Die heiße Phase im Wahlkampf beginnt, denn in fünf Wochen geht es endlich an die Wahlurnen. Doch nicht nur die Straßen sind voll mit Wahlplakaten auch im Fernsehen duellieren sich die Kanzlerkandidat:innen. Wer Merkels Nachfolge antritt ist bisher noch unklar, zur Auswahl stehen jedoch Annalena Baerbock, Olaf Scholz und Armin Laschet. Die mögliche weibliche Nachfolgerin von Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt in einer aktuellen Umfrage jedoch überhaupt nicht gut weg.

Kann Annalena Baerbock noch Kanzlerin werden?

Eine Forsa-Umfrage der RTL-Gruppe, die vom 10. bis zum 16. August unter 2.501 Personen durchgeführt wurde, gibt uns ein Gefühl dafür, wie die Menschen Baerbock, Laschet und Söder gegenüber eingestellt sind. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass keine:r der Kandidat:innen mit deutlicher Mehrheit im Trendbarometer gewinnen würde.

  • CDU/CSU: 23 %
  • SPD: 21 %
  • Die Grünen: 19 %
  • FDP: 12 %
  • AfD: 10 %
  • Die Linke: 6 %

19 % sind doch gar nicht mal so schlecht?

Mit einem Anteil von 19 % an den Wähler:innenstimmen wird Annalena Baerbock sicherlich keine Bundeskanzlerin. Es ist dennoch eine respektabler Prozentzahl. Die Grünen-Politikerin muss dennoch in die Röhre gucken. Im April konnte die Partei der Grünen laut der Forsa-Umfrage noch ganze 28 % erzielen! Seither sinkt die Zahl stetig und liegt nun bei 19 %.

Wenn die Ergebnisse der Bundestagswahl ähnlich ausfallen wie die der Forsa-Umfrage, sind folgende Koalitionen möglich:

  • „Deutschland-Koalition“ aus Union, SPD und FDP
  • „Jamaika-Bündnis“ (Union, Grüne, FDP)
  • „Ampel“ (SPD, Grüne, FDP)
  • Rot-Grün-Rot

Was würden diese Koalitionen bedeuten? Die Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock ist in diesen Szenarien zwar in der Koalition, doch in keinem regiert sie selbst. Scholz und Laschet haben weiterhin Chancen auf das Kanzler:innenamt. Der Grund dafür ist, dass ihre Partei in diesen Konstellationen nicht die mehrheitliche Partei ist.

Umfragewerte für die Grünenkandidatin sinken seit April

Laut der neuesten Infratest Dimap-Umfrage zeichnet sich dagegen immer mehr ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der SPD und der Union ab. Laut dem ARD-Deutschlandtrend würden sich 30 % der Befragten eine Regierung unter Führung der Sozialdemokraten wünschen. Weitere 30 % würden sich dagegen wünschen, von der CDU/CSU regiert zu werden. Die Grünen ziehen in dieser Umfrage deutlich den Kürzeren und kommen nur noch auf 15 %.

Könnte der:die Bundeskanzler:in direkt gewählt werden, würden ganze 41 % Olaf Scholz bevorzugen. Armin Laschet sichert sich dagegen nur 16 % der Stimmen auf die Frage, wen sich die Befragten direkt als Bundeskanzler:in wünschen. Annalena Baerbock kann gerade einmal 12 % der Stimmen für sich vereinen.