Slow Fashion könnte sich zu einem nachhaltigen Trend gegen die schnelllebige Welt der Mode entwickeln. Slow Fashion steht für ein Konzept, das Werte in den Vordergrund stellt: Umweltschutz und Nachhaltigkeit, Transparenz und Fairness den Menschen gegenüber, die an der Produktion der Kleidung beteiligt sind. Dazu zählt Öko-Fashion genauso wie Secondhand-Mode. 

Slow Fashion – ein vielschichtiges Konzept

Im Gegensatz zur Fast Fashion, bei der mit minimalen Produktionskosten ein maximaler Gewinn erzielt werden soll, steht Profit bei Slow Fashion nicht an erster Stelle. Die verwendeten Materialien sollen nachhaltig und die Produktion fair sein. Daraus ergeben sich viele Vorteile für Mensch und Umwelt. Darunter fallen: Ressourcen werden geschont und Arbeiter weniger ausgebeutet. Doch es ruft auch immer wieder Kritiker auf den Plan. 

Kritik an Slow Fashion 

Slow Fashion gegen den Überfluss
Slow Fashion ist bis jetzt noch nicht bei jedem Konsumenten angekommen.(Photo: Unsplash)

Teuer und wenig stylisch – häufig nennen Kritiker diese beiden Eigenschaften, wenn es um Slow Fashion geht. Doch das muss nicht so sein.

  • zu teuer?
    Es stimmt, dass nachhaltig produzierte T-Shirts meist nicht für ein paar Euro zu haben sind. Der höhere Preis für Slow Fashion Mode soll allerdings auch zu einem Umdenken führen. Muss dein Kleiderschrank wirklich überquellen oder reichen dir auch ein paar Kleidungsstücke weniger, an denen dafür kein „Blut klebt“?
  • altbacken und wenig stylisch?
    Dieses Argument ist schnell widerlegt. Slow Fashion Marken wie Armedangels, Lanius oder bleed zeigen, dass nachhaltig produzierte Mode genauso schick, trendig und modern sein kann wie Fast Fashion. Hier findest auch du sicher etwas, das genau deinen Style trifft.
  • schwer zu finden?
    Natürlich sind Slow Fashon-Shops abseits der Metropolen rar gesät. Wenn du nicht gerade in Berlin, München oder Hamburg wohnst, ist das aber auch kein Problem: Im Internet reichen wenige Klicks und du kannst nachhaltig shoppen.

Secondhand Kleidung kaufen
Flohmärkte und Secondhand-Shops helfen dabei, Kleidung wiederzuverwerten.(Photo: Unsplash)

Werde Teil des neuen Modetrends

Für deine ersten Schritte Richtung Slow Fashion haben wir ein paar Tipps für dich zusammengestellt.

  • Gezielt kaufen.
    Kaufe nur Mode, die dir wirklich gefällt. So verwendest du sie länger und musst nicht jedes Mal wieder in den Laden. 
  • Secondhand.
    Auch mit Secondhand-Kleidung trägst du zu Slow Fashion bei. Du verbrauchst weniger Ressourcen und die Lebensdauer eines Kleides verlängert sich. Außerdem sparst du häufig Geld.
  • Kleidertausch.
    Auch das Tauschen durchbricht die massenhafte Kleiderproduktion. Das klappt schon ganz einfach im privaten Umfeld. Veranstalte doch einfach einmal eine Kleidertauschparty und frische so den Inhalt deines Kleiderschranks auf.
  • Leihen statt kaufen.
    Im Internet findest du zahlreiche Portale, bei denen du dir deine Klamotten leihen kannst. So bringst du nachhaltig Abwechslung in deine Garderobe – besonders wenn eine wichtige Party ansteht. 

Slow Fashion gegen den Überfluss
Wem Nachhaltigkeit am Herzen liegt, der sollte Slow Fashion in seinen Alltag einbauen.(Photo: Unsplash)

Fazit: Slow Fashion bringt nur Vorteile

Wie du siehst, hat Slow Fashion viele Vorteile und sollte deshalb auch der Modetrend der Zukunft sein. Argumente wie höhere Preise oder umständlicheres Shopping sind schnell entkräftet. Stattdessen leistest du mit Slow Fashion einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und verbesserst die Arbeitsbedingungen in der Modeproduktion.

Autor: Nicole Hery-Moßmann