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Das ist der Grund, warum dein Nasenschleim nicht gelb sein darf

Guckst du nach dem Nase putzen in dein Taschentuch? Das solltest du besser tun. Worauf gelber Nasenschleim hindeuten kann, erfährst du hier.

Frau nutzt Nasenspray
Wer ständig Nasenspray benutzt, schadet seinen Schleimhäuten. Foto: Getty Images / Irina Ianushis / EyeEm

Es klingt zwar ekelig, aber es kann sinnvoll sein, nach dem Nase putzen einen Blick in das benutzte Taschentuch zu werfen. Denn gelber Nasenschleim kann ein Hinweis auf eine Reaktion deines Immunsystems sein. Was genau das bedeutet und warum es Nasenschleim überhaupt gibt, erklären wir dir in diesem Artikel.

Worauf gelber Nasenschleim hindeuten kann

Gelber Nasenschleim ist möglicherweise ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem aktiv ist. Grund dafür kann eine Infektion mit Viren und Bakterien sein. Hat das Immunsystem die Erreger registriert, sendet es weiße Blutkörperchen aus, die gegen die Eindringlinge kämpfen. Einige weiße Blutkörperchen enthalten das Enzym Myeloperoxidase. Dieses greift die Erreger mithilfe einer bestimmten Säure an. Es kommt zu einer Entzündungsreaktion – dabei verfärbt sich auch der Schleim in der Nase gelb oder grünlich.

Je länger die Entzündung im Körper verweilt, also je länger man krank ist, desto stärker verfärbt sich der Schleim. Wer gelben Nasenschleim bemerkt, sollte sich möglichst häufig die Nase putzen, um Rückstände zu entfernen und die Schleimproduktion im Fluss zu halten.

Frau Nase putzen Schnupfen Erkältung
Nach dem Nase putzen solltest du einen kurzen Blick ins Taschentuch werfen. Warum, erfährst du im Artikel. Foto: Getty Images/ Martinns

Welche Funktion hat Nasenschleim?

Wie alle Körperflüssigkeiten hat auch Nasenschleim eine wichtige Funktion. Er hilft dabei, die eingeatmete Luft zu erwärmen und zu befeuchten. Das ist wichtig, da kalte, trockene Luft die Atemwege reizen und Husten auslösen kann. Das merkt man beispielsweise, wenn man im Winter bei zu hohem Tempo joggen geht und heftig atmen muss.

Nasenschleim ist aber auch ein wichtiger Teil des körpereigenen Abwehrsystems. So fängt er Viren, Bakterien und Allergene ab, bevor diese über die Atemwege in den Körper eindringen können. Er enthält sogar einige Antikörper, die dabei helfen können, Keime zu neutralisieren. Atmet man beispielsweise dieselben Erreger ein, die schon mal eine Erkältung ausgelöst haben, können die Antikörper im Nasenschleim diese direkt abwehren.

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Nasenschleim: So sollte er wirklich aussehen

Wenn gelber Nasenschleim auf eine Infektion hindeuten kann, stellt sich die Frage: Welche Farbe weist auf gute Gesundheit hin?

Ist der Schleim in der Nase klar und durchsichtig, ist das ein Zeichen dafür, dass alles okay ist. Ist er hingegen weiß und dicklich, kann das ebenfalls auf eine beginnende Abwehrreaktion des Körpers hindeuten.

Rosafarbener Nasenschleim kann die Folge von leichtem Nasenbluten durch ein geplatztes Blutgefäß sein. Das kann auch unbemerkt passieren, beispielsweise durch häufiges Nase putzen. Auch trockene Nasengänge sondern rötlichen oder bräunlichen Schleim ab. Mit Nasenspülungen, Inhalation und Cremes speziell für die Naseninnenwände hält man diese geschmeidig und den Schleim klar.