Die Tagesthemen um 22:20 laufen seit Jahren ungefähr gleich ab: Die Schlagzeilen und politischen Wendungen werden besprochen, danach gibt es den Sport, abschließend gibt es das Wetter. Dann dürfen wir alle schlafen gehen. Gestern, am 19.04.2021 hat Deutschland aber gerade beim Wettermann Karsten Schwanke noch einmal dir Ohren gespitzt. Anstatt einfach nur die Aussichten für den Restapril zu geben, hat dieser seine Zeit für eine weitaus wichtigere Meldung genutzt.

Karsten Schwanke macht aufmerksam

Noch bevor Schwanke das Wetter abgefrühstückt hatte, wollte er den Tagesthemen-Zuschauenden einen wichtigen Hinweis mit auf den Weg geben. „Übrigens“ sagte er „Heute kam ja der Klimabericht der WHO heraus. Und nur mal einen Punkt herausgegriffen: Der Anstieg des Meeresspiegels beschleunigt sich weiterhin.“

Schwanke zeigt eine Grafik, die den Anstieg der Meere weltweit darstellt. „Seit den 80er-Jahren stiegen unsere Meere kontinuierlich. Das wirklich Bedenkliche ist aber, dass diese Kurve sich gen Ende zuspitzt und beschleunigt.“ Karsten Schwanke stellt das in Verbindung mit den deutschen Meeren Nordsee und Ostsee. Wenigstens Letzteres wird nämlich bei einem weiteren Anstieg der Meere schnell über ihre Ufer treten.

Mal eben den Klimawandel angesprochen

Karsten Schwanke hat in seinem Wetterbericht mal eben so ganz nebenbei den Klimawandel erwähnt und uns gleichzeitig kritisiert. Vielleicht hat er es auch geschafft, dass die deutsche Bevölkerung sich für den Klimabericht der WHO interessiert.

Was hat der Klimabericht sonst noch ergeben?

Schon letztes Jahr gab es einen Klimabericht der WHO. Damals war noch eine echte Verbesserung der Klimabedingungen weltweit zu verzeichnen. Da aufgrund der Coronapandemie das Leben und die Industrie weltweit heruntergefahren wurden, konnte der Planet wieder aufblühen. Das ist laut WHO Bericht 2021 wieder vernichten worden.

2020 war eines der drei wärmsten je registrierten Jahre

Der Klimabericht befasste sich mit dem Abschluss des Jahres 2020 und errechnete die globale Durchschnittstemperatur. Diese lag gut 1,2 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Das wärmste Jahr war 2016. Danach folgten 2019 und 2020. Die zehn Jahre von 2011 bis 2020 waren das wärmste Jahrzehnt.

Der Bericht bestätigt, was wir alle schon wissen

Es ist für uns alle nichts Neues: Klimawandel is happening, Freunde! Der WHO-Bericht beschreibt ihn sogar als „unerbitterlich“. Es wird deshalb empfohlen, sich auf Extremwetterlagen einzustellen, die erhebliche Schäden anrichten können. Und das nicht nur auf der anderen Seite der Welthalbkugel, sondern eben auch bei uns.