken lässt, kannst du dein Shirt am nächsten Tag waschen und der Fleck ist weg. Andere Küchenprodukte, die funktionieren, sind Kernseife, Zitronensäure und Backpulver.

Übrigens: Wir haben vier nachhaltige Waschmittel für dich verglichen – schau gerne mal vorbei.

Tipp der Redaktion: Weichspüler solltest du bei Sportkleidung unbedingt weglassen, da dieser die Fasern verklebt und somit das Material zerstören kann.

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