Du hast plötzlich Rückenschmerzen? Dahinter kann auch eine Krankheit stecken, an die viele erst einmal gar nicht denken.

Jeder Zweite und jede Zweite hat Rückenschmerzen!

Als Hauptursache gelten eine falsche Haltung, zu wenig Bewegung und viel Stress. Doch wusstest du, dass auch Probleme mit der Bauchspeicheldrüse zu Rückenschmerzen führen können? Woran das liegt und wie du dem Ganzen vorbeugen kannst, erklärt der Chefarzt und Gastroenterologe Jürgen Pohl von der Asklepios Klinik Altona in wmn.

Warum die Bauchspeicheldrüse Rückenschmerzen verursacht

Die Bauchspeicheldrüse wird auch Pankreas genannt und ist eine der größten Drüsen in unserem Körper. Sie liegt hinter dem Magen zwischen Milz und Zwölffingerdarm und sorgt dafür, dass genügend Verdauungssäfte gebildet werden, die wiederum unsere Nahrung im Darm aufschlüsseln und zerkleinern. Außerdem bildet die Drüse die Hormone Insulin und Glukagon, die unseren Blutzucker einstellen.

Bauchspeicheldrüse Rückenschmerzen
Rückenschmerzen, die von der Bauchspeicheldrüse verursacht werden, kommen vor allem eines: ziemlich plötzlich! Foto: Hiraman/gettyimages / Hiraman/gettyimages

Die Bauchspeicheldrüse liegt eigentlich gut geschützt, im Bauchinneren. „Aber wenn es zu Entzündungen oder Tumoren kommt, entstehen Schmerzen an der Bauchspeicheldrüse, die bis nach hinten in den Rücken ausstrahlen“, erklärt der Chefarzt Jürgen Pohl gegenüber wmn. Diese Schmerzen nehmen viele Betroffene dann als Rückenschmerzen wahr.

Woran du merkst, dass die Rückenschmerzen von der Bauchspeicheldrüse kommen

Du kannst relativ leicht erkennen, ob die Bauchspeicheldrüse für die Rückenschmerzen verantwortlich ist: „Schmerzen im Rücken, die durch zu wenig Sport oder die falsche Haltung entstehen, verschwinden häufig, wenn wir uns bewegen. Ganz anders sieht es jedoch aus bei den Rückenschmerzen, die von der Bauchspeicheldrüse kommen“, warnt Professor Pohl. Denn die Schmerzen kommen ganz plötzlich, sind dumpf. Und vor allem verschwinden sie auch nicht, wenn wir uns bewegen.

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Die Ursache für deine Bauchspeicheldrüsen-Probleme

Doch hinter den Rückenschmerzen stecken Bauchspeicheldrüsen-Probleme, die Betroffene wirklich ernst nehmen sollten. Zum Beispiel eine akute oder chronische Entzündung (Pankreatitis). Eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung wird meist durch Gallensteine ausgelöst. Aber Entzündungen an der Bauchspeicheldrüse führen nicht nur zu Rückenschmerzen, sondern auch zu weiteren Symptomen:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Fieber
  • Gewichtsverlust
  • Müdigkeit
  • Verdauungsprobleme
  • Gelbsucht
  • Bläuliche Hautverfärbungen

„Allerdings gibt es auch den Bauchspeicheldrüsenkrebs. Der ist gar nicht so selten und macht ungefähr 5 % aller Krebsarten aus“, ergänzt Chefarzt Jürgen Pohl. Um die Bauchspeicheldrüsenprobleme zu behandeln, setzt Pohl vor allem auf drei Bausteine:

  • Die Schmerzbehandlung
  • Die Entfernung von Gallensteinen
  • Und die Einnahme von Medikamenten

Ein ungesundes Leben erhöht dein Risiko für Bauchspeicheldrüsenprobleme

Wer Rückenschmerzen und Bauchspeicheldrüsenproblemen vorbeugen will, sollte vor allem auf einen gesunden Lebensstil setzen: „Eine chronische Pankreatitis bekommen zum Beispiel vor allem diejenigen, die sehr viel Alkohol trinken“, warnt Pohl.

Aber auch Rauchen erhöht das Risiko für Probleme an der Bauchspeicheldrüse. Zudem können Gallensteine, die durch eine ballaststoffarme und extrem kalorienreiche Nahrung entstehen, Erkrankungen fördern.

Kurz zusammengefasst: Wie Bauchspeicheldrüse & Rückenschmerzen zusammenhängen

Probleme an der Bauchspeicheldrüse können Rückenschmerzen verursachen. Das erkennst du vor allem daran, dass die Schmerzen sehr plötzlich und heftig auftreten und sich nicht durch Bewegung bessern.

Mit einem gesunden Lebensstil kannst du den Erkrankungen und Probleme jedoch vorbeugen. Dazu gehören: Wenig Alkohol und Zigaretten und eine gesunde, abwechslungsreiche und vor allem eine ballaststoffreiche Ernährung.

Noch mehr zum Thema gefällig?

Bewegungsrückenschmerzen kannst du auch vorbeugen, wenn du auf ein regelmäßiges Rücken-Workout setzt.

Oder machst du schon regelmäßig Planks? Falls ja, solltest du die Planks auch richtig machen. Sonst schadest du deinem Rücken ebenfalls.