Palmenblätter Zero Waste
Ein nachhaltiger Lifestyle ist viel einfacher als du denkst. Mit unseren Zero Waste Tipps kannst auch du etwas weniger Plastik verbrauchen. (Photo: ) Source: Pexels

25 geniale Zero Waste-Tipps für den Alltag

Zero Waste ist lange kein Trend mehr, sondern eine ganze Bewegung und jeder kann daran teilhaben. Wir zeigen dir die besten Zero Waste Tipps, für jeden.

Ein Zero Waste Lifestyle klingt einseitig und nach vielen Entbehrungen? Völliger Quatsch, denn inzwischen gibt es viele Ersatzprodukte, mit denen du dein Leben plastikfrei so leben kannst wie bisher. Unzählige Zero Waste Influencer machen es vor und wir zeigen dir mit unseren Zero Waste Tipps, wie du deinen Alltag langsam und plastikärmer gestaltest.


Zero Waste Tipps zur Pflege

1. Bambus Zahnbürsten statt Plastik

Alle drei Monate sollte man seine Zahnbürste wechseln. Das sind also knapp vier Plastikzahnbürsten, die man pro Jahr wegwirft. Bei einer Bambuszahnbürste bricht man den Kopf ab und kann den Stiel in den Bio-Müll schmeißen. Der Kopf kommt in den Plastikmüll. Statt 4 vollen Zahnbürsten schmeißt du also nur 4 kleine Köpfe weg. Das ist mehr als eine vierfache Plastikeinsparung.

Schachtel mit verschiedenen Menstruations-Cups.
Viele scheuen sich vor dem Kauf eines Menstruationscups. Internetforen können dich beim Kauf aber sehr gut beraten.(Photo: Pexels)

2. Cup statt Tampons

Obwohl es Menstruationscups schon seit 1937 gibt, wurden sie erst in den letzten Jahren wirklich bekannt. Den Cup benutzt man wie einen Tampon, nur dass er deine Periode nicht aufsaugt, sondern auffängt – Dank Unterdruck geht auch nichts daneben.

Einen Cup kannst du bis zu 12 Stunden tragen und er kann bis zu dem Dreifachen eines Tampons fassen. Schon im ersten Jahr rentiert sich der Einkaufspreis und du kannst ihn bis zu zehn Jahre benutzen. 

Zum Vergleich: In 10 Jahren gibst du für Tamons gut 250 € aus.
Für einen Menstruationscup nur 15 - 30 €.


3. Biotampons- und Binden statt gängiger Frauenhygieneartikel

Wenn du dich mit den Cup nicht anfreunden willst, kannst du auch auf organische Binden und Tampons zurückgreifen. Auch hier gibt es inzwischen viele Marken, die diese anbieten. Diese findest du online oder zum Beispiel in Biomärkten in der Kosmetikabteilung. 

Unser Tipp: Kaufe dir erst einmal eine kleine Packung und teste, ob die Marke etwas für dich ist, bevor du zur XL-Packung greifst.


4. Abschminkpads aus Baumwolle

Ja, Abschminkpads sind aus Zellulose, teilweise recycelt und komplett abbaubar. ABER: Es ist ein Einmalprodukt. Dabei kannst du dir ganz einfach Abschminkpads aus einem weichen Baumwollstoff selber nähen. Natürlich kannst du dir auch Abschminkpads online kaufen oder zum Beispiel auf einen Cognacschwamm oder Abschminkschwamm zurückgreifen.


Stück Seife auf einem Netz
Seife oder feste Shampoobars können unverpackt gekauft werden und reinigen deinen Körper auf natürliche Weise.(Photo: Pexels)

5. Zero Waste Shampoo & Duschbad

Spätestes seit es Lush gibt, kann man nicht mehr behaupten, dass Zero-Waste Duschbäder oder Shampoos langweilig sind. Duschkomsteik ohne Müll gibt es in verschiedenen Formen: Seifen, feste Shampoobars, Haarseife, feste Conditioner, fester Rasierseifen sind nur der Anfang.

Der Schlüssel liegt in “fest”, denn ohne Wasser muss das Produkt nicht konserviert werden und braucht keine Verpackung. Feste Duschseifen und Shampoos gibt es inzwischen in allen Drogeriemärkten, im Bio-Kaufhaus, in Unverpackt-Läden oder online bei kleinen Seifenmanufakturen.


6. Rasierer mit wechselbarer Klinge

Ja, auch herkömmliche Rasierer haben einen Wechselbaren Klingenkopf, allerdings fällt dabei sehr viel Plastikmüll an. Kaufe dir einen hochwertigen Rasierer (schon ab 20 € erhältlich) und bei diesem musst du nur die Klinge austauschen. Klingen gibt es in der Drogerie für knapp zwei Euro (50 Stück). Mit diesem Zero Waste Tipp sparst du auch ordentlich was.


Zero Waste Tipps im Haushalt

Wenn du bei deiner Beauty-Routine Schwierigkeiten hast, auf deine gewohnten Produkte zu verzichten, fange im Haushalt an. Hier wird es dir leichter fallen auf neue Zero Waste Produkte umzusteigen mit unseren Tipps. 


7. Bee’s Wrap statt Alufolie

Mach' doch mit deinen Freunden eine Bee’s Wrap-Bastelaktion. Die Frischehaltetücher aus Stoff und Wachs sind schnell gemacht und halten mehrere Monate lang frisch. Danach können sie über den Biomüll entsorgt werden, oder mit einer neuen Schicht Wachs überzogen werden. Wenn du Veganer bist, gibt es übrigens auch Alternativen zu Bienenwachstüchern; aus Sojawachs zum Beispiel.


8. Verzichte auf Kaffeekapseln aus Aluminium

Denkst du über den Kauf einer Kaffeemaschine nach? Verzichte bitte auf überteuerte Maschinen, die nur mit Aluminium- oder gar Plastikkapseln funktionieren. Du schränkst dich damit nämlich nicht nur im eigenen Genuss ein, sondern produzierst auch unheimlich viel Müll. 


Wasserflsache steht auf einem Steg
Warum teures Wasser kaufen, wenn du es dir überall aus der Leitung abfüllen kannst?(Photo: Pexels)

9. Leitungswasser in wiederverwendbarer Flasche

Viele Studien haben gezeigt, dass Leitungswasser weitaus gesünder und sauberer ist als abgefülltes Wasser aus der Flasche. Wenn du etwas Sprudel brauchst, dann leg dir vielleicht einen Soda-Infuser zu. Plastikflschennutzern können wir nur sagen: “Shame. Shame. Shame”.


10. Natürliche Haushaltsreiniger benutzen

Wusstest du, dass Natron und Essig fast alle deine Haushaltsreiniger ersetzen können? Das ist nicht nur eine echte Erleichterung für deinen Geldbeutel, sondern doppelt gut für die Umwelt. Denn mit diesem Zero Waste Trick vermeidest du Plastikmüll. Natron, Soda oder Essig werden oft in Glas oder Pappe verpackt. 


11. “Keine Werbung” am Briefkasten anbringen

Dieser Tipp ist gleich doppelt gut, denn du wirst nicht mehr mit blöden Werbeflyern genervt. Solltest du dich für Angebote deiner Supermärkte interessieren, kannst du dir stattdessen einfach eine App, wie “Marktguru” herunterladen.


12. Kaputte Geräte reparieren (lassen)

Die Anschaffungskosten für viele Geräte sind oft so niedrig, dass wir sie lieber wegschmeißen, statt sie zu reparieren. Das ist allerdings pures Gift für die Umwelt. Unser Zero Waste Tipp: Frage im Freundeskreis oder der Nachbarschaft, ob jemand technisch oder handwerklich begabt ist. Vielleicht kannst du ihm in Tausch auch einen Gefallen tun.


13. Plastikverpackung weiterverwenden

Einige Produkte gibt es oft leider nur in Plastik. Versuche die Verpackung weiterzuverwenden. Tüten kannst du als Mülltüten nutzen oder Frischkäseverpackungen, als Tupperdosen etc.


14. Verpackungen upcyceln statt wegschmeißen

Es gibt tausende wunderbare Ideen, wie du aus alten Gebrauchsgegenständen, wie Aludosen oder Kleiderbügeln schöne neue Deko machen kannst. Lass dich gern von Pinterest inspirieren.


Frau ist glücklich mit großem Paket
Alte Brief- und Päckchenverpackung kannst du immer mehrmals verwenden. Größere Kisten zum Beispiel als Umzugskartons.(Photo: Pexels)

15. Verpackungen und Briefumschläge wiederverwenden

Paketverpackungen und Briefumschläge kannst du meistens problemlos weiterverwenden. Das Spart Geld und Verpackungsmüll.


Zero Waste Tipps to go

Auch unterwegs kannst du einiges an Abfällen und Plastik sparen, wenn man bereit ist sich ein paar kleine Zero Waste Tricks abzugewöhnen und in seine Alltagsroutine aufzunehmen.


16. Stoffbeutel statt Plastiktüten

Nimm dir zum Einkaufen mehrere Stoffbeutel mit. Auch du hast sicherlich eine ganze Sammlung an Jutebeuteln, die als Notfalleinkauftasche immer dabei haben kannst. Übrigens eignen sich Wäschebeutel super für Obst und Gemüse.


17. Mehrwegbecher und Dosen statt Wegwerfgeschirr

Schaffe dir eine wiederverwendbare Trinkflasche und einen Kaffeebecher aus Glas oder Bambus an. Wenn du Tupperdosen hast, dann nutze diese so lang es geht und kaufe dir erst dann Dosen aus Glas, Kork oder Aluminium, wenn du wieder eine Neue benötigst.


18. Waschbares Taschentuch

Wusstest du, dass das Verlieren eines Taschentuchs eine der besten Flirt-Tricks der Frauen früher war. Mal eben im Vorbeigehen fallen gelassen oder bei einem Date in der Wohnung des Anderen vergessen – schon hatte man einen guten Grund dafür, ihn wiederzusehen. Und wie fancy sind Taschentücher mit eigener Gravur denn bitteschön?


19. Kassenzettel verneinen

Inzwischen fragen dich die Kassierer oft nach dem Kassenzettel. Sage schon von dir aus, dass du ihn nicht brauchst, denn in einigen Märkten werden diese dann gar nicht erst gedruckt.


20. Lunch vorbereiten

Essen to go ist hilfreich, wenn es mal schnell gehen muss, aber weder das Essen selbst, noch die Verpackungen sind gut für dich oder die Umwelt. Bereite deshalb dein Frühstück oder Lunch für die Arbeit vor oder koche vor Ort zusammen mit Kollegen.


Zero Waste Shopping ohn ePlastikverpackung
Obst und Gemüse kannst du inzwischen auch in Supermärkten oft Zero Waste shoppen. Bringe dir am Besten eigene kleine Beutel mit.(Photo: Pexels)


21. Loses Obst und Gemüse kaufen

Inzwischen haben viele Supermärkte eingesehen, dass Plastik nicht immer nötig ist. Greife deshalb immer zur unverpackten Variante von Obst und Gemüse oder kaufe dieses direkt auf dem Markt und bringe deinen eigenen Stoffbeutel mit.


22. Gläsern statt in Plastik oder Alu

Bei vielen Produkten hat man im Supermarkt die Auswahl, in welcher Verpackung man es kaufen möchte. Eingelegtes Gemüse gibt es beispielsweise oft in Dosen oder Gläsern. Hier solltest du lieber zum Glas greifen. Überlege auch bei Tiefkühlkost in Plastik, ob es nicht auch eine Alternative aus dem Glas gibt.


23. Akkuprodukte statt Batterieprodukte kaufen

Akkuprodukte sind oft etwas teurer, dafür halten sie länger und du kannst sie problemlos an die Steckdose anklemmen und musst nicht immer Batterien auf Vorrat da haben. Besonders Geräte, die du öfter im Einsatz hast, sollte unbedingt aufladbar sein.


24. Hochwertige Kleidung und Produkte kaufen, die lange halten

Achte beim Kauf deiner Kleidung auf hochwertige Naturfasern, statt billigem Plastikstoff. Dieser geht nämlich nicht nur schneller ein, pillt sich und riecht eher, sondern ist auch schwerer abbaubar. Diesen anchhaltigen Umgang mit der Mode nennt man Slow Fashion.


25. Leihen und Tauschen statt Kaufen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich Dinge zu leihen oder zu tauschen. Dabei sparst du auch richtig Geld. Statt Bücher oder DVDs zu kaufen, kannst du in deine lokale Bibliothek gehen. Schicke Abendmode kannst du fast überall leihen, anstatt sie zu kaufen. Neue Kleidung kannst du über Kleidertauschparties, mit Freunden oder Portalen, wie Kleiderkreisel tauschen. 

Auch Haushaltsgeräte wie Akkubohrschrauber kannst du entweder beim Nachbarn oder im Baumarkt mieten. Und damit bist dem Zero Waste Lifestyle wieder einen Schritt näher gekommen.


Fazit - Zero Waste ist garnicht so schwierig

Diese 25 Tipps für weniger Plastikmüll und ein freieres Leben haben uns gezeigt, dass es garnicht schwer ist, etwas für die Umwelt zu tun. Schon Kleinigkeiten können helfen. Denn stell dir mal vor, jeder würde sich so verhalten. Suchst du nach noch mehr Freiheit in deinem Leben? Vielleicht ist die KonMari-Methode genau das richtige für dich!


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