Die 30-Day-Challenge wurde eigentlich als Fitness-Motivation aus den USA übernommen. Statt bei groß angelegten Projekten schnell die Geduld zu verlieren, hangelst du dich bei dieser Challenge von Tag zu Tag zum Ziel. Regelmäßige Erfolge stabilisieren deine Motivation. Kleine Änderungen reichen aus, um schnell zur Routine zu werden und dein Leben nachhaltig zu ändern. 

Wenn die Challenge bei Fitness klappt, warum also nicht bei Stress? Wir haben zehn kreative Ideen gesammelt, die du leicht im Alltag anwenden kannst und deinen alltäglichen Stresspegel endlich runterdrehen.

1. Malen

Spätestens Bob Ross hat gezeigt, dass jeder malen kann. Einige besser und andere eben weniger gut. Dabei ist es egal, ob du ein geborener Zeichner bist, oder nicht. Hier geht es schließlich nicht um Schönheit. Malen verbessert dein Gedächtnis, steigert die Konzentration und Kreativität und ist vor allem eine schöne Möglichkeit, einfach mal abzutauchen und dich vom Alltagsstress abzulenken.

Wenn deine Begabungen woanders liegen, sind vielleicht auch Mandalas eine Option. Der alte Waldorf-Gag ist eigentlich ein richtiger Stressblocker und hat definitiv eine Chance verdient.

Frau hört Musik in der Sonne
Musik ist für viele ein ständiger Begleiter und wirkt sich auch auf die Stimmung aus.(Photo: via www.imago-images.de)

2. Musik hören

Musik geht (fast) immer. Es kommt nur darauf an, welcher Song gerade passt. Bevor dein Musikgeschmack von Charts und Spotify-Algorithmen bestimmt wird, solltest du dir mehr Zeit für eine der schönsten Nebensachen im Leben nehmen. Bei der 30-Day-Musik-Challenge suchst du dir jeden Tag ein neues, dir unbekanntes Musikalbum heraus und hörst es von vorne bis hinten durch. 

Nach 30 Tagen hast du nicht nur deine neue Lieblingsband gefunden, sondern dir auch bewusst gemacht, welche Musikrichtungen du wirklich magst. So einfach gibts den Expertenstatus.

Origami Figuren Kranich
Origami-Figuren sind anspruchsvoll, aber jede Mühe wert. (Credit: shutterstock/Duet PandG)

3. Origami

Wer schon einmal versucht hat, einen Kranich zu falten weiß, dass das gar nicht so einfach ist. Obwohl etwas Konzentration nötig ist, hat das Falten etwas Entspannendes und Meditatives. Für eine kleine Figur am Tag brauchst du nicht länger als 15 Minuten und vor allem kaum Hilfsmittel. Schere und Kleber sind nämlich tabu. Nach 30 kurzen Gehirn-Workouts bist du nicht nur tiefenentspannter als jeder Buddha, du hast zusätzlich neues Dekomaterial für dein Zuhause.

Übrigens: In Japan sagt man, dass ein Mensch nach tausend selbst gefalteten Kranichen einen Wunsch frei hat. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. 

Frau mit Kamera
Wer die Fotografie noch nicht als Hobby für sich entdeckt hat, wird begeistert sein. (Credit: pexels/Bruno Cervera)

4. Ein Foto machen

Wenn du die 30-Day Challenge nicht gerade mit Fitness und Sport kombinierst, muss das Motiv nicht dein Körper sein. Ein Bild beim Spazieren gehen, neue Klamotten oder ein leckeres Stück Kuchen reichen völlig aus. Wichtig ist, dass du ein Bewusstsein für die Highlights des Tages entwickelst. Mit jedem Foto verbindest du auch eine Erinnerung, sodass du nach 30 Tagen eine kleine Sammlung schöner Momente aus dem Alltag hast. 

Frau schreibt in Tagebuch
Mit Tagebüchern schreibst du dir deinen Ärger einfach von der Seele. (Credit: shutterstock/EM Karuna)

5. Tagebuch schreiben

Tagebücher klingen erst einmal öde. Wo fängt man an? Wo hört man auf? Auch wenn es zu Beginn mühsam ist, solltest du die Gelegenheit nutzen. Deine Erinnerungen, Gefühle, Ängste und Sorgen aufzuschreiben, reduziert nicht nur dein Stresslevel, es lässt auch deine Probleme kleiner wirken und schafft Platz für schönere Emotionen. Wenn du einmal angefangen hast, schreibt sich der Rest von ganz alleine.

Backen Zutaten
Backen macht Spaß, entspannt und du hast am Ende einen leckeren Kuchen. Nur Vorteile also! (Credit: pixabay)

6. Kochen und Backen

Kochen und Backen beschäftigt, überfordert aber selten. Perfekt, um zur Ruhe zu kommen und vom Alltagsstress Abstand zu nehmen. Besonders das Zerschneiden ist fast schon meditativ. Nach dem Motto: Sex ist geil, aber hast du schon mal kalte Butter mit einem warmen Messer durchgeschnitten? Dasselbe Prinzip funktioniert übrigens auch mit Gemüse. Ist zwar etwas weniger befriedigend, dafür hast du mehr später mehr im Topf. Und mit täglich neuen Gerichten wirst du ganz nebenbei zum Chefkoch. Bon Appétit.

Frau im Wald
Bäume entspannen! Ein Trip ins Grüne hilft dir, den Alltagsstress hinter dir zu lassen. (Credit: pexels/Lucas Allmann)

7. In die Natur fahren

Wenn du während der Coronazeit etwas mehr Zeit übrig hast, lohnt sich der Weg ins Grüne. Selbst in Großstädten ist die Fahrt in die Natur nicht weit. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist das nicht nur schöner, sondern im Gegensatz zur Bahn auch virenfrei. Weg von hupenden Autos und Lärm lässt sich viel besser abschalten. Dazu sind Vogelgezwitscher im Hintergrund und Sonnenstrahlen auf der Haut super Stresskiller. Der erste Kurztrip wird dich schon ruhiger machen, aber stell dir vor wie entspannt du nach 30 Tagen bist. 

Du kannst dir die Natur natürlich auch nach Hause holen. Wie wäre es mit einem Indoor Garten, oder einem kleinen Garten im Gras?

Frau putzt Wohnung
Frühjahrsputz verpasst? Mit der 30-Day-Challenge entrümpelst du deine Wohnung genauso gut. (Credit: shutterstock/PR Image Factory)

8. Ausmisten

Such dir für einen Monat jeden Tag einen Gegenstand heraus, den du nicht mehr benutzt. Diese Sachen verkaufst, verschenkst oder, falls es sich wirklich um Trash handelt, schmeißt sie weg. 30 klingt viel? Dann warte lieber ab. Jeder hat Jeans und T-Shirts. Such dir jeden Tag eine Sache aus, die wahrscheinlich nie wieder getragen werden. Dasselbe gilt für Bücher. Die sehen zwar sehr smart in deinem Bücherregal aus, gelesen werden die aber wohl kaum nochmal. 

Tipp: Um deine Wohnung auf Vordermann zu bringen hilft dir die FlyLady-Methode.

Frau im Bett
Der Schönheitsschlaf existiert und sorgt dafür, dass du morgens gut aus den Federn kommst. (Credit: shutterstock/Gorodenkoff)

9. Früher schlafen gehen

Prokrastination ist nicht nur beim Lernen ein Problem, sondern auch vor dem Schlafen gehen. Dabei ist Schlaf enorm wichtig. Wer genug schläft, ist tagsüber produktiver, hat weniger Heißhungerattacken und schönere Haut. Setz dir für 30 Tage eine feste Zeit, zu der du auf jeden Fall im Bett liegen möchtest und lass dich von Instagram, Netflix und Co. nicht verführen. Eine Abendroutine wirkt auf Dauer extrem erholsam.

10. Komplimente machen

Klingt plakativ und einfallslos, ist aber absolut unterschätzt. Mit Komplimenten zauberst du nicht nur deinen Mitmenschen ein Lächeln ins Gesicht, auch deine Stimmung und dein Stresslevel verbessern sich. Vor allem zur Coronazeit ist ein fröhlicher Schneeballeffekt genau das Richtige. 

Lust auf mehr Inspiration?

Wenn das nicht schon genug Inspiration war, lohnt sich ein Blick auf Instagram. Auch dort findest du neben einer Menge Fitness-Motivation, viele Hobbies, die gerade ihr Revival erleben.
Auch Meditation wirkt ausgleichend und entspannend. Die besten Meditations-Apps zum Kraft tanken findest du hier.