Body & Fitness

Zu viel Eiscreme oder eine Allergie: Das sagt dir dein Bauchfett

Der Bauch ist unser Körperzentrum und sollte gehegt und gepflegt werden. Wir sagen dir was die Bauchfettverteilung bei Frauen über ihre Gesundheit aussagt.

Fröhliche Frauen jeglicher Körperform
Zeigt uns eure Bäuche und wir sagen dir, ob es sich um gesundes Bauchfett bei Frauen handelt, oder ein ungesunder Lebensstil dahinter steckt. (Credit: istock / jacoblund)

Wir alle stehen gern mal kritisch vor dem Spiegel und beäugen unseren Bauch, leider. Denn eigentlich sollten (besonders wir Frauen) lernen, unseren Körper zu respektieren und zu lieben. Eine kleine Speckfalte hier und da ist kein Grund, sich sorgen zu machen. Allerdings gibt es bestimmte Arten von Bauchfett von Frauen, welches äußerst ungesund ist. 

Unser Bauch ist empfindlich und die Fettverteilung spiegelt oft unseren Lebensstil und mögliche Mangelerscheinungen wieder. Wir enthüllen, was deine Bauchform über deine Gesundheit aussagt.

Bauchfett ist nicht gleich Bauchfett. Eine gesunde Schutzschicht ist nichts, worüber du dir sorgen machen musst.

Bauchfett bei Frauen: Das sagt deine Bauchform über deine Gesundheit aus

Ein bisschen Bauchfett ist für Frauen eigentlich kein Grund zur Sorge, denn wir alle sollten unserem Waschbrettbauch einen kleinen Schutzpanzer gönnen. Eine schwedische Studie fand allerdings einen Unterschied zwischen gutem Bauchfett und schlechtem Viszeralfett.

Aus Viszeralfett bestehen nicht unsere gut gehüteten Fettpolster unter der Haut, sondern Bauchfett, welches sich direkt an unsere Organe heftet. Viszeralfett kann auf Dauer zu Diabetes Typ 2 und anderen Herz-Kreislauf Erkrankungen führen. Leider sind vor allem wir Frauen betroffen. Ein Kilo mehr an Viszeralfett erhöht das Diabetesrisiko fast um das Siebenfache.

Wie wird man dieses fiese Bauchfett los? Wie jede andere von Fett im Körper durch Sport und Ernährung. Bevor du dich aber panisch im nächsten Gym einschreibst, betrachte erst einmal deinen Bauch genauer. Denn nur weil dieser “dicker” erscheint muss es sich nicht immer um Fett handeln. Vielleicht ist es auch nur ein gut getarnter Blähbauch. Dann solltest du zu anderen Mitteln greifen.

6 verschiedene Typen von Bauchfett bei Frauen
Es gibt verschiedene Gründe für Bauchfett bei Frauen unabhängig von einer zu reichhaltigen Ernährung.

5 Typen von Bauchfett bei Frauen und was sie bedeuten

Besonders im Profil sehen unsere Bäuche alle sehr unterschiedlich aus. Hier kannst du am Besten sehen, welche Bauchfettverteilung du hast und was das für deine Fitnesspläne und Gesundheit heißt:

Hormonbäuche lassen sich nicht wegtrainieren. Die Ursachen liegen an einem Hormonungleichgewicht.

1. Hormoneller Bauch

Sogar die ausdauerndsten Sportlerinnen können trotz ausgewogenem Lebenstil Bauchfett am Unterbauch und rund um die Hüfte anlagern. Meistens erkennt man den Hormonbauch an seiner ungleichen Verteilung. Taille und oberer Bauch sind schmal. Um die Hüfte liegt allerdings ein Fettring. Dieses Fett ist kein Resultat von zu wenig Bewegung oder übermäßiger Nahrungsaufnahme, sondern liegt an einem Hormonungleichgewicht

Besonders Frauen sind betroffen. Wenn du unter weiteren Symtopmen wie Schlappheit, Stimmungsschwankungen, unregelmäßigen oder sehr starken Zyklen und Heißhungerattacken leidest, solltest du deinen Hormonhaushalt beim Arzt kontrollieren lassen. Erst wenn diese im Lot sind, kannst du dem Bauchfett durch Sport und Ernährung den Kampf ansagen.

Bierbäuche wirken oft wie ein Blähbauch, sind aber tatsächliches Bauchfett.

2. Bierbauch

Diese Form des Bauchfetts taucht recht selten bei Frauen auf und ist eher ein Problem der Männer. Auch als Bierbauch bekannt, zeichnet alkoholbedingtes Bauchfett sich durch seine Festigkeit aus: Der Bauch wirkt fest und “aufgebläht”.

Dabei ist nicht immer der Alkohol der primäre Übeltäter, sondern die Dehydration und der Heißhunger auf Süßes und Fettiges. Einen Alkoholbauch kann man leicht bekämpfen durch weniger Alkoholkonsum, mehr Gemüse und Obst und natürlich viel Sport.

Ein After-Baby-Bauch bildet sich von durch Sport oft allein zurück. Du musst ihm allerdings Zeit geben.

3. Postnataler Bauch

Zu aller erst einmal: herzlichen Glückwunsch. Dein Körper hat Unglaubliches geleistet und Leben auf die Welt gebracht. Als frischgebackene Mutter solltest du nicht zu kritisch mit deinem Körper umgehen und ihm Zeit geben zu heilen. 

Rückbildungsgymnastik wird dir helfen, deine Muskeln wieder zu aktivieren. Dein Bauch wird mit großer Wahrscheinlichkeit aber nicht mehr zu seiner alten Form finden. Er hat sich über neun Monate immer weiter vergrößert und stürzt dann “plötzlich” ein. Das muss man erst einmal verkraften und es kann bis zu neun Monate dauern, dass er sich zurückbildet

Hast du die Rückbildungsgymnastik hinter dir, kannst wieder mit Sport beginnen. Auch eine gute Ernährung kann helfen, aber bitte mache keine Diäten während der Stillzeit. Das kann dir und deinem Kind schaden. Deine Hebamme ist in allen Fragen zu deinem Körper nach der Geburt dein bester Ansprechpartner.

Stress löst Kortisol aus, welches zu Fettpolstern an deinem Bauch sorgen kann.

4. Stressbauch

Stress kann viele Ursachen haben: Zu wenig Schlaf, zu viel zu tun auf der Arbeit, Unterforderung, privater Stress oder ein nervöser Magen. Auch Unverträglichkeiten können deinen Körper stressen. Passiert das, wird Kortisol ausgeschüttet.

Das Hormon sorgt dafür, dass wir Bauchfett ansetzen und das oft ziemlich ungleichmäßig. Besonders die Taille ist betroffen, was ihn von Hormon- und Blähbauch unterscheidet. Die einzige Möglichkeit dieses unerwünschte Bauchfett zu bekämpfen, ist die Ursachen des Stresses zu finden und zu eliminieren. 

Genug Schlaf und ein guter Lifestyle helfen ebenfalls. Du solltest außerdem Koffein, Alkohol, zu viel Salz, Süßigkeiten und Junk Food vermeiden. Gewöhne dir regelmäßige Mahlzeiten (besonders Frühstück) an. Yoga Partnerübungen oder Achtsamekits-Übungen können dir ebenfalls helfen zu relaxen.

Blähbäuche treffen auch sportliche Menschen. Es handelt sich nicht um Bauchfett und ist in den meisten Fällen völlig normal.

5. Blähbauch

Unser Bauch verändert sich den Tag über. Eigentlich ist das auch ganz logisch, denn er muss die verschiedensten Nahrungsmittel verarbeiten. Wenn du allerdings extreme Unterschiede zwischen deinem morgendlichem Bauch und deinem Abendbauch feststellst, dann solltest du nach den Ursachen forschen.

Ein starker Blähbauch ist kein Bauchfett, sondern ein Zeichen für Lebensmittelunverträglichkeiten, Allergien oder Probleme deines Verdauungstrakts. Versuche blähende Lebensmittel zu vermeiden und nimm mehr Probiotika zu dir, denke an ausreichend Wasser, versuche mehr Kohlehydrate durch Gemüse und Obst zu ersetzen. Hilft das alles nicht, solltest du dich beim Arzt auf Allergien checken lassen.

Fazit: runde Bäuche sind nicht immer voll bösem Bauchfett

Wenn du mit deinem Bauch unzufrieden bist, oder er sich in letzter Zeit stark verändert hat, kannst du in einer ersten Selbstdiagnose einfach nachprüfen, an welchen Ursachen das liegen könnte. Bauchfett ist nicht immer Bauchfett, besonders bei Frauen.

Bei extremen Veränderungen solltest du immer deinen Arzt konsultieren. Ansonsten hilft meistens ein ausgeglichener Lebensstil. Eine mentale Gesundheit und ein sportlicher Lebensstil sind die beste Vorbeugung gegen Bauchfett und Viszerales Fett. Für alle Home_Potataos haben wir dafür das beste Training für zu Hause.