Fett am Bauch ist nicht nur störend, sondern kann sogar gefährlich werden. Es erhöht das Risiko für viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch nicht nur mangelnde Bewegung und eine ungesunde Ernährung sind schuld an den fiesen Speckröllchen. Je nach dem, wie das Bauchfett bei Frauen verteilt ist, kann auf die Ursache geschlossen werden. Wir zeigen dir, welche Bauchformen es gibt und wie du dein Bauchfett effektiv bekämpfen kannst.

Bauchfett bei Frauen: Lage und Form sind entscheidend

Bauchfett bei Frauen ist völlig normal und erstmal kein Anlass, sich Sorgen zu machen. Wo man Fett ansetzt, ist nämlich ganz individuell. Die einen haben mehr Speck auf den Hüften, die anderen eben ein Röllchen am Bauch.

Doch: Es gibt einen Unterschied zwischen dem harmlosen Unterhaut-Fett und dem tief liegenden Viszeralfett. Während man das subkutane Fett selbst ertasten kann, indem man sich in den Bauch zwickt, ist Viszeralfett auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Doch genau das macht es so gefährlich.

Viszeralfett heftet sich direkt an unsere Organe. Wie eine schwedische Studie herausfand, kann das auf Dauer zu Diabetes Typ 2 und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Leider sind vor allem wir Frauen betroffen. Ein Kilo mehr an Viszeralfett erhöht das Diabetesrisiko fast um das Siebenfache.

Wie wird man dieses fiese Bauchfett los? Wie jede andere Form von Fett im Körper durch Sport und Ernährung. Bevor du dich aber panisch im nächsten Gym einschreibst, betrachte erst einmal deinen Bauch genauer. Denn nur weil dieser “dicker” erscheint, muss es sich nicht immer um Fett handeln. Vielleicht ist es auch nur ein gut getarnter Blähbauch. Dann solltest du zu anderen Mitteln greifen.

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Es gibt fünf verschiedene Typen von Bauchfett bei Frauen, die sich an der Fettverteilung erkennen lässt. Foto: Julia Dreams via Canva / Clicker-Free-Vector-Images Pixabay

5 Typen von Bauchfett bei Frauen & wie du sie bekämpfst

Besonders im Profil sehen unsere Bäuche alle sehr unterschiedlich aus. Hier kannst du am Besten sehen, welche Bauchfettverteilung du hast und was das für deine Fitnesspläne und Gesundheit heißt:

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Baum hormonellen Bauch wird bei Frauen besonders am Unterbauch Fett gesammelt, während die Taille schmal bleibt. (Photo: istock.com/ozgurdonmaz)

1. Hormoneller Bauch: Der unbeugsame Fettring

Sogar die ausdauerndsten Sportler:innen können trotz ausgewogenem Lebensstil Bauchfett am Unterbauch und rund um die Hüfte anlagern. Meistens erkennt man den Hormonbauch an seiner ungleichen Verteilung. Taille und oberer Bauch sind schmal. Um die Hüfte liegt allerdings ein Fettring. Dieses Fett ist kein Resultat von zu wenig Bewegung oder übermäßiger Nahrungsaufnahme, sondern liegt an einem Hormonungleichgewicht

Besonders Frauen sind betroffen. Wenn du unter weiteren Symptomen wie Schlappheit, Stimmungsschwankungen, unregelmäßigen oder sehr starken Zyklen und Heißhungerattacken leidest, solltest du deinen Hormonhaushalt beim Arzt kontrollieren lassen. Erst wenn diese im Lot sind, kannst du dem Bauchfett durch Sport und Ernährung den Kampf ansagen.

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Ein Bierbauch ist zwar eher bei Männern zu finden, kann aber auch Frauen treffen.(Photo: Elnur via Cava)

2. Bierbauch: Prall & alles andere als Schwabbel

Diese Form des Bauchfetts taucht recht selten bei Frauen auf und ist eher ein Problem der Männer. Auch als Bierbauch bekannt, zeichnet alkoholbedingtes Bauchfett sich durch seine Festigkeit aus: Der Bauch wirkt fest und “aufgebläht”. Es unterscheidet sich aber vom Blähbauch, da es gleichmäßig um den ganzen Bauch verteilt ist.

Dabei ist nicht immer der Alkohol der primäre Übeltäter, sondern die Dehydration und der Heißhunger auf Süßes und Fettiges. Einen Alkoholbauch kann man leicht bekämpfen durch weniger Alkoholkonsum, mehr Gemüse und Obst und natürlich viel Sport.

Weiterlesen: Bist du Alkoholiker:in? Wir verraten es dir.

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Ein postnataler Bauch entwickelt sich oft von allein zurück. Die Verteilung des Fetts kann aber danach anders sein, als vor der Schwangerschaft.(Photo: Jacob Lund via Canva.com)

3. Postnataler Bauch: Die gesunde Schutzschicht für dein Baby

Zuerst einmal: herzlichen Glückwunsch. Dein Körper hat Unglaubliches geleistet und Leben auf die Welt gebracht. Als frischgebackene Mutter solltest du nicht zu kritisch mit deinem Körper umgehen und ihm Zeit geben zu heilen. Hier hast du es weniger mit Bauchfett als mit einer eingefallenen Bauchdecke zu tun.

Rückbildungsgymnastik wird dir helfen, deine Muskeln wieder zu aktivieren. Dein Bauch wird mit großer Wahrscheinlichkeit aber nicht mehr zu seiner alten Form finden. Er hat sich über neun Monate immer weiter vergrößert und stürzt dann “plötzlich” ein. Das muss man erst einmal verkraften und es kann bis zu neun Monate dauern, bis er sich zurückbildet

Hast du die Rückbildungsgymnastik hinter dir, kannst wieder mit Sport beginnen. Auch eine gute Ernährung kann helfen, aber bitte mache keine Diäten während der Stillzeit. Das kann dir und deinem Kind schaden. Deine Hebamme ist in allen Fragen zu deinem Körper nach der Geburt dein bester Ansprechpartner.

Weiterlesen: Bleibt dein Bauch hartnäckig nach der Schwangerschaft, dann könnte es auch Rektusdiastase sein.

Tipp: Hier findest du unsere besten Übungen für einen starken Beckenboden für Frauen.

 

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Julia Herres (@justgoforfitwithjulia) am Apr 19, 2017 um 8:33 PDT

Stress löst Kortisol aus, welches zu Fettpolstern an deinem Bauch sorgen kann.

4. Stressbauch: Ungleichmäßiges Bauchfett über Muskeln

Stress kann viele Ursachen haben: Zu wenig Schlaf, zu viel zu tun auf der Arbeit, Unterforderung, privater Stress oder ein nervöser Magen. Auch Unverträglichkeiten können deinen Körper stressen. Passiert das, wird Cortisol ausgeschüttet.

Das Hormon sorgt dafür, dass Frauen Bauchfett ansetzen und das oft ziemlich ungleichmäßig. Besonders die Taille ist betroffen, was ihn von Hormon- und Blähbauch unterscheidet. Die einzige Möglichkeit dieses unerwünschte Bauchfett zu bekämpfen, ist die Ursachen vom Stress zu finden und zu eliminieren. 

Genug Schlaf und ein guter Lifestyle helfen ebenfalls. Du solltest außerdem Koffein, Alkohol, zu viel Salz, Süßigkeiten und Junk Food vermeiden. Gewöhne dir regelmäßige Mahlzeiten (besonders Frühstück) an. Yoga Partnerübungen oder Achtsamkeits-Übungen können dir ebenfalls helfen, zu relaxen. Wenn du diese Stresssymptome hast, solltest du unbedingt einen Gang zurückschalten.

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Ein Blähbauch hat nichts mit Bauchfett zu tun.(Photo: Niran_pr [M])

5. Blähbauch: Prall & stechend

Unser Bauch verändert sich den Tag über. Eigentlich ist das auch ganz logisch, denn er muss die verschiedensten Nahrungsmittel verarbeiten. Wenn du allerdings extreme Unterschiede zwischen deinem morgendlichen Bauch und deinem Abendbauch feststellst, dann solltest du nach den Ursachen forschen.

Ein starker Blähbauch ist kein Bauchfett, sondern ein Zeichen für eine Lebensmittelunverträglichkeit, Allergie oder Probleme deines Verdauungstrakts. Versuche, blähende Lebensmittel zu vermeiden und nimm mehr Probiotika zu dir, denke an ausreichend Wasser, versuche mehr Kohlenhydrate durch Gemüse und Obst zu ersetzen. Hilft das alles nicht, solltest du dich beim Arzt auf Allergien checken lassen. 

Mehr zum Thema ständiger Blähbauch, gibt es hier. Du kannst deinen Blähbauch mit etwas Übung auch wegmassieren.

Fazit: Hinter Bauchfett bei Frauen können verschiedene Ursachen stecken

Wenn du mit deinem Bauch unzufrieden bist, oder er sich in letzter Zeit stark verändert hat, kannst du in einer ersten Selbstdiagnose einfach nachprüfen, an welchen Ursachen das liegen könnte. Bauchfett ist nicht immer Bauchfett, besonders bei Frauen.

Bei extremen Veränderungen solltest du immer einen Profi konsultieren, also den oder die Ärzt:in deines Vertrauens. Ansonsten hilft meistens ein ausgeglichener Lebensstil. Mentale Gesundheit, intuitives Essen und ein sportlicher Lebensstil sind die beste Vorbeugung gegen Bauchfett und viszerales Fett. Für alle Couch-Potatoes haben wir dafür das beste Training für zu Hause.

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