Neulich dachtest du dir, dass du mal eines dieser gehypten Fitness-Videos aus dem Internet ausprobieren möchtest und kurz darauf fiel dir selbst das Hinsetzen schwer? Da hat dich wohl der Muskelkater erwischt!

Das passiert vor allem dann, wenn man selten trainiert, neue Übungen ausprobiert oder wenn man sein Trainingspensum erhöht. Nach ein paar Tagen nimmt der Schmerz zwar wieder ab, ohne Schäden zu hinterlassen, doch bis dahin fühlt man sich einfach elendig. Die gute Nachricht? Es gibt Muskelkater-Hausmittel, die den Schmerz lindern! Das sind die besten fünf…

Muskelkater-Hausmittel: Warum braucht es sie?

Um zu verstehen, wie Muskelkater-Hausmittel wirken, muss man zunächst verstehen, wie der Muskelschmerz genau entsteht. Grundlegend zeigt Muskelkater immer eine Überlastung der Muskulatur an.

Wer beispielsweise mit zu schweren Gewichten trainiert oder neue Übungen testet, welche sonst wenig beanspruchte Muskelpartien ansprechen, lässt in seinen Muskelfasern kleine Risse entstehen – so lautet zumindest der aktuelle Stand der Wissenschaft. 

Der Körper reagiert auf diese Risse mit einer Entzündungsreaktion, bei der Flüssigkeit in die Fasern eindringt. Die Folge: Die Muskeln schwellen an, verhärten und der Muskelkater setzt meist verzögert ein bis zwei Tage später ein. Wie lange der Muskelkater dann anhält und wie intensiv er ist, hängt stark von der eigenen Fitness und der vorherigen Belastung ab.

Wenn du dich nun fragst, ob Muskelkater gut oder schlecht für deinen Körper ist, haben wir hier die Antwort für dich.

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Muskelkater zeigt eine Überbelastung an. So beugst du ihm vor…(Photo: Getty Images/ VioletaStoimenova)

Kann Muskelkater vorgebeugt werden?

Grundsätzlich gilt: Ist der Schmerz da, kann er nur gelindert werden, nie aber völlig durch Muskelkater-Hausmittel gelöst werden. Daher empfiehlt es sich, dem Muskelkater bereits beim Training vorzubeugen. So klappts:

  1. Sport ohne Stress & ausgeruht angehen: So überlastet man seinen Körper nicht und vermeidet Verletzungen.
  2. Vor dem Sport aufwärmen: Niemals sollte man direkt die Hanteln schwingen oder den Sprint wagen. Die Muskeln müssen auf die anstehende Belastung vorbereitet werden.
  3. Moderat trainieren: Wer lange nicht trainiert hat, sollte nicht beim Trainingspensum wie vor fünf Jahren ansetzen. Das Training sollte langsam gesteigert und dem Körper angepasst werden. Überschätze dich also nicht und lasse deinen Ehrgeiz zu Hause.

Welche Muskelkater-Mythen sich bewahrheiten und welche nicht, liest du hier.

In diesem Video findest du die besten Tipps gegen Muskelkater!

5 akute Muskelkater-Hausmittel

Die vorbeugenden Maßnahmen kommen zu spät und der Muskelkater tobt sich bereits in vollen Zügen aus? In diesem Fall haben wir fünf Muskelkater-Hausmittel für dich, die deine Schmerzen garantiert lindern:

1. Eiweiß

Wer seinen Körper beim Heilungsprozess unterstützen möchte, sollte darauf achten, besonders viel Eiweiß über die Nahrung zu sich zu nehmen. Quark, Käse, helles Fleisch oder Hülsenfrüchte sind ideal, um den Muskeln bei der Reparatur zu helfen.

2. Kirschsaft

Auch unser zweites Muskelkater-Hausmittel lässt sich im Supermarkt kaufen: Kirschsaft. Denn der ist voll von Antioxidantien, speziell den Anthozyanen, welche nicht nur den Kirschen ihre rote Farbe verleihen, sondern auch eine ähnliche Wirkung wie schmerzlindernde Medikamente haben. Wer also ein Glas Kirschsaft nach dem Training trinkt, hemmt die Entzündungsreaktion in den Muskeln.

Übrigens: Darum ist auch Rote-Bete bei Muskelkater die beste Wahl.

3. Pfefferminzöl

Du merkst bereits nach dem Sport, dass ein Muskelkater unausweichlich ist? Dann kann dir Pfefferminzöl als Muskelkater-Hausmittel dienen. Hierfür kannst du zum Beispiel Tigerbalm aus dem Drogeriemarkt benutzen, den du bereits nach dem Training und je nach weiterem Bedarf auf die stark beanspruchten Partien aufträgst. Die ätherischen Öle im Pfefferminzöl wirken krampflösend, fördern die Durchblutung und kühlen zusätzlich

Frau im Pool
Mit Muskelkater sollte nicht weitertrainiert werden. Stillsitzen hilft aber auch nicht. Ideal ist: Schwimmen!(Photo: Unsplash)

4. Lockere Bewegung

Lockere Bewegung meint nicht, dass man mit Muskelkater normal weitertrainieren sollte. Das kann dem Heilungsprozess nämlich eher schaden. Aber komplett auf Bewegung zu verzichten, ist auch nicht förderlich. Ein Spaziergang, lockeres Joggen, Schwimmen oder dynamisches Dehnen (keine Deep Stretches) sind die idealen Muskelkater-Hausmittel.

5. Wärme

Zuletzt ist Wärme das beste Hausmittel gegen Muskelkater. Denn die fördert die Durchblutung und das beschleunigt den Heilungsprozess – ganz gleich, ob du dich dafür in die Badewanne setzt, dir einen Sauna-Gang genehmigst oder es dir mit einer Wärmflasche gemütlich machst.

Tipp: Solltest du dich für das Entspannungsbad entscheiden, nutze Badezusätze wie Latschenkiefer oder Rosmarin-Öl, welche die Durchblutung noch weiter ankurbeln.

Muskelkater-Hausmittel sind die letzte Rettung

So umsichtig wir auch trainieren, Muskelkater werden wir nie komplett aus unserem Leben verbannen. Dennoch sollte man die vorbeugenden Maßnahmen beim Sport immer berücksichtigen, denn die können im Zweifel auch Verletzungen vorbeugen! Und wenn wir dann doch mal zu viel gegeben haben und der Muskelkater uns das Leben schwer macht, können unsere fünf Muskelkater-Hausmittel sicher helfen!

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