Vergiss Weihnachten! Der eigentliche Held unter den christlichen Feiertagen ist Ostern. Hättest du gewusst, dass Christi Auferstehung den Glaubenden viel wichtiger ist als seine Geburt? Naja, ergibt schon Sinn, wenn man mal darüber nachdenkt, dass ja JEDER geboren wird, aber nur EINER jemals von den Toten zurückgekommen ist. Was Ostern genau bedeutet und was man sonst über diese wichtige Zeit im Jahr wissen muss, erklären wir hier.

In unserer Osterfolge „Wein & Weiber“ wird klar, was Judas wirklich für ein hinterhältiger Arsch war. Und mehr.

7 schnelle Fragen über Ostern

Ostern ist nicht einfach nur ein Feiertag. Die Bedeutung von Ostern beinhaltet komplexe Brauchtümer und viel Vorbereitung, wenn man es richtig machen will. Wir stellen und beantworten die 7 wichtigsten Fragen rund um das Thema Ostern.

1. Warum hat Judas Jesus verraten?

Der Legende (oder auch der Bibel) zufolge hatten Jesus und seine Jünger am Gründonnerstag das letzte gemeinsame Mahl zusammen, besser bekannt als das letzte Abendmahl. Das Gemälde von Leonardo DaVinci kennt man wahrscheinlich ganz gut. Die 13 jungen Männer schienen sich dort noch ganz gut verstanden zu haben haben, doch nur kurze Zeit später hing Jesus am Kreuz. Das lag an Judas, der seinen Kumpel und Herrn verraten hatte.

Es gibt viele Spekulationen darüber, warum Judas Jesus angeblich verraten hat. Seiner Sicht der Dinge zufolge wollte Judas Jesus einfach nur testen. Obwohl er einer der 12 Apostel war, wollte er nicht glauben, dass Jesus der Messias ist, wenn er doch als Mensch daherkommt. Er sollte sich als Gott offenbaren anstatt am Kreuz zu sterben.

Tja, dieser Plan ging wohl nach hinten los, denn Jesus starb. Daraufhin brachte auch Judas sich um. Blöd eigentlich, dass er nicht abwartete, bis Jesus aus dem Grabe wieder auferstand.

Judas war also ein heftiger Skeptiker und ein wahrer Verräter. Doch wir können nicht abschließend sagen, dass er ein Arsch war. Denn noch heute besteht in der Psychologie das sogenannte Judas-Syndrom. Diese haben vor allem Menschen, die kein rechtes Selbstbewusstsein haben und Situationen und sich selbst sehr schlecht einschätzen können. Ein Mensch, der das Judas-Syndrom hat, der….

…wird geliebt, aber er kann es nicht sehen.

…verdrängt die Realität.

…beleidigt sich selbst.

…hat immer ein schlechtes Gewissen.

2. Was feiern wir nochmal an Ostern?

Jesus war ein krasser Typ, das wissen wir alle. Aber dass er auch von den Toten auferstehen konnte, macht ihn in den Augen der Christen zum absoluten Superman. Der Bibel zufolge starb er am Freitag (Karfreitag) am Kreuz, verbrachte das Wochenende in seinem Grab und stand dann am Sonntag (Ostersonntag) wieder auf. 40 Tage später holte sein Papa ihn dann endgültig zu sich; diesen Tag nennen wir Christi Himmelfahrt.

Wolken und Sonnenschein über Tannenwald
Christi Himmelfahrt: Jesus wandelte nach seinem Tod noch 40 Tage auf der Erde.

3. Warum wird Ostern jedes Jahr an einem anderen Datum gefeiert?

Die Ostertage sind nach dem jüdischen Kalender ausgelegt. Da Ostern das Ende der Fastenzeit anzeigt, wird das Fastenbrechen, das Pessahfest, als Bezugspunkt genommen. Da das Pessahfest aber nicht nach einem Datum ausgerichtet ist, sondern immer im Monat des ersten Frühlingsvollmondes gefeiert wird, muss sich auch Ostern dem beugen. Der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling ist also Ostersonntag. Komplizierte Rechnung.

Jesus, Relgion, Gott
Jesus wird nicht ohne Grund gehuldigt: Er war tatsächlich ein cooler Typ.

4. Was hat es mit der Fastenzeit auf sich?

Ab Aschermittwoch wird 40 Tage lang gefastet; dann kann an Ostern richtig geschlemmt werden. Und wieder ist Jesus der Grund dafür. Bevor der junge Gottessohn ans Kreuz genagelt wurde, verbrachte er ganze 40 Tage in der stechend heißen Wüste Israels und fastete, was das Zeug hielt. Auch der Teufel erschien ihm dort und führte ihn in Versuchung. Aber Jesus hielt durch.

Ganz so schlimm ist die heutige Fastenzeit nicht. Obwohl die Kirche traditionell auf einen kompletten Nahrungsverzicht pocht, halten sich selbst die meisten stark Gläubigen nicht daran. Verzicht auf Süßigkeiten, Zigaretten, Sex und Ähnliches ist meist schon zu viel. Eine viel gesündere Lösung ist zudem das Heilfasten, das meist nicht so lange andauert. Eine andere Alternative zum Jesus-Fasten ist das Intervallfasten.

Redaktionstipp: Auch wenn wir heute nicht mehr viel mit den kirchlichen Feiertagen am Hut haben, feiern wir bei der wmn-Redaktion die Ostertage beim Fasten. Welche Fastenkur die beste für dich persönlich ist und wie du das Fasten idealerweise brechen kannst, haben wir hier für dich zusammengestellt.

5. Warum suchen wir an Ostern Eier?

Die Ostereiersuche ist eine Tradition, die aus dem deutschen Ostern nicht wegzudenken ist. Kinder und Erwachsene lieben es, sie zu verstecken und schließlich den Garten danach abzusuchen. Auch das Bemalen ist ein großer Spaß für die gesamte Familie. Mit Jesus, Kreuzigungen und Auferstehung hat das allerdings wenig zutun. Hier erfährst, du was es tatsächlich mit der Ostereiersuche auf sich hat.

Jesus, Gott, Religion
Ostern wird überall auf der Welt anders gefeiert. Was gleich ist: Die Huldigung Jesu.

6. Feiern alle Länder gleich Ostern?

Nein, bei Weitem nicht. Die Christen auf der Welt feiern zwar dasselbe Fest, doch hat jedes Land und jede Kultur ganz eigene Osterbräuche. Wo die Deutschen gerne Lamm verspeisen, während sie auf den Osterhasen warten, schlagen sich die Finnen lieber mit Palmwedeln. Noch mehr verrückte Osterbräuche findet ihr hier!

7. Brauchen wir an Ostern Geschenke?

Ob man sich zu Ostern etwas schenkt oder nicht ist natürlich jede:m selbst überlassen. Allerdings wissen wir ganz genau, dass Ostergeschenke gerade in Zeiten der Pandemie sehr viel Trost spenden können. Verwöhn deine Liebsten doch mal, auch wenn du sie nicht unbedingt sehen kannst. Diese kleinen Geschenke zu Ostern sind gerade voll im Trend. Digitale Ostergeschenke sind aber natürlich aufgrund der gegebenen Umstände noch beliebter.