Der Waschmittel-Markt ist ein hart umkämpfter Wettbewerb, den Anfang Juni Sopronem GmbH bereits verloren hat. Nun meldet sich auch das nächste Unternehmen mit einer traurigen Nachricht: Thurn Germany ist zahlungsunfähig.

Beide Unternehmen beliefern nicht nur Aldi, sondern auch Lidl mit Reinigungs- und Waschmittel. Darunter fallen bei der Firma Sopronem die Produktion von flüssigem Waschmittel und bei Thurn Germany Waschmittel in Pulverform.

Diese Marken betrifft die Pleite

Mit der Insolvenz der beiden Firmen könnten daher nicht nur die Lidl-Eigenmarken Formil, Maxitrat und W5 aus dem Sortiment fallen, auch die Aldi-Marken Tandil und Alio könnten für die Käufer im Discounter nicht mehr aufzufinden sein.

Was bedeutet das Aus für die Käufer?

Doch was bedeutet die Insolvenz der Waschmittel-Produzenten für die Kund:innen und das Sortiment von Aldi und Lidl? Eine offizielle Bestätigung der Discounter gibt es bisher noch nicht. Ob die Regale nun leer bleiben oder durch teure Markenprodukte ersetzt werden, bleibt also abzuwarten.

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Regaltrick im Supermarkt: Ist das extra? Credit: IMAGO / ZUMA Wire

Nach Angaben des Unternehmens Thurn Germany soll die Produktion der Waschmittel jedoch noch weiterlaufen, somit sind leere Regale bei Aldi und Co. nicht zu erwarten. Und auch die Discounter haben im Notfall vorgesorgt und arbeiten immer mit mehreren Herstellern zusammen, um in genau so einem Fall keine Produktionsausfälle und leere Regale zu haben.

Aldi-Lieferant: Grund für die Insolvenz ist die Corona-Krise 

Leider hat auch die Corona-Pandemie vor der Waschmittel-Industrie nicht Halt gemacht. Da während des Lockdowns alles geschlossen war und die Menschen seltener frische Klamotten brauchten, sank auch der Bedarf an Waschmittel. Seit September habe Thurn Germany daher „signifikante Umsatzeinbußen“ gehabt, so der geschäftsführende Gesellschafter Peter Schoof.

Doch nicht nur die Corona-Pandemie habe zur Zahlungsunfähigkeit geführt, auch die steigenden Rohstoff- und Verpackungspreise hätten dem Unternehmen „immer mehr zu schaffen“ gemacht, so dass die Insolvenz die letzte Möglichkeit gewesen sei.