„Für mich ist dies eine Praxis, um meine Macht zurückzugewinnen. Mein kreatives Potenzial zu tragen und die göttliche weibliche Energie in mir zu ehren“ – Das sagt Brittani LaBouf in einem Video, während sie sich eine ganz besonderes Facial verpasst. Die 31-Jährige trägt nämlich eine Gesichtsmaske aus Periodenblut auf.

Ja, richtig gelesen! Der Personal Coach sammelt ihr Blut vom ersten Tag ihrer Periode in einer Menstruationstasse und trägt es mit einem Pinsel auf ihrem Gesicht auf. Laut eigenen Aussagen tut sie das seit Jahren und ihr Hautbild habe sich stark verbessert. Aber kann das wirklich sein. Lies hier, was eine Expertin dazu sagt.

Immer mehr Leute probieren die Gesichtsmaske aus Periodenblut

Der Anblick von Blut im Gesicht ist uns wahrscheinlich den Vampire Liftings gut in Erinnerung. Bei dieser Variante haben Promis wie Kim Kardashian oder Bar Refaeli sich Blut abnehmen und daraus Blutplasma extrahieren lassen, das ihnen später in die Haut gespritzt wurde. Das angebliche Ergebnis: Eine regenerierte Haut, die straffer und strahlender aussieht. Klappt das auch mit der Maske aus Periodenblut?

Für Brittani LaBouf auf alle Fälle. Sie habe laut der englischen Zeitschrift Metro eine „Vertiefte energetische Verbindung zu sich selbst und seidig glatte, weiche Haut!“. Auf Instagram folgen ihr unter dem Namen brittlynnrising immerhin 13.3000 Abonnent:innen. Doch nicht alle finden ihre Maske aus Periodenblut so wundervoll wie sie.

„Die Leute schreiben die Dinge wie ‚ekelhaft‘ usw. Dabei übersehen sie leicht, dass man der Illusion untersteht, dass die Periode eine Last war. Ich dachte das auch!“, erklärt die der Zeitung.

Was bringt die Maske aus Periodenblut wirklich?

Sich eine Maske aus Periodenblut ins Gesicht zu schmieren, ist nicht ganz neu. Bereits im Februar 2020 berichtete die Cosmopolitan über den skurrilen Trend.

Doch was ist überhaupt drin in dieser Menstruations-Maske? Periodenblut besteht aus Blut (logisch!), abgestorbenen Zellen aus der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumzellen) und Vaginalausfluss. Dazu kommen einige Stammzellen, Enzyme und Entzündungsmediatoren wie Prostaglandine und Zytokine. Im Vaginalausfluss befinden sich Bakterien, Milchsäure, tote Zellen von der Vaginaloberfläche und Schleim sowie eine Vielzahl anderer Proteine.

Wenn das nun dieser verrückte Cocktail auf auf das Gesicht aufgetragen wird … Was passiert dann? Nichts Gutes! Das ist zumindest die Meinung der kosmetischen Dermatologin Dr. Heidi Waldorf. „Masken aus Periodenblut sind definitiv keine gute Idee!“, erklärt sie dem Magazin Vajenda.

Ihre Bedenken: Die verschiedenen Mikrobiome und Vaginalbakterien könnten bei Menschen mit mit Erkrankungen wie Neurodermitis, seborrhoischer Dermatitis oder Akne die Hautbarriere stören. Dr. Waldorf glaubt, dass viele vielleicht glauben, dass die Maske aus Periodenblut dem Vampire Lifting ähnlich sei. Dem sei aber keineswegs so.

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