Wenn du nach langer Zeit wieder Sport machst, dann wirst du das am nächsten Tag merken. Denn häufig macht sich ein fieser Muskelkater schneller bemerkbar, als dir lieb ist.

Wir erklären dir, was du gegen den Muskelkater tun kannst und worauf du unbedingt achten solltest.

Gegen den Muskelkater arbeiten

Bei Muskelkater geht es um kleine Verletzungen in den Muskelfasern. Diese entstehen durch eine Überlastung der Muskeln. Durch die Risse dringt dann langsam Wasser in das Gewebe ein, sodass sich nach einiger Zeit kleine Ödeme bilden Ödeme sind Flüssigkeitsansammlungen. 

Durch das eindringende Wasser schwillt die Muskelfaser an und wird gedehnt, dieser Dehnungsschmerz ist der Muskelkater.

Diesen bemerkst du jedoch häufig erst ein bis zwei Tage später. Denn die Nervenenden, die das Schmerzsignal an das Gehirn weiterleiten, befinden sich im Muskelgewebe. Hier dringt das Wasser nur langsam in die verletzten Muskelfasern ein und lässt sie dadurch anschwellen.

Erst wenn die Flüssigkeitsansammlung auf das umliegende Gewebe und die Nerven drückt, macht sich der Schmerz bei dir bemerkbar.

Frau, Sport
Die Schmerzen machen sich häufig erst ein bis zwei Tage nach dem Sport bemerkbar. Dennoch kannst du einiges gegen den Muskelkater tun.(Photo: Alena Ozerova/Shutterstock)

7 Muskelkater Mythen, die wirklich etwas bringen

Du kannst die Schmerzen lindern, aber leider gibt es keine Zauberformel, die deinen Muskelkater direkt wieder verschwinden oder ganz vermeiden lässt. Dennoch kannst du einiges tun:

1. Wärme

Wärme steigert die Durchblutung der Muskulatur, dadurch wird der Heilungsprozess beschleunigt und die Wärme wirkt schmerzlindernd. Viele Sportler schwören daher auf einen Saunabesuch gegen den Muskelkater.

2. Kirschsaft

Kirschsaft klingt etwas merkwürdig, hat sich jedoch tatsächlich gegen Muskelkater bewährt. Dank der enthaltenen Antioxidantien hat er eine positive Wirkung auf die Muskelregeneration. Wenn du 50 Milliliter vor und nach dem Sport zu dir nimmst, dann wird der Saft deine Schmerzen lindern.

3. Sportsalben

Die Salben wirken ebenfalls durchblutungsfördernd und können die Regeneration unterstützen. Das sanfte Einreiben wirkt wie eine kleine Lymphdrainage, wodurch die Gewebeflüssigkeit abtransportiert wird. Dadurch wird die Schwellung schneller zurückgehen. 

4. Ingwer

Ingwer ist ein echter Alleskönner, daher ist es nicht verwunderlich, dass er auch gegen Muskelkater zum Einsatz kommen kann.

Die im Ingwer enthaltenen Scharfstoffe wirken hierbei ähnlich wie Aspirin. Doch auch wenn Ingwer gegen deinen Muskelkater hilft, solltest du dir unbedingt die Nebenwirkungen von Ingwer genauer ansehen.

Ingwer Pulver geschnitten
Du hast fiesen Muskelkater? Dann kann Ingwer helfen!(Photo: shutterstock.com/Dani Vincek)

5. Kälte

Tatsächlich hilft nicht nur Wärme gegen den Muskelkater, sondern auch Kälte. Ein kurzes Kaltwasserbad nach der sportlichen Betätigung solle Studien zufolge ebenso gut die Beschwerden lindern wie Wärme.

6. Pfefferminzöl

Als richtiger Geheimtipp gegen Muskelkater gilt Pfefferminzöl. Die ätherischen Öle, darunter Menthol, Menthon und Menthofuran wirken krampflösend, entspannend, kühlend und durchblutungsfördernd. So werden die Muskeln bei der Regeneration unterstützt und das Ziehen im Muskel gelindert.

7. Leichte Bewegungen

Wie gewohnt weiter zu trainieren solltest du natürlich nicht, denn dann hat dein Muskel keine Zeit, um sich zu regenerieren. Dennoch solltest du nicht komplett auf Bewegung verzichten. Um den Heilungsprozess zu fördern, sind leichte Bewegungen am besten. 

Dadurch wird die Durchblutung gesteigert und der Stoffwechsel angekurbelt. Dies hilft dabei, die Muskelrisse zu reparieren und gegen deinen Muskelkater anzugehen.

Fazit: Du kannst etwas gegen den Muskelkater tun

Sobald sich ein fieser Muskelkater anbahnt, kannst du entschlossen gegen ihn angehen. Dabei solltest du darauf achten, dass du nicht zu früh wieder mit dem Trainieren anfängst, damit sich deine Muskeln vollständig regenerieren können. Leichte Bewegungen sind jedoch erlaubt und auch erwünscht!

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