Irgendwie ist das doch verrückt: Vor der Bundestagswahl bist du noch Feuer und Flamme und versuchst dich so gut es geht über die Geschehnisse der Welt zu informieren. Du willst unbedingt wissen, welche Partei für welches Programm steht und welche die richtige Kanzler:innenkandidat:in ist. Doch dann vergisst du Briefwahl zu beantragen. Heißt das nun, dass du gar nicht wählen kannst? Nein, das heißt es nicht. Hier sind die Dinge, die du jetzt tun kannst.

Briefwahl beantragen: Trotzdem die richtige Partei wählen

Die Bundestagswahlen stehen kurz bevor und es ist an der Zeit, sich Gedanken über seine Wahlentscheidung zu machen. Die richtige Partei zu wählen bedeutet den meisten Menschen in Deutschland einiges. Die richtige Partei heißt, vier Jahre ein gutes Gefühl zu haben – bis zur nächsten Bundestagswahl.

Auch wenn die meisten Menschen in Deutschland sich durchaus Gedanken zu politischen Themen machen, ist die Wahlbeteiligung dennoch sehr gering. In Deutschland liegt sie im Schnitt gerade mal bei 50 Prozent. Die Briefwahl ist unter anderem eine Möglichkeit, die Wahlbeteiligung zu erhöhen.

Wenn du dir noch unsicher bist, welche Partei die richtige für dich ist, lass dich einfach vom Wahl-O-Mat beraten. Dieser ist seit dem 02.September verfügbar. In der Wahl-O-Mat-App gibt es das Angebot kostenlos.

Briefwahlen: Wann ist es zu spät?

Wenn du eine Briefwahl beantragst, musst du auf ein paar Dinge achten. Denn die Bundesregierung trägt keine Schuld oder Verantwortung für Briefe, die nicht eingegangen sind. Stattdessen ist es das Risiko der Wähler:innen. Es gibt keinen offiziellen Hinweis, was zu tun ist, sollte eine Briefwahlstimme nicht eingehen. Die Wähler:innen müssen sich selbst zusammenreimen, was bei einer Briefwahl zu tun und zu lassen ist. Wir haben einige Tipps und Tricks für dich, wie du sicherstellen kannst, dass deine Stimme nicht zu spät eingeht.

  • Stelle sicher, dass du deinen Wahlschein mindestens eine Woche vor der Wahl zu Hand hast. Sollte deine Wahlbescheinigung nicht per Post bei dir eingegangen sein, kannst du sie noch auf die letzten Meter beantragen.
  • Die Wähler:innen tragen das Risiko für eine verspätete Postzustellung. Sollte also deine Wähler:innenstimme bis zum Wahlsonntag nicht eingegangen sein, kann niemand (auch nicht die Post) von dir belangt werden.

Briefwahl 2021: Diese Fristen musst du einhalten

Eine Bundestagswahl ist immer in verschiedene Fristen gestaffelt. Diese gilt es einzuhalten, sie variieren aber von Wahl zu Wahl leicht.

  • Di, 03.08.2021: Solltest du bereits einen Wahlschein haben, kannst du ab diesem Tag deine Stimme abgeben.
  • Di, 16.08.2021: An diesem Tag werden die ersten Wahlbenachrichtigungen versandt. Allerdings kann dieses Datum sich um bis zu drei Wochen nach hinten verschieben, da die Koordination mit der gedruckten Wahlbenachrichtigungen schwierig ist.
  • So, 05.09.2021: Im Ausland lebende Deutsche sollten sich bis zu diesem Tag im Wählerverzeichnis registriert haben, um wählen zu dürfen.
  • Mi, 22.09.2021: Die Briefwahl muss jetzt spätestens abgeschickt werden. Am besten solltest du du dich aber schon vorher darum gekümmert haben, um kein unnötiges Risiko einzugehen.
  • Fr, 24.09.2021, 18:00 Uhr: Letzter Tag für die Beantragung eines Wahlscheins.
  • So, 26.09.2021, 18:00 Uhr: Bis zu diesem Zeitpunkt müssen alle Stimmen – per Brief oder vor Ort im Wahlbüro – abgegeben worden sein.

Briefwahl zu spät verschickt?

Du hast vergessen bis zum Mittwoch, den 22.09.2021, deine Briefwahlunterlagen zu verschicken? Das ist nicht allzu tragisch. Du kannst nämlich einfach in deinem dir zugeteilten Frühwahlbüro vorbeigehen und den Briefwahlbogen dort abgeben. Welches dein zugeteiltes Briefwahlbüro ist, erfährst du ebenfalls auf deiner Wahlbenachrichtigung.

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