Bald schon reihen sich wieder Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag und Ostermontag aneinander. Was für viele einfach jede Menge Freizeit bedeutet, hat für andere eine tief verwurzelte religiöse Bedeutung. Immerhin ist das Osterfest im christlichen Glauben das wichtigste Fest, um dem Leiden und Sterben Jesu Christi am Kreuz zu gedenken. Und nicht zuletzt wird auch seine Auferstehung gefeiert. Der Sohn Gottes hat den Tod überwunden – ziemlich harter Tobak, aber was hat das jetzt mit den bunten Eiern bei der Ostereiersuche zu tun?

Du brauchst über Ostern was auf die Ohren? In dieser Podcast-Folge gehen wir der Bedeutung von Ostern auf die Spuren.

Ostereiersuche: Das ursprüngliche Ei

Heute suchen Kinder bei der Ostereiersuche nach Schokohasen oder gefüllten Schokoeiern, die erst für Bauchschmerzen und später für Karies sorgen. Früher, also schon in den ersten Jahrhunderten nach Christus, wurden aber tatsächlich noch richtige Hühnereier verschenkt

Diese waren zunächst ausschließlich rot eingefärbt und versinnbildlichten das Blut Jesu Christi. Das Ei stellt zudem den Inbegriff eines neuen Lebens dar. So ein ursprüngliches Osterei war also das Sinnbild der Auferstehung schlechthin.

Wieso wurden die Eier plötzlich bunt?

Traditionell wurden die rot eingefärbten Ostereier dann bei der Ostermesse geweiht und an besondere Menschen verschenkt. Später nahmen die Eier auch andere Farben an und das aus ganz praktischen Gründen.

Aufgrund des Fastengebotes, welches über sechs Wochen den Verzicht von tierischen Produkten vorschreibt, mussten die im Frühjahr sehr üppig gelegten Hühnereier länger haltbar gemacht werden. Also hat man sie hart gekocht und je nach Frische verschieden eingefärbt.

Korb Ostereier
Aus dem symbolhaften roten Ei wurden später bunter Eier, aus ganz pragmatischen Gründen.

Wie aus dem Geschenk das Versteck wurde

Seit dem 18. Jahrhundert gibt es Belege für die Ostereiersuche. Vor allem protestantische Familien versteckten die Ostereier nun für die Kinder, anstatt sie zu überreichen. Der Grund hierfür liegt einem heidnischen Brauch zugrunde. Denn die Eier wurden zu Ehren der Frühlingsgöttin Ostara verschenkt. 

Dieser Göttin der Fruchtbarkeit und des Lebens zuliebe wurden seit dem 16. Jahrhundert Eier überreicht, bis die Kirche sich dann entschied, den Brauch zu verbieten. Was die Menschen natürlich nicht von ihrem Brauchtum abhielt. Eier wurden ab dann heimlich überreicht, also versteckt.

Ostereiersuche: Geschenke im kleinen Maß

Ganz gleich, ob man Ostern nun aufgrund seines religiösen Wertes oder wegen der Freizeit schätzt: Eines können wir uns bei der Tradition der Ostereiersuche mit Sicherheit abschauen: Jemand Besonderem ein Geschenk zu machen ist niemals falsch und kommt an Ostern besonders gut. Da muss es kein rotes Ei sein, der Anruf bei Oma oder ein Kompliment an gute Freunde tun es ebenfalls. Reicht dir das nicht, haben wir auch noch coole Last Minute DIY-Geschenke für dich!