Aldi und Lidl sind dabei, das Klischee des Discounters zu durchbrechen, indem die Billig-Supermärkte Biofleisch und viele regionale Produkte anbieten. Das klappt auch: Sie bieten immer weniger Billigprodukte an, können aber ihren Kund:innen dennoch einen guten Preis versprechen. Auch die Verpackungsindustrie muss bei Aldi und Lidl weniger arbeiten: Nach und nach werden überflüssige Verpackungen aus den Geschäften entfernt, um eine bessere Umweltbilanz zu haben. Das sind wunderbare Entwicklungen, doch auch bei Aldi und Lidl kommt es mal zu Fauxpas: Aldi und Lidl müssen nun ihr Fleisch zurückrufen, da es teilweise mit Fremdkörpern verunreinigt ist.

Produktrückruf bei Aldi und Lidl: Das kann gefährlich werden

Im Fleisch von Aldi und von Lidl befinden sich teilweise winzige Plastikteilchen, die dem Verbrauchenden gar nicht auffallen, weil sie nicht größer als drei Millimeter sind. Das macht die Plastikteilchen aber besonders gefährlich, denn sie können im Mundraum, im Rachenraum und natürlich auch an den inneren Organen Schnittwunden und Verletzungen hinterlassen.

Diese Produkte solltest du bei Lidl und Aldi meiden

Bei den betroffenen Produkten handelt es sich um abgepacktes Hackfleisch. Bei Aldi Nord ist die Variante von Meine Metzgerei und bei Lidl das Produkt von Landjunker betroffen. Hier die Details der Rückrufe im Überblick:

Aldi Nord:

  • Produkt: Meine Metzgerei Rinderhackfleisch XXL
  • Inhalt 800 Gramm
  • Verbrauchsdatum: 20.07.2021 und 21.07.2021
  • Hersteller-Identitätskennzeichen: DE NW 88888 EG

Lidl:

  • Discounter: Lidl
  • Produkt: Landjunker Rinderhackfleisch im Schlauchbeutel
  • Inhalt: 500 Gramm
  • Verbrauchsdatum: 19.07.2021 und 20.07.2021
  • Hersteller-Identitätskennzeichen: DE NW 88888 EG

Es gelten die üblichen Regeln für Rückrufe

Wer das Fleisch gekauft hat, kann es natürlich in den Discountern zurückgeben und bekommt auch ohne Kassenbon sein Geld zurück. So funktioniert ein Rückruf übrigens:

Wie kommt das Plastik ins Fleisch?

Viele Fragen sich jetzt natürlich: Wie kann es überhaupt sein, dass immer mal wieder Plastikpartikel und andere Materialien in Produkten aus dem Supermarkt landen. Wir haben bereits oft über Produktrückrufe berichtet und wissen: Das ist kein Einzelfall.

Allerdings sind die Produktionsstätten von Discountern wie Aldi oder Lidl so groß, dass oft nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, wo das Lebensmittel genau verunreinigt wurde. Erst bei den späteren Stichproben der Packungen wird überhaupt klar, dass es eine fehlerhafte Produktion war. Es kann aber auch passieren, dass es erst den Verbrauchenden auffällt, dass das Produkt verunreinigt wurde. Aldi und Lidl sind also teilweise davon abhängig, dass ihre Kund:innen aufmerksam sind beim Verzehr ihrer Produkte.