Du brauchst neue Ideen für dein Osterfest? Wir zeigen dir, welche Traditionen uns besonders gefallen und wo sie gefeiert werden.

Eine wilde Eierschlacht oder eine Shoppingtour durchs Möbelhaus – an Ostern feiert jedes Land unterschiedlich. Doch welche traditionellen Osterbräuche gibt es?

Ostereier gehören definitiv dazu…

Die einzelnen Osterbräuche unterscheiden sich je nach Land und Kultur. Dadurch gibt es einige Traditionen, die sehr von den deutschen Bräuchen abweichen.

Osterbräuche: Statt den Fokus auf die altbekannten Ostereier zu legen, wird in Irland den Heringen mehr Beachtung geschenkt.

1. Irland: Heringe begraben

Einer der seltsamsten Bräuche wird in Irland gefeiert. Hier findet am Ostersonntag in den Dörfern eine feierliche Prozession auf einer Wiese statt. In vorher ausgehobenen kleinen Gräbern werden dort Heringe begraben. Diese symbolisieren das Ende der Fastenzeit, da in dieser Zeit nur Fisch statt Fleisch gegessen werden darf.

2. Bulgarien: Eierschlacht in der Kirche

Eiersuchen war gestern. Im Anschluss an die Messe am Ostersonntag, beginnt in Bulgarien eine wilde Eierschlacht. Hierbei werden Ostereier gegen die Wände der Kirche sowie gegen die eigene Familienmitglieder geworfen. Bleibt das Ei hierbei unbeschädigt, hat man ein glückliches und erfolgreiches Jahr vor sich. 

Zusätzlich werden am Ostersonntag rot gefärbte Eier gegeneinandergestoßen. Auch dabei gilt: es gewinnt derjenige, dessen Ei nicht zerbricht.

3. Finnland: Schlagen mit Palmwedeln

Auch die Finnen setzen nicht nur auf Harmonie an Ostern. Am Palmsonntag schlagen sie sich gegenseitig leicht mit einer Birkenrute auf den Rücken. Diese sollen an jene Palmwedel erinnern, mit denen Jesus bei dem Einzug nach Jerusalem begrüßt wurde. Am Ostersonntag laufen die Kinder dann schreiend durch die Straßen, um den Winter zu verscheuchen.

4. Griechenland: Bewerfen mit Feuerwerkskörpern

Ostern ist in Griechenland das wichtigste Fest des Jahres. Hier gibt es am Ostersamstag meist stundenlange Zeremonien und feierliche Prozessionen. Außerdem wird die Fastenzeit in den Wochen vor Ostern mit der sogenannten Ostersuppe beendet.

Am Ostersonntag wird dann mit Lammbraten und Rotwein fürstlich gefeiert. Bei den Bewohnern der Insel Chios sieht das jedoch etwas anders aus, denn hier bewerfen sich zwei verfeindete Dörfer zu Ostern mit Feuerwerkskörpern.

5. Niederlande: Shopping im Möbelhaus

Hier ist es seit 30 Jahren Brauch, dass man den Ostersonntag im Möbelhaus verbringt. Daher sieht man an diesem Tag die wohl längsten Schlangen vor den Möbelhäusern. 

Zusätzlich gibt es in Enschede das größte Osterfeuer der Welt, das im Jahr 2012 sogar ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen wurde.

In Dänemark wird es zu Ostern richtig kreativ. Denn statt Ostereier zu bemalen, werden Briefe geschrieben.

6. Dänemark: Zeit einen Narrenbrief zu schreiben

Der sogenannte Narrenbrief ist eine schöne dänische Tradition, bei der Briefe ohne Absender verschickt werden. Sie werden mit viel Liebe und Kreativität gestaltet und dann mit einem Reim versehen. 

Ziel ist es zu erraten, von wem der Brief kam, gelingt dies nicht wird die Person als Narr bezeichnet. Wenn der Absender erraten wird, dann muss er zur Strafe eine Party organisieren, dem Absender einen Kuss geben oder ein Osterei vorbeibringen. Wird er nicht erraten, dann gelten die gleichen Regeln für den Empfänger.

7. Großbritannien: Purzelbäume schlagen

Wie wäre es mit ein paar Purzelbäumen an Ostern? Die Waliser steigen bei Sonnenaufgang auf einen Hügel und schlagen Purzelbäume.

Die Schotten hingegen veranstalten keltische Osterfeuer und die Engländer lassen Eier einen Hügel herunterrollen und tätscheln sich gegenseitig mit Weidenkätzchen. 

Auch die Queen hat jedes Jahr Großes vor. Sie schließt sich wahrscheinlich eher weniger den Purzelbaum schlagenden Gruppen an, aber sie verteilt am Maundy Thursday, entsprechend ihres Alters 93 Pence an 93 arme Pensionäre. 

8. Polen: Zeit für eine Wasserschlacht 

In Polen gehört es zum Osterbrauch, sich am Ostersonntag mit Wasser zu bespritzen. Oft wird es jedoch richtig nass, denn viele Jugendliche verzichten auf die Wasserspritzer und kippen ganze Eimer über andere Personen. Zurück geht der Brauch auf den polnischen Herrscher Mieszko I, der sich taufen ließ und damit stellvertretend Polen zum katholischen Christentum bekehren ließ.

Osterbräuche
In Spanien finden eine Vielzahl an Straßenumzügen statt.(Photo: Oleh_Slobodeniuk)

9. Spanien: Straßenumzüge mit vermummten Menschen

In Spanien finden, aufgrund der Semana Santa, zahlreiche Straßenumzüge statt. Menschen, die durch Kapuzen vermummt sind, laufen in der Karwoche durch die Straßen. Dabei machen sie laute Geräusche und verwenden Weihrauch.  

Auf Mallorca wird zusätzlich die Passionsgeschichte in der Kathedrale La Seu nachgestellt. Am Ostersonntag werden dann geschmückte Palmwedel mit in die Kirche genommen.

Mehr rund ums Thema Ostern findest du in dieser Podcast-Folge.

Fazit: Osterbräuche sind überall anders

Auch wenn viele Osterbräuche auf den ersten Blick nicht mehr viel mit dem kirchlichen Hintergrund des Festes gemeinsam haben, so sind sie doch basierend darauf entstanden. Je nach Land und kulturellen Einflüssen unterscheiden sie sich deshalb und werden dennoch alle aus demselben Grund gefeiert. 

Bei vielen wird an den Festtagen besonders das Thema Nachhaltigkeit großgeschrieben. Wenn auch du etwas dafür tun möchtest, dann verzichte beispielsweise auf Plastik. Diese Materialien bestehen komplett aus Plastik. 

Falls du noch nicht ganz im Thema bist, dann haben wir hier die krassesten Klimawandel Fakten im Überblick für dich.