Menstruationsunterwäsche ist auf dem Vormarsch und auch die wmn-Redaktion konnten es nicht erwarten den neuen Mens-Trend zu testen. Dieses Mal wollen wir die Periodenunterwäsche von Modibodi genauer unter die Lupe nehmen: Vier unserer Autorinnen haben die Höschen auf Arbeit, beim Sport und beim Schlafen getestet und berichten, wie sicher sie sich dabei gefühlt haben und verraten ihre Geheimstipps.

Disclaimer: In der Rubrik „wmn testet“ bekommen unsere Redakteur:innen Produkte zum Testen zugeschickt. Alle Erfahrungsberichte sind aus erster Hand und entsprechen den Meinungen unserer Redakteur:innen. Die „wmn testet“-Artikel und die Meinungen werden nicht gesponsert oder bezahlt.

Was ist „Modibodi“?

Modibodi ist ein australisches Label für Periodenunterwäsche. Es wurde bereits 2013 gegründet und gehört damit zu den ersten Brands überhaupt, die sich dem Thema Periodenunterwäsche angenommen haben. Inzwischen führen sie Periodenslips, Perioden-Swimwear, Perioden-Sportwear, Umstandsmode und auch Still BHs. Seit 2020 sind sie auch auf dem deutschen Markt durch ihren Online-Shop 🛒 erhältlich.

Wie funktioniert die Periodenunterwäsche von „Modibodi“?

Die Wäsche von Modibodi ist patentiert und wissenschaftlich getestet. Die Modifier-Technoloie kann mit einer Dicke von maximal drei Millimeter knapp 20 ml Flüssigkeit aufnehmen. Das funktioniert durch drei Schichten: Die innere Schicht saugt die Flüssigkeit schnell auf und sorgt für ein trockenes Tragegefühl. Die mittlere Schichtspeichert die Flüssigkeit und die äußere Schicht ist wasserabweisend und atmungsaktiv. Dadurch kann kein Blut nach draußen gelangen.

Anders als der deutsche Hersteller ooia nutzt Modibodi nicht das Biozid Silberchlorid. Mehr dazu gibt es in unseren Artikel über die Funktionsweise von Menstruationsunterwäsche. Den Testbericht von ooia kannst du hier lesen.

  • Übrigens: Modibodi bietet auch Sportleggins und Bademode mit integrierten Periodenslips an.

„Modibodi“-Periodenunterwäsche im Alltagstest: Unsere Erfahrung

Unsere Redakteurinnen haben von Modibodi einen oder mehrere Periodenslips ihrer Wahl zugeschickt bekommen und berichten, welche Erfahrungen sie mit der Tampon-Alternative gemacht haben. Dabei haben sie besonders die Optik, den Komfort, die Alltags- und Sporttauglichkeit und die Reinigung getestet. Wenn sie rundum zufrieden waren, gab es drei 🩸-Tropfe

Franziska hat die Seamfree Boyleg & Sensual Hi-Waist Bikini von „Modibodi“ getestet

Redakteurin Franziska Wolf
Franziska hat eine starke & lange Periode und nutzt sonst den Menstruationscup. Sie trägt Größe L.

„Inzwischen trage ich die Slips lieber als den Cup. Man kann dabei seine Periode völlig vergessen und muss nicht ständig zum Wechseln aufs Klos rennen.“

  • Optik 🩸🩸
  • Komfort 🩸🩸🩸
  • Alltagstauglichkeit 🩸🩸🩸
  • Sporttauglichkeit 🩸🩸
  • Reinigung 🩸🩸

Ich habe mir die Seamfree Boylegg als Periodenunterwäsche für den Tag und den Sensual Hi-Waist für die Nacht geholt, beide in schwarz. Optisch gefällt mir die Seamfree-Variante sehr gut und sie fühlt sich auch toll und hochwertig an, dank des glatten Stoffes. Bei dem Sensual-Slip musste ich beim ersten Blick etwas schlucken, weil er einfach sehr groß aussieht, aber für die Nacht sollte er das auch, wenn nichts daneben gehen soll.

  • Mein Tipp: Du willst sexy aussehen in den Slips? Dann greif zu Slips mit glänzendem, glatten Stoff wie den Seamfree-Slips. Die sehen extrem hochwertig aus.

Ich habe mir beide Slips in meiner normalen Größe bestellt und finde sie passen perfekt, nichts schneidet ein. Dann habe ich die Slips direkt auf Arbeit getragen und auch viel im Home Office. Dafür sind sie wirklich perfekt. Auch mein normaler Sport im Gym hat mit dem Seamless-Sip super geklappt. Für sehr schweißtreibende Workouts würde ich Periodenunterwäsche aber nicht empfehlen, da sie nicht so atmungsaktiv ist wie Sportunterwäsche.

Die Reinigung ist der einzige Haken an Periodenunterwäsche, denn obwohl sie schnell geht, dauert das Trocknen durch die Schichten bei mir ein bis zwei Tage an der frischen Luft. Es braucht also ein paar Slips, um durch eine Periode zu kommen. Und ein weiterer Punkt, der mich etwas verunsichert hat: Man erkennt durch das schwarte Futter des Slips nicht mehr, wie stark die eigene Periode ist und auch leider nicht, ob der Slip bald „voll“ ist. Ich konnte dadurch überhaupt nicht nachvollziehen an welchem Punkt ich in meiner Periode gerade bin. Trotzdem bin ich großer Fan und trage die Modibodi-Slips abwechselnd mit meinem Cup, je nach Aktivität.

zwei frauen in modibodi periodenunterwäsche
Die Slips von Modibodi sind in vielen Größen und Farben erhältlich. Credit: Modibodi

Mona hat den 24h-Slip & den Hi-Waist Bikini Brief aus der Swimwear-Kollektion von „Modibodi“ getestet

Mona Schäffer
Mona hat eine starke Periode und nutzt normalerweise Tampons.

„Der Slip ist so gemütlich, dass er ideal zum Schlafen geeignet ist. Auslaufen geht nicht, denn er fasst gut 50 ml pro Tag. So viel blute ich nicht einmal in einer Woche.“

  • Optik 🩸🩸
  • Komfort 🩸🩸🩸
  • Alltagstauglichkeit 🩸🩸🩸
  • Sporttauglichkeit 🩸🩸🩸
  • Reinigung 🩸

Periodenunterwäsche macht mich noch skeptisch, auch wenn ich schon viele Produkte getestet habe. Der Hi Waist-Slip von Modibodi ist aber echt gemütlich, ich hatte hier viel weniger das Gefühl eine Windel zu tragen als bei anderen Periodenpanties. Der Tragekomfort war angenehm und die Größe fiel normal aus. Der High-Waist-Schnitt schmeichelt mir und ich trage die Unterwäsche sehr gerne. Trotzdem sollte man sich keine Illusionen machen, dass man sich in Periodenunterwäsche genauso sexy fühlt wie in Lingerie.

Die Reinigung der Persiodenunterwäsche stört mich allerdings. Ich ekel mich zwar nicht vor meinem Periodenblut, aber ich habe generell keine Lust, mich länger mit dem Wäschemachen zu beschäftigen als unbedingt nötig.

  • Mein Tipp: Ich nehme die Periodenpanties zum Ausspülen einfach mit unter die Dusche. Dort halte ich mich gerne lange auf und spüle den Panty mit Wasser aus.

Ich habe auch den Härtetest probiert und bin mit der Modibodi joggen gegangen. Auch wenn ich mich zu Beginn etwas komisch in meiner engen Sportleggings gefühlt habe, gewöhnte ich mich schnell daran. Trotzdem trage ich Periodenunterwäsche nur ungern, wenn ich sehr enge Hosen anhabe. Das „Windelgefühl“ ist einfach zu stark. Aber: Auslaufen kann da nichts!

Ob ich sie weiterhin benutze? Auf jeden Fall! Ich lungere damit gern zuhause rum und blute vor mich hin. Auch zum Sport trage ich sie weiterhin gerne. Auf einer schicken Cocktailparty oder bei der Arbeit ist es eher nicht so mein Fall.

Lisa hat den 24h-Slip & Seamfree Full Brief von „Modibodi“ getestet

Lisa Dittrich
Lisa hat eine schwache Periode und nutzt sonst Tampons.

„Was bedeutet der Zeitaufwand beim Trocknen der Höschen schon, wenn man so nicht nur Geld spart, sondern auch der Umwelt etwas Gutes tut!“

  • Optik 🩸🩸🩸
  • Komfort 🩸🩸🩸
  • Alltagstauglichkeit 🩸🩸🩸
  • Sporttauglichkeit 🩸🩸
  • Reinigung 🩸

Ich habe die 24h-Modelle von Modibodi getestet. Auf den ersten Blick sehen die sehr groß aus und sind vollständig gepolstert, das schwarze High Waist Modell kaschiert die Optik zwar, andere Farben wie das rote Modell wirken dagegen wie eine Windel. Kurzum wirkten die Menstruationsslips von Modibodi zunächst nicht sehr figurschmeichelnd. Angezogen musste ich meine Meinung jedoch schnell revidieren. Vor allem die Spitze des schwarzen Modells und das hohe Bein machen richtig was her!

Ich habe eine Größe größer gewählt (M statt S) und bin darüber sehr froh, da so nichts einschneidet. Ich trage die Panties vor allem bei Nacht und empfinde sie als nicht störend unter dem Pyjama. Tagsüber habe ich die Modelle bisher nur einmal getestet und war ebenfalls absolut zufrieden.

Die Polsterung sorgt dafür, dass nichts ausläuft und das schwarze Innenfutter lässt das Blut nicht sichtbar werden. Weder nachts noch am Tag hat man also eine Malheur zu befürchten. Das kurze Auswaschen unter lauwarmem Wasser ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, aber kein Grund für Ekel. Das größere Problem ist: Ist der Slip einmal nass und kommt aus der Waschmaschine, braucht er ganze zwei Tage, um voll zu trocknen. 

Mein Fazit: Periodenunterwäsche zu benutzen, bedeutet eine Umstellung. Statt Produkte schnell im Müll zu entsorgen, muss man sich hier die Zeit nehmen, den Slip auszuspülen, ihn zu waschen und am Ende lange trocknen zu lassen. Doch was bedeutet der Zeitaufwand schon, wenn man so nicht nur Geld spart, sondern auch der Umwelt etwas Gutes tut.

Menstruationsunterwäsche halte ich für eine gute und wichtige Erfindung. Seitdem ich die ersten beiden Modelle von Modibodi getestet habe, habe ich mir noch sieben weitere angeschafft. Seither benutze ich kaum noch Tampons und fühle mich während meiner Periode absolut frei. Beim Sport habe ich sie mich bisher allerdings noch nicht getraut, zu testen…

  • Mein Tipp: Legt euch mindestens sechs verschiedene Slips an, damit ihr immer reichlich auf Lager habt und sie durchwechseln könnt. Ansonsten wartet ihr permanent darauf, dass sie trocken werden.
modibodi periodenunterwäsche test
Keine Angst, in der Umkleide erkennt niemand, dass du Periodenunterwäsche trägst. Credit: Modibodi

Anne hat den Seamfree Full Brief von „Modibodi“ getestet

anne dylla
Anne hat den Seamfree Full Brief von Modibodi getestet.

„Angst mal wieder eine peinliche Situation zu erleben, hatte ich definitiv nicht und bequem ist sie auch. Was will man mehr?“

  • Optik 🩸🩸
  • Komfort 🩸🩸🩸
  • Alltagstauglichkeit 🩸🩸🩸
  • Sporttauglichkeit 🩸🩸
  • Reinigung 🩸🩸🩸

Für mich war es das erste Mal mit Periodenunterwäsche. Zuvor habe ich immer nur Freundinnen darüber sprechen hören oder Influencerinnen gesehen, die Werbung dafür machen. Ich war skeptisch, aber meine Neugierde hat dann letztendlich doch gewonnen. Jetzt wurde es endlich Zeit zu schauen, was wirklich dahintersteckt.

Ich habe mich für die Modibodi Seamfree Full Brief in Größe M entschieden. Dazu muss ich sagen, dass ich normalerweise immer zwischen Größe S und M schwanke. Also falls es dir auch so geht, ist Größe S vielleicht die Richtige. Die M war mir persönlich etwas zu groß. Der Tragekomfort gestaltete sich dadurch etwas unangenehm und gab mir leider ein wenig das Gefühl eine Windel zu tragen. Dennoch war die Angst vielleicht einen peinlichen Moment zu erleben, bei mir nicht eine Sekunde vorhanden. Auch wenn es das Tragen der Periodenunterwäsche tagsüber schwerer gestaltete, gab es mich viel Sicherheit für die Nacht.

  • Mein Tipp: Der Full Brief fällt sehr normal aus, ich würde genau die richtige Grüße empfehlen für den Alltag.

Bei der Reinigung war ich positiv überrascht. Von vielen hört man, dass das Trocknen eine lange Zeit in Anspruch nimmt. Nach dem Ausspülen war sie jedoch bereits am nächsten Tag trocken. Meiner Meinung nach ist das völlig machbar. Natürlich sollte man nicht vergessen, dass mehrere Modibodi-Slips im Laufe der Periode dadurch unverzichtbar sind. Die Anschaffung lohnt sich und erspart es mir viel Geld für anderen Produkte auszugeben.

Also falls du auch immer skeptisch warst, kann ich dir sagen: Probiere es aus! Periodenunterwäsche ist vielleicht nicht für jede etwas, aber wenn es dir um Komfort und Sicherheit geht, wird sie dir bestimmt gefallen. Wenn du dich jederzeit sexy fühlen willst, vielleicht eher nicht.

Fazit: Bequemer als mit Periodenunterwäsche geht’s nicht

Wieder einmal hat uns Periodenunterwäsche überzeugt. Im Vergleich zu Tampons, Menstruationscups, Binden oder auch dem Free Bleeding kann man bei dieser Methode einfach am besten den Kopf ausschalten und muss sich nicht darum kümmern, on point eine Möglichkeit zum Wechseln zu finden. Außerdem gibt es einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor: Mit Menstruationsunterwäsche von Modibodi kannst du auch nicht am Toxischen Schocksyndrom erkranken. Mehr dazu in unserem Artikel.

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