Unsere Sommer werden immer länger – das haben Forschende anhand von Klimamodellen herausgefunden. Doch auch wenn das nach lauen Nächten, kalten Bierchen und mehr Zeit zum Grillen klingt, ist das eine Katastrophe! wmn erklärt, woran es liegt.

Die Sommer werden länger & unser Takt gerät ins Chaos

Drei Monate Winter, drei Monate Frühling, drei Monate Herbst und drei Monate Sommer – auf die Aufteilung der Jahreszeiten konnten wir uns früher verlassen. Nun ändert sich das jedoch. Denn Forschende aus China haben die Klimadaten von 1952 bis 2011 ausgewertet und herausgefunden, dass die Jahreszeiten auf der Nordhalbkugel ganz schön durcheinander geraten.

So soll der Sommer innerhalb dieser Jahre um insgesamt 17 Tage länger geworden sein, wohingegen der Winter um zwölf Tage kürzer geworden ist. Aber nicht nur das. Denn die Forschenden haben auch Klimamodelle mit Wetterdaten gefüttert. Das Ergebnis: Eine schockierende Voraussage!

Was ist die Ursache dafür, dass sich unsere Jahreszeiten verschieben?

Demnach soll der Sommer bis zum Jahr 2100 durchschnittlich 166 Tage lang sein. Ergo fast ein halbes Jahr andauern! Die Ursache dafür soll der Klimawandel sein, wie der Forscher und Ozeanograf Yuping Guan erklärt: „Die Sommer werden länger und heißer, während die Winter aufgrund der globalen Erwärmung kürzer und wärmer werden„.

Unser Lesetipp: In ihrer Kolumne erklärt die Influencerin und Klimaaktivistin Louisa Dellert, welche dramatischen Folgen der Klimawandel in Deutschland haben wird.

Klimawandel Eisbären
Eine weitere Folge des Klimawandels ist, dass Eisbären aussterben. Foto: FloridaStock/ shutterstock / FloridaStock/ shutterstock

Im Klartext heißt das: Wenn wir den Klimawandel nicht aufhalten, werden die Jahreszeiten durcheinander gewirbelt. Mit dramatischen Folgen, warnt Studienleiter Guan: „Zahlreiche Studien haben bereits gezeigt, dass sich verschiebende Jahreszeiten erhebliche Umwelt- und Gesundheitsrisiken verursachen.“ So könnten zum Beispiel Vögel nach ihrer Rückkehr aus dem Süden nicht mehr genug Nahrung finden. Hitzewellen und Dürren zunehmen und Ernteausfälle begünstigen.

Redaktionstipp: Auch auf den Anbau von Kaffee hat der Klimawandel großen Einfluss. Die Folge: Das Produkt könnte zum teuren Luxusgut werden.

Aber dadurch, dass die Sommer immer länger werden, könnten sich auch die Pollenflugzeiten verlängern, worunter vor allem Allergiker:innen leiden würden. Und vor allem: Tropische Mücken, die in nördlicheren Lebensräumen sonst nicht heimisch sind, könnten dann besser überleben und sich ausbreiten. Die Gefahr für Gelbfieber, Dengue oder Zika würde steigen.

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