Lasst uns eins vorwegnehmen: Zero Waste ist eine Utopie, die wir wohl nie erreichen werden. Das ist der Bewegung natürlich auch völlig klar, deshalb zählt auch jeder Schritt zu weniger Abfall. Viele Produkte und Zero Waste-Tipps, die wir dir vorstellen werden, sind einer dieser kleinen Schritte.

Du musst sie nicht alle machen. Suche dir die aus, die dich am wenigsten Überwindung kosten und taste dich so langsam vorwärts. Damit du besser einschätzen kannst, wie schwierig oder einfach die Umstellung ist, geben unsere Redakteur:innen außerdem noch ihren kurzen Erfahrungsbericht mit.

Zero Waste Tipps zur Pflege

Als Erstes gehen wir in unser Badezimmer und untersuchen, welche Kosmetik- und Pflegeprodukte wir durch Zero Waste- oder zumindest Less Waste-Optionen austauschen können:

1. Bambus Zahnbürsten statt Plastik

Alle drei Monate sollte man seine Zahnbürste wechseln. Das sind also knapp vier Plastikzahnbürsten, die man pro Jahr wegwirft. Bei einer Bambuszahnbürste bricht man den Kopf ab und kann den Stiel in den Bio-Müll schmeißen. Der Kopf kommt in den Plastikmüll.

Eine noch bessere Methode sind die Bambuszahnbürsten (z. Bp. Humble Brush)mit wechselbaren Köpfen. Hier kannst du den Stiel weiterverwenden. Statt 4 vollen Zahnbürsten schmeißt du also nur 4 kleine Köpfe weg.

Unsere Erfahrung mit der Bambuszahnbürste:

Franzi: Ich benutze seit 3 Jahren Bamubuszahnbürsten und finde sie ziemlich einfach zu handeln. Keine Vor- oder Nachteile im Vergleich zu Plastikzahnbürsten, außer natürlich weniger Abfall. 

Eliza: Ich benutze ich seit ca. einem Jahr eine Less Waste-Zahnbürste und merke keinen Unterschied zu Plastikzahnbürsten, Freund:innen haben mir davon erzählt, dass sie das Holz zunächst “gewöhnungsbedürftig” fanden. Großes Plus: Wechselbare Köpfe!

Lena: Ich hab eine seit etwa 2 Jahren eine Bambuszahnbürste und merke keinen Unterschied zu einer Handzahnbürste aus Plastik. Aber ich putze trotzdem am liebsten elektrisch.

Schachtel mit verschiedenen Menstruations-Cups.
Viele scheuen sich vor dem Kauf eines Menstruationscups. Internetforen können dich beim Kauf aber sehr gut beraten.(Photo: Pexels)

2. Cup statt Tampons

Obwohl es Menstruationscups schon seit 1937 gibt, wurden sie erst in den letzten Jahren wirklich bekannt. Den Cup benutzt man wie einen Tampon, nur dass er dein Periodenblut nicht aufsaugt, sondern auffängt – Dank Unterdruck geht auch nichts daneben.

Einen Cup kannst du bis zu 12 Stunden tragen und er kann bis zu dem Dreifachen eines Tampons fassen. Schon im ersten Jahr rentiert sich der Einkaufspreis und du kannst ihn bis zu zehn Jahre benutzen. Zum Vergleich: In 10 Jahren gibst du für Tampons gut 250 € aus. Für einen Menstruationscup nur 15 – 30 €. Mehr Tampon-Alternativen gibt es hier.

Meine Erfahrung mit Menstruationscups:

Franzi: Ich nutze seit ca. 8 Jahren den Cup und bin total zufrieden. Ich kann ihn länger tragen als Tampons und muss auch in der Nacht nicht aufstehen zum Wechseln. Und an das Reinigen in öffentlichen Toiletten gewöhnt man sich. 

3. Biotampons- & Binden statt gängiger Frauenhygieneartikel

Wenn du dich mit den Cup nicht anfreunden willst, kannst du auch auf organische Binden und Tampons zurückgreifen. Auch hier gibt es inzwischen viele Marken, die diese anbieten. Diese findest du online oder zum Beispiel in Biomärkten in der Kosmetikabteilung. 

Unser Tipp: Kaufe dir erst einmal eine kleine Packung und teste, ob die Marke etwas für dich ist, bevor du zur XL-Packung greifst.

Meine Erfahrung mit Bio-Binden:

Franzi: Leider haben mich Biobinden nicht überzeugt. Bei mir sind sie immer sehr leicht zerfleddert und kurz danach durfte ich die Modibodi Menstruationsunterwäsche testen und nutze seither lieber meine Slips und den Cup.

4. Abschminkpads aus Baumwolle

Ja, Abschminkpads sind aus Zellulose, teilweise recycelt und komplett abbaubar. ABER: Es ist ein Einmalprodukt. Dabei kannst du dir ganz einfach Abschminkpads aus einem weichen Baumwollstoff selber nähen. Natürlich kannst du dir auch Abschminkpads online kaufen oder zum Beispiel auf einen Cognacschwamm oder Abschminkschwamm zurückgreifen.

Unsere Erfahrung mit Abschminkpads:

Franzi: Habe ich, nutze ich aber nicht so gern wie die Wattepads zuvor, wenn ich ganz ehrlich bin. Sie sind einfach nicht so schön weich und man bekommt die Make-up-Flecken nicht wieder raus. Ich will aber als nächstes dickere Pads und Schwämme testen, wie die von Waschies.

Annika: Habe ich, nutze ich aber sehr selten, da ich mir einmal meine Augen damit extrem entzündet habe, da ich viel doller damit gerieben habe, als mit einem herkömmlichen Wattepad. Außerdem hat es ewig gedauert, bis ich die Mascara-Flecke wieder herausbekommen habe!

Stück Seife auf einem Netz
Seife oder feste Shampoobars können unverpackt gekauft werden und reinigen deinen Körper auf natürliche Weise.(Photo: Pexels)

5. Zero Waste Shampoo & Duschbad

Spätestes seit es Lush gibt, kann man nicht mehr behaupten, dass Zero-Waste Duschbäder oder Shampoos langweilig sind. Duschkomsteik ohne Müll gibt es in verschiedenen Formen: Seifen, feste Shampoobars, Haarseife, feste Conditioner, fester Rasierseifen sind nur der Anfang.

Der Schlüssel liegt in “fest”, denn ohne Wasser muss das Produkt nicht konserviert werden und braucht keine Verpackung. Feste Duschseifen und Shampoos gibt es inzwischen in allen Drogeriemärkten, im Bio-Kaufhaus, in Unverpackt-Läden oder online bei kleinen Seifenmanufakturen.

Unsere Erfahrung mit festen Shampoos und Seifen:

Eliza: Festes Shampoo benutze ich seit 3 Jahren, es schäumt nicht so stark wie flüssiges Shampoo, reinigt die Haare aber genauso gut. Ich musste allerdings etwas suchen, bis ich das richtige Shampoo für meinen Haartyp gefunden habe, manche haben sie etwas schneller fettig aussehen lassen.

Franzi: Festes Shampoo und Seife nutze ich seit 10 Jahren. Mit der Seife bin ich mehr als zufrieden, da sie gut rückfettet und meine Haut so schön feucht hält. Die festen Shampoos wirken nicht ganz so pflegend, ich nutze also zusätzlich noch eine Kur, aber bin zufrieden damit.

6. Rasierer mit wechselbarer Klinge

Ja, auch herkömmliche Rasierer haben einen Wechselbaren Klingenkopf, allerdings fällt dabei sehr viel Plastikmüll an. Kaufe dir einen hochwertigen Rasierer (schon ab 20 € erhältlich) und bei diesem musst du nur die Klinge austauschen. Klingen gibt es in der Drogerie für knapp zwei Euro (50 Stück). Mit diesem Zero Waste Tipp sparst du auch ordentlich was.

Meine Erfahrung mit Mehrweg-Rasierern:

Franzi: Natürlich musste ich meinen eigenen Zero Waste-Tipp ausprobieren. Nach einem Jahr mit einem Rasierhobel und unzähligen Schrammen am Bein, ist er gewechselt worden. Leider ist meine Hand nicht ruhig genug dafür. Seit ich den Shavent-Rasierer bei DHDL gesehen habe, liebäugele ich allerdings damit.

Zero Waste Tipps im Haushalt

Wenn du bei deiner Beauty-Routine Schwierigkeiten hast, auf deine gewohnten Produkte zu verzichten, fange im Haushalt an. Hier wird es dir leichter fallen auf neue Zero Waste Produkte umzusteigen mit unseren Tipps. 

7. Bee’s Wrap statt Alufolie

Mach‘ doch mit deinen Freunden eine Bee’s Wrap-Bastelaktion. Die Frischehaltetücher aus Stoff und Wachs sind schnell gemacht und halten mehrere Monate lang frisch. Danach können sie über den Biomüll entsorgt werden, oder mit einer neuen Schicht Wachs überzogen werden. Wenn du Veganer bist, gibt es übrigens auch Alternativen zu Bienenwachstüchern; aus Sojawachs zum Beispiel.

Unsere Erfahrung mit Bee’s Wrap:

Lena: Benutze ich persönlich total gerne um Brote einzupacken oder angefange Speisen aufzubewahren. Ich merke keinen Unterschied.

Franzi: Bee’s Wrap fand ich total sinnvoll, habe es dann aber nie so richtig eingesetzt, weil ich auch schon vorher kein Mensch war, der Plastikfolie benutzt hat.

8. Verzichte auf Kaffeekapseln aus Aluminium

Denkst du über den Kauf einer Kaffeemaschine nach? Verzichte bitte auf überteuerte Maschinen, die nur mit Aluminium- oder gar Plastikkapseln funktionieren. Du schränkst dich damit nämlich nicht nur im eigenen Genuss ein, sondern produzierst auch unheimlich viel Müll. 

Unser Tipp:

Lena: Als absolute Kaffeeliebhaberin kann ich aus Überzeugung sagen, dass sowieso kein Kapselkaffee an frisch aufgebrühten Kaffee aus der Bialetti oder French Press herankommt. Man kann sich das Geld also sparen oder lieber etwas mehr in gute Kaffeebohnen investieren.

Wasserflsache steht auf einem Steg
Warum teures Wasser kaufen, wenn du es dir überall aus der Leitung abfüllen kannst?(Photo: Pexels)

9. Leitungswasser in wiederverwendbarer Flasche

Viele Studien haben gezeigt, dass Leitungswasser weitaus gesünder und sauberer ist als abgefülltes Wasser aus der Flasche. Wenn du etwas Sprudel brauchst, dann leg dir vielleicht einen Soda-Infuser zu. Plastikflschennutzern können wir nur sagen: “Shame. Shame. Shame”.

Unsere Erfahrung mit Trinkwasser aus dem Hahn:

Anika: Tue ich seit Jahren und bin glücklich damit. Man kann die Flasche überall, wo es Wasserhähne gibt, wieder auffüllen und hat immer etwas zu trinken dabei. Außerdem schmeckt mir Leitungswasser extrem gut!

Lena: Meine Familie hat, glaube ich, noch nie Wasser in Plastikflaschen gekauft. Warum auch? Wir hatten früher so einen Wasserfilter, der da Leitungswasser nochmal gefiltert hat. Heute trinke ich es aber einfach so, ohne jegliche Bedenken.

Franzi: In meiner ersten eigenen Wohnung hieß es: Leitungswasser oder Kisten schleppen. Kurz danach habe ich mir einen Soda-Stream und einen Wasserfilter geholt und bin damit glücklich.

10. Natürliche Haushaltsreiniger benutzen

Wusstest du, dass Natron und Essig fast alle deine Haushaltsreiniger ersetzen können? Das ist nicht nur eine echte Erleichterung für deinen Geldbeutel, sondern doppelt gut für die Umwelt. Denn mit diesem Zero Waste Trick vermeidest du Plastikmüll. Natron, Soda oder Essig werden oft in Glas oder Pappe verpackt. 

11. “Keine Werbung” am Briefkasten anbringen

Dieser Tipp ist gleich doppelt gut, denn du wirst nicht mehr mit blöden Werbeflyern genervt. Solltest du dich für Angebote deiner Supermärkte interessieren, kannst du dir stattdessen einfach eine App, wie “Marktguru” herunterladen.

Frau im Hobby-Raum mit Handwerksutensilien
Viele Schöhnheitsfehler kannst du selbst reparieren, mit dem richtigen YouTube-Tutorial. Foto: IMAGO / Westend61

12. Kaputte Geräte reparieren (lassen)

Die Anschaffungskosten für viele Geräte sind oft so niedrig, dass wir sie lieber wegschmeißen, statt sie zu reparieren. Das ist allerdings pures Gift für die Umwelt. Unser Zero Waste Tipp: Frage im Freundeskreis oder der Nachbarschaft, ob jemand technisch oder handwerklich begabt ist. Vielleicht kannst du ihm in Tausch auch einen Gefallen tun.

13. Plastikverpackung weiterverwenden

Einige Produkte gibt es oft leider nur in Plastik. Versuche die Verpackung weiterzuverwenden. Tüten kannst du als Mülltüten nutzen oder Frischkäseverpackungen, als Tupperdosen etc.

Meine Erfahrung:

Franzi: Bei uns daheim wurde Plastik immer so oft genutzt wie möglich und das habe ich übernommen: Einkaufstüten werden Müllbeutel und alte Eisschachteln werden zum Sortieren von Schrauben genutzt. Natürlich gibt es nicht für jede Verpackung ein weiteres Leben, aber besser als nichts.

14. Verpackungen upcyceln statt wegschmeißen

Es gibt tausende wunderbare Ideen, wie du aus alten Gebrauchsgegenständen, wie Aludosen oder Kleiderbügeln schöne neue Deko machen kannst. Lass dich gern von Pinterest inspirieren.

Frau ist glücklich mit großem Paket
Alte Brief- und Päckchenverpackung kannst du immer mehrmals verwenden. Größere Kisten zum Beispiel als Umzugskartons.(Photo: Pexels)

15. Verpackungen und Briefumschläge wiederverwenden

Paketverpackungen und Briefumschläge kannst du meistens problemlos weiterverwenden. Das spart Geld und Verpackungsmüll.

Unsere Erfahrung mit wiederverwendeten Verpackungen:

Anika: Ich verkaufe viele meiner Bücher auf E-Bay und behalte deshalb fast immer die Verpackungen von neuen Büchern, um sie dann für das Verschicken meiner eigenen Bücher zu benutzen.

Franzi: Als fleißige Vinted-Userin behalte ich alle meine brauchbaren Umschläge immer. Das machen fast alle so, weil es viel zu teuer ist, immer neue Kartons oder Umschläge zu kaufen. Bisher hat sich auch niemand darüber beschwert.

Zero Waste Tipps to go

Auch unterwegs kannst du einiges an Abfällen und Plastik sparen, wenn du bereit bist dich an ein paar kleine Zero Waste Tricks zu gewöhnen und in seine Alltagsroutine aufzunehmen.

16. Stoffbeutel statt Plastiktüten

Nimm dir zum Einkaufen mehrere Stoffbeutel mit. Auch du hast sicherlich eine ganze Sammlung an Jutebeuteln, die als Notfalleinkauftasche immer dabei haben kannst. Übrigens eignen sich Wäschebeutel super für Obst und Gemüse.

Unsere Erfahrung mit Stoffbeuteln:

Anika: Ich liebe Jutebeutel und benutze sie nicht nur zum Einkaufen, sondern auch als Accessoire. Stylisch und nachhaltig!

Eliza: Mache ich seit Jahren, vor allem die kleinen Beutel für Obst und Gemüse sind sehr praktisch!

Frau mit Thermobecher
Anstatt dir einen Coffee-To-Go zu holen, kannst du zu einem Thermobecher beim nachhaltigen einkaufen greifen. Foto: IMAGO Images / Addictive Stock

17. Mehrwegbecher und Dosen statt Wegwerfgeschirr

Schaffe dir eine wiederverwendbare Trinkflasche und einen Kaffeebecher aus Glas oder Bambus an. Wenn du Tupperdosen hast, dann nutze diese so lang es geht und kaufe dir erst dann Dosen aus Glas, Kork oder Aluminium, wenn du wieder eine Neue benötigst.

Unsere Erfahrung mit Coffee to go-Bechern:

Anika: Mein Bambus-Kaffeebecher ist mir heilig, wird aber leider nicht immer verwendet, da ich unterwegs auch mal spontan Lust auf einen Kaffee haben und nicht immer an den Becher denke. Tupperdosen sind natürlich DAS Essential in unserem Haushalt.

Franzi: Ich habe mir in meiner Unizeit einen nachhaltigen Becher in unserem Campusshop geholt. Leider nutze ich ihn nicht mehr, weil ich ihn unterwegs nie dabei habe und auf der Arbeit oder daheim immer Becher zu Hand habe. Ich glaube, dieser Tipps macht nur bei routinierten Kaffee-Trinker:innen Sinn, die wissen, dass sie jeden Tag einen Kaffee auswärts trinken.

18. Waschbares Taschentuch

Wusstest du, dass das Verlieren eines Taschentuchs eine der besten Flirt-Tricks der Frauen früher war. Mal eben im Vorbeigehen fallen gelassen oder bei einem Date in der Wohnung des Anderen vergessen – schon hatte man einen guten Grund dafür, ihn wiederzusehen. Und wie fancy sind Taschentücher mit eigener Gravur denn bitteschön?

19. Kassenzettel verneinen

Inzwischen fragen dich die Kassierer oft nach dem Kassenzettel. Sage schon von dir aus, dass du ihn nicht brauchst, denn in einigen Märkten werden diese dann gar nicht erst gedruckt.

Meine Erfahrung mit dem Verneinen der Kassenzettel:

Mona: Ich verneine immer einen Kassenzettel, doch in nur sehr wenigen Märkten wird er dann erst gar nicht gedruckt. In Eiscafés und ähnlichem habe ich da meist sehr viel mehr Glück. Ein weiterer Pluspunkt, wenn du den Kassenzettel verneinst ist, dass du den Kassierer:innen das Gefühl gibst, ihnen zu vertrauen. Du musst nicht kontrollieren, was sie abgerechnet haben. Manche Kassierende freuen sich darüber, dass du ihnen Vertrauen entgegenbringst.

20. Lunch vorbereiten

Essen to go ist hilfreich, wenn es mal schnell gehen muss, aber weder das Essen selbst, noch die Verpackungen sind gut für dich oder die Umwelt. Bereite deshalb dein Frühstück oder Lunch für die Arbeit vor oder koche vor Ort zusammen mit Kollegen.

Zero Waste Shopping ohn ePlastikverpackung
Obst und Gemüse kannst du inzwischen auch in Supermärkten oft Zero Waste shoppen. Bringe dir am Besten eigene kleine Beutel mit.(Photo: Pexels)

 21. Loses Obst und Gemüse kaufen

Inzwischen haben viele Supermärkte eingesehen, dass Plastik nicht immer nötig ist. Greife deshalb immer zur unverpackten Variante von Obst und Gemüse oder kaufe dieses direkt auf dem Markt und bringe deinen eigenen Stoffbeutel mit.

Unsere Erfahrung mit losem Obst:

Mona: Noch einfacher findest du loses Obst und Gemüse bei richtigen Gemüseläden oder Märkten. Solltest du Angst haben, dass dir die Lebensmittel dort zu teuer werden, habe ich einen Tipp für dich: Gehe erst kurz vor Schluss zum Markt. Da bekommst du die Lebensmittel meist günstiger.

Lena: Ich versuche so oft wie möglich mein Obst und Gemüse auf Wochenmärkten zu kaufen. Schmeckt besser und man spart sich viel Plastik, WENN man seine eigenen Beutel mitbringt!

22. Gläsern statt in Plastik oder Alu

Bei vielen Produkten hat man im Supermarkt die Auswahl, in welcher Verpackung man es kaufen möchte. Eingelegtes Gemüse gibt es beispielsweise oft in Dosen oder Gläsern. Hier solltest du lieber zum Glas greifen. Überlege auch bei Tiefkühlkost in Plastik, ob es nicht auch eine Alternative aus dem Glas gibt.

23. Akkuprodukte statt Batterieprodukte kaufen

Akkuprodukte sind oft etwas teurer, dafür halten sie länger und du kannst sie problemlos an die Steckdose anklemmen und musst nicht immer Batterien auf Vorrat da haben. Besonders Geräte, die du öfter im Einsatz hast, sollte unbedingt aufladbar sein.

Meine Erfahrung mit Akkuprodukten:

Franzi: Darauf achte ich eigentlich immer und das rentiert sich, denn es ist unglaublich nervig, immer Batterien parat haben zu müssen. Besonders bei Sextoys 😉 

veja nachhaltige sneaker
Nachhaltige Sneaker gibt es auch in unisex bei VEJA. Foto: Vincent Desailly/VEJA 2020 /

24. Hochwertige Kleidung und Produkte kaufen, die lange halten

Achte beim Kauf deiner Kleidung auf hochwertige Naturfasern, statt billigem Plastikstoff. Dieser geht nämlich nicht nur schneller ein, pillt sich und riecht eher, sondern ist auch schwerer abbaubar. Diesen nachhaltigen Umgang mit der Mode nennt man Slow Fashion. Unsere liebsten nachhaltigen Fashion-Brands findest du hier.

Meine Erfahrung mit Akkuprodukten:

Franzi: Dieser Zero Waste-Tipp ist leichter gesagt, als getan, denn leider sieht man der Kleidung ihre Qualität nicht immer an. Ich versuche jetzt schon seit ein paar Jahren hochwertig und nachhaltig zu kaufen, aber bisher war trotzdem alles sehr billig produziert und ging schnell kaputt. Ich brauche noch die richtigen Brands. Bei Sneakern oder nachhaltiger Bademode bin ich schneller fündig geworden.

25. Leihen & Tauschen statt Kaufen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich Dinge zu leihen oder zu tauschen. Dabei sparst du auch richtig Geld. Statt Bücher oder DVDs zu kaufen, kannst du in deine lokale Bibliothek gehen. Schicke Abendmode kannst du fast überall leihen, anstatt sie zu kaufen. Neue Kleidung kannst du über Kleidertauschparties, mit Freunden oder Portalen, wie Kleiderkreisel tauschen. 

Auch Haushaltsgeräte wie Akkubohrschrauber kannst du entweder beim Nachbarn oder im Baumarkt mieten. Und damit bist du dem Zero Waste-Lifestyle wieder einen Schritt näher gekommen.

Fazit – Zero Waste ist gar nicht so schwierig

Diese 25 Tipps für weniger Plastikmüll und ein freieres Leben haben uns gezeigt, dass es garnicht schwer ist, etwas für die Umwelt zu tun. Schon Kleinigkeiten können helfen. Denn stell dir mal vor, jeder würde sich so verhalten. Suchst du nach noch mehr Freiheit in deinem Leben? Vielleicht ist die KonMari-Methode genau das richtige für dich!