Vanessa Martinez stieß erst später zu „Are you the One“ dazu & sorgte für Aufregung. Jetzt erzählt sie uns, was hinter der Kamera abging.

Are you the One ist vorbei und hat bei den Zuschauer:innen wahrscheinlich viele Fragezeichen hinterlassen. Da hat auch die Reunion, die seit heute Morgen online ist, nicht viel daran geändert. Denn viele Gespräche drehten sich im Kreis, ohne dass Fakten ausgepackt wurden.

Was uns Fans sicherlich besonders interessiert hatte, sind die Fragen: Was ist eigentlich in der Are you the One-Villa mit Vanessa Martinez passiert? Warum hat sie im Finale mit den Tränen gekämpft und warum hat sie so schlechte Worte für ihre Ex-Mibewohner:innen übrig? Ich habe sie gefragt.

Vanessa Martinez über das Leben in der „Are you the One-Villa

Ich habe mit Vanessa Martinez ein schriftliches Interview geführt, um ihr noch einmal die Möglichkeit zu geben, ihre Sicht der Dinge zu erzählen. Und zwar, ohne dass andere AYTO-Kandidat:innen dazwischen grätschen.

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Vanessa Martinez hat direkt polarisiert als sie in die Show gekommen ist. Foto: TV.now

wmn: Hi Vanessa, die Reunion war ja leider nicht ganz so aufschlussreich, wie viele Fans gehofft hatten und so ganz schlau sind wir nicht geworden.

Besonders deine „Facesitting“-Ansage scheint sehr polarisiert zu haben. Es kam in der AYTO-Reunion wieder kurz auf. Warum glaubst du, dass eine sexy Anspielung von dir mehr Unruhe stiftet als Kandidat:innen, die vor der Kamera blankziehen und Sex haben?

Vanessa Martinez: Nachdem ich die Show gesehen habe und es alles nochmal reflektieren konnte, glaube ich, dass es nicht an meiner Aussage lag, weshalb die Kandidaten mich nicht mochten. Ich weiß, dass viele darauf erpicht waren, viel Sendezeit zu bekommen. Nun hatten sie nach meinem Einzug befürchtet, dass die Aufmerksamkeit mir galt. Meine Aussage als „Grund“ zu nennen, war meines Erachtens nach eine Propaganda, um den wahren Grund zu verbergen und den Umgang mit mir zu rechtfertigen.

wmn: Das könnte natürlich auch ein guter Grund sein. Auf jeden Fall scheinst du viele männliche Egos verletzt zu haben mit deinem Humor. Glaubst du der wurde mit Absicht falsch verstanden?

Vanessa Martinez: Ja, ich glaube, dass es ein Vorwand war, um zu suggerieren, dass etwas mit mir „nicht in Ordnung“ sei. Sie brauchten für die Zuschauer einen „Grund“ um zu verdeutlichen, weshalb sie mich nicht mochten. Der wahre Grund war, dass sie mit ihrem Ego nicht vereinbaren konnten, dass jemand anderes mehr Aufmerksamkeit (Sendezeit) bekommt.

Ich wurde am Anfang oft ins Interview gerufen. Nach der Show wurde mir zugetragen, dass sich oft die Kameras in meine Richtung gedreht haben, wenn ich etwas gesagt oder gemacht habe (ich wusste nicht einmal, dass die sich drehen konnten). Das hat wohl vielen Kandidaten nicht „geschmeckt“.

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Im Finale hat Vanessa den anderen AYTO-Kandidat:innen ihre Meinung gesagt. Credit: Foto: TV.now

wmn: Uns hat dein Humor auf jeden Fall gut unterhalten. Aber kommen wir zum Are you the One-Finale: Da hast du erzählt, wie schlecht es dir in der Villa ging. Wir haben davon als Zuschauer:innen wenig mitbekommen. Gab es denn konkrete Ereignisse, die dazu geführt haben?

Vanessa Martinez: Ich wurde in der Villa wirklich nicht gut behandelt. Von der Mehrheit wurde ich ausgegrenzt, bloßgestellt und von einigen sogar beleidigt und angeschrien. Ich bin jeden Tag weinend schlafen gegangen. Die letzte Situation, mit Sascha und Kathleen, hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Als ich die beiden „erwischt“ habe, bin ich ins Bad zu Jill gegangen und habe ihr gesagt, dass sie nun wegen Sascha kein schlechtes Gewissen haben muss.
Als die Kandidaten, das erfahren haben, sind die so ausgerastet und haben mich fertig gemacht. Sie haben mich angeschrien und beleidigt, ich bin überhaupt nicht darauf klar gekommen. Die können froh sein, dass diese Situation und Ähnliche nicht gezeigt wurden.

Es gibt einen Grund, und da können die Kandidaten froh darüber sein, weshalb das alles nicht gezeigt wurde. Und: Es gibt auch einen Grund, warum die Produktion mir zum Schluss, Zeit eingeräumt hat, mich dazu zu äußern und es im TV ausgestrahlt wurde.

wmn: Das hast du auch schon in deinen Stories erzählt: Viele Kandidat:innen haben bereits anderweitige Verträge und Kooperationen bekommen. Und du glaubst, dass TV.now deshalb nicht „ihren Ruf zerstören“, dir aber im Finale die Chance geben wollte, etwas zu sagen.

Wenn du jetzt am Ende von Are you the One noch einmal über alles nachdenkst: Würdest du wieder bei so einem Format mitmachen?

Vanessa Martinez: Unabhängig von dem Geld, hatte ich einen Funken Hoffnung, dass ich dort einen Partner finde. Leider hat es nicht geklappt. Ich bin der festen Überzeugung, dass man sich im TV verlieben kann, weil es einfach so intensiv ist, was man dort erlebt und man dadurch zusammenschweißt.

Trotz alledem, kann ich die Frage nicht konkret beantworten. Ich glaube dass dieses Geld und die Chance auf eine Partnerschaft, zu diesem Zeitpunkt, nicht für mich bestimmt waren. Aber auch, dass ich eines Tages, mit etwas viel Schönerem belohnt werde.

wmn: Das hoffen wir natürlich auch für dich.

Wer jetzt nur Bahnhof verstanden hat, sollte vielleicht noch einmal einen Blick auf die Are you the One Timeline werfen. Wer wissen möchte, ob die anderen Matches noch zusammen sind, der erfährt das auch hier. Und stimmt es wirklich, dass dieser AYTO-Kandidat der neue Bachelor wird.